Naruto saß unsicher an dem überdimensionalen Tisch, der mit den verschiedensten Leckereien gedeckt war.
Der Magier befand sich an einem Stuhl, direkt gegenüber von ihm und guckte ihn mit einem durchdringenden Blick an, den er leider nicht deuten konnte. Kurz schluckte er, bevor er nach einem Stück Brot griff und es auf sein Teller tat. Eine unangenehme Stille herrschte dabei in dem Saal, der einen so großen Kronleuchter besaß, dass man denken könnte, er würde jeden Moment durch das Gewicht hinunter stürzen.Der Blonde goss roten Wein in seinen Kelch und trank einen kleinen Schluck, um zu Kosten. Gar nicht schlecht, war einer seiner Gedanken. Dennoch entging ihm dieses stechende Starren des anderen nicht, weshalb er bissig meinte: „Würdest du bitte so freundlich sein und mich nicht so angucken?"
„Wie wäre es wenn wir später etwas unternehmen?", entgegnete Sasuke nur grinsend und wartete auf die Reaktion seines Prinzen.
Dieser war verwirrt und hob lediglich skeptisch eine Augenbraue.
„Und was?"„Das werde ich dir noch nicht verraten.", antwortete er geheimnisvoll und erhob sich schwungvoll. Dann lies er einen Diener rufen und flüsterte diesem etwas ins Ohr, was der Blondschopf unmöglich verstehen konnte.
Murrend biss er sein Brot und dachte an seine Familie. Sie mussten sich unglaublich Sorgen machen.. Und genau in diesem Moment bekam er Heimweh und wollte endlich wieder in die eigenen vier Wände. Aber er war sich sicher, dass der Größere ihn auf keinen Fall gehen lassen würde!Er wollte doch zu seinen Eltern...
Seufzend schweifte er ab und blendete seine Umgebung voll und ganz aus. Sogar so sehr, dass er nicht bemerkte, wie der Schwarzhaarige sich von hinten anschlich und seine Arme um Narutos Hals schlang. Erst als Sasukes Haut, seine berührte, zuckte er erschrocken zusammen.
„Über was zerbrichst du dir deinen süßen Kopf?", hauchte er dem Prinz zu und fühlte, wie diesem sich die Nackenhaare aufstellten.In dem Blonden kroch leichte Panik hervor und er fasste an die starken Handgelenke, um den Griff zu lösen. Jedoch hielt er nur schwer atmend inne und musste ein paar Mal blinzeln. Er lies die Berührung nicht zu, wollte das aufkommende Gefühl voller Sehnsucht nicht spüren. Er wehrte sich dagegen, auch wenn er wusste, dass es sinnlos war.
„Lass..mich bitte los.", brachte er heraus.
Doch Sasuke grinste und fuhr mit seiner Hand über seine Brust, die sich immer hektischer hob und sank.„H-Hör auf.", flehte der Uzumaki flüsternd und begann sich in die Umarmung von hinten zu lehnen.
„Ach wirklich?", fragte der Magier und vergrub die Nase in seiner Halsbeuge, um seinen Geruch einzuatmen.Und genau in diesem Moment erklang eine Stimme hinter den beiden.
„Meister..?"
Gereizt knurrte Sasuke und verstand nicht, wieso dieses dämliche Personal sie nicht in Ruhe lassen konnten! Hatten die denn alle keine Augen im Kopf?!
„Was?", fauchte er daher und dachte nicht mal daran, sich aus Höflichkeitsgründen, in die Richtung des Dieners, umzudrehen.„D-D-Der Hexenmeister Gaara ist soeben eingetroffen und verlangt unverzüglich mit Euch zu sprechen.", teilte der Diener ängstlich mit.
Überrascht schnaufte der Schwarzhaarige. Der rothaarige Kerl sollte doch erst in zwei Tagen eintreffen!
„Du kannst ihn zu mir schicken.", brummte der Magier und lies schweren Herzens von Naruto ab, nur um ihm ein letztes Mal noch durch die Haare zu streichen.
„Tut mir leid, mein Prinz, aber ich muss meinen Besuch empfangen.", entschuldigte sich der Dunkelhaarige seufzend und nahm wieder an seinem Stuhl platz.Der Blonde konnte lediglich mit einem Rotschimmer auf den Wangen nicken, dann trat ihm sofort die Frage in den Sinn, wer denn dieser 'Besuch' war und was er hier wollte.
Da hatte er auch schon keine andere Möglichkeit mehr, darüber zu grübeln, denn ein rothaariger Kerl in einem schwarzen Mantel, der bis zum Boden ging, betrat mit einem krummen Rücken den Saal und wirkte sehr düster auf Naruto. In seiner rechten Hand befand sich ein Stab, der einem einzelnen Ast ähnelte und dennoch stabiler aussah. Außerdem stützte er sich mit dem Stab ab, wie eine alte Frau, die kaum noch laufen konnte.

DU LIEST GERADE
Rapunzel, eine etwas andere Liebesgeschichte
FanfictionNaruto Uzumaki, ein Prinz, geht mit seiner Truppe auf die Jagd. Jedoch verläuft alles anders als gedacht und schon bald muss er sich entscheiden, auf welcher Seite er überhaupt steht. Wird er sich für das Gute entscheiden oder doch eher für den dunk...