Tom Grosso, Distrikt 8
Endlich ein neues Kapitel... eine Pause von einem Jahr ist lang, ich weiß. Trotzdem hoffe ich, dass es euch gefallen wird!
BOOM
Ich schrecke aus dem Schlaf, weil ich eine Kanone höre. Dann bemerke ich, dass ich das Gefühl habe, beobachtet zu werden. Rasch greife ich nach einem Messer und sehe mich um. Vor mir steht ein Junge, an seinem Shirt erkenne ich, dass er aus Distrikt 8 kommt. Er sieht mich verzweifelt an und sagt: „Kann ich bei euch bleiben? Meine Kameradin ist gestorben!". Mitleidig sehe ich ihn an. Seine Hose ist zerrissen, ein Schuh hat keinen Schnürsenkel mehr und auch das Shirt hat schon bessere Zeiten gesehen. Außerdem sieht er nicht älter aus als 10. Aber 12 muss er ja mindestens sein.
„Ja klar kannst du bleiben, oder Mädls?", frage ich. Florence und Judith nicken verschlafen. Erleichtert sieht er mich an: „Danke!"
Wir vertreiben uns die Zeit vom Sonnenuntergang bis Mitternacht mit einem Spiel: Jeder sagt ein Wort und mit dem Endbuchstaben des einen Wortes, muss ein Wort anfangen. Es ist sehr gemütlich. Ich gebe dem Jungen – er heißt Tom – meinen Schlafsack und kuschele mich mit Flo in den ihren. Judith hat einen eigenen. Wir sitzen, spielen, lachen und fühlen uns zum ersten Mal, seit wir die Arena betreten haben großartig. Wir sind eindeutig in der Mehrheit und niemand kann uns etwas antun. Von den Karrieros ist nur noch Loreen übrig und sie alleine kommt auch nicht gegen uns vier an. Ich kontrolliere immer wieder den Nachthimmel, um zu sehen, wann es Mitternacht ist und als es endlich so weit ist, ertönt eine Glocke. Judith und Florence nehmen ihre Gasmasken vom Boden. Ich zögere ein wenig, dann gebe ich meine Tom und wir beschließen, sie abwechselnd zu tragen.
Aber kaum berührt sie sein Gesicht, fängt er an zu schreien. Seine Haut wirft Blasen und er versucht, sich die Maske vom Kopf zu reißen. „Das Gas ist IN der Maske!!!", schreie ich und sofort werfen die anderen Mädchen die Masken weit in den Wald. Ich versuche, die Gasmaske von Toms Gesicht zu zerren, aber nichts wirkt. Hilflos muss ich mit ansehen, wie er stirbt.
BOOM, BOOM, BOOM
Zwei andere hat das Gas wohl auch erwischt.
Ich kann nichts anderes denken als daran, wie unheimlich gemein so eine Sache ist. Jemandem Rettung zu versprechen und die dann der Untergang ist. Und wenn ich Tom sterben hätte lassen wollen, wäre ich jetzt tot und nicht er.
Wollte das Kapitol nicht, dass der Stärkere gewinnt? Aber der, der sich die Masken holt ist doch der stärkere??? Völlig verwirrt gingen wir tiefer in den Wald um nicht an der Stelle zu sein, wo bald das Hovercraft Tom abholen würde, damit wir nicht unsere Position verraten.
Still wandern wir weiter, machen zwischendurch Mittagspause. Judith hat ein Kaninchen erlegt; Sie wird mit den Wurfmessern immer besser, seit ich angefangen habe, es ihr beizubringen. Auf einem kleinen Feuer, das nicht raucht – mein Werk – braten wir das Fleisch und gehen weiter. Am Abend läuft Florence gegen das Kraftfeld und wir beschließen, hier zu bleiben.
Die Hymne erklingt und wir sehen, wer durch den Gasangriff gestorben ist. Die Familien von den Jungen aus 6 und 7 und auch Toms Familie werden mit Gasmasken vergast. Die Familie des Mädchens aus 8, diejenige von Toms Verbündeten, wird von einer Wildkatze zu Tode gejagt. Als erstes frisst sie das kleine Baby, das mitten im Gehege sitzt und nicht weglaufen kann. Grausam. Mit dem Gedanken, dass alles nur noch besser werden kann, schlafe ich ein, glücklich, dass es mir und meiner Familie noch gut geht, glücklich, dass ich Verbündete habe und in der Hoffnung, dass es Judy mittlerweile wieder gut geht.
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Tode Tag 6:
Jacob Weseley, Distrikt 6
Louis Shine, Distrikt 7
Lexa Flow, Distrikt 8
Tom Grosso, Distrikt 8
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Die 100sten Hungerspiele
FanfictionZum vierten Jubel-Jubiläum besagt die Karte, dass, als Andenken an die grausamen Blutbade des Krieges, von jedem gefallenen Tribut auch die Familie hingerichtet wird. Des weiteren wird, da das 100ste Jubiläum ja etwas ganz besonderes ist, noch eine...
