Kapitel 2

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Nach dem ich fertig gegessen hatte, ging ich in mein Zimmer. Ich wusste nicht genau was ich jetzt machen sollte, also setzte ich mich auf mein Bett und legte mir meinen Zeichenblock auf den Schoß. Eins meiner Hobbys war, zu zeichnen, ich liebe es einfach wie die perfekten Linien, zu einem ganzen perfekten Bild Heranwachsen. Am Liebsten mochte ich Bleistiftzeichnungen, die lagen mir auch besonders gut, aber trotzdem Personen zu malen war immer noch am Besten von allem. Also nahm ich einen Bleistift, mit der Stärke 2B in die Hand und fing an zu Zeichnen. Der Bleistift lag so leicht in meiner Hand, wie eine Feder. Es gab nicht schöneres als Zeichnen dachte ich mir, während sich Linien zu einem Gesicht formten. Es war das Gesicht meiner Mutter, eine Wunderschöne Frau mit ebenfalls, blauen Augen. Ich hatte die Augen meiner Mutter sagten immer alle, was auch stimmte, sie hatte genau die selben gelben Flecken in den Augen, wie ich. Was ich unglaublich schön fand. Aber dann vergewisserte ich mich das ich nie, nie wieder in diese wunderbar, schönen, großen Augen sehen kann. Die Linien zogen sich an ihrem Kinn entlang und ergaben ihre wunderbar, schwarzen Haare. Die hatte ich auch von ihr geerbt, die schwarzen Harre die leicht gewellt und so weich waren. Ich liebte es wenn sie mich tröstete, mich in ihre Haare zu legen und den vertrauten Duft wahrzunehmen. Sie roch immer nach Rosen und einem etwas süßerem Geruch den ich nicht kannte aber liebte. Auch jetzt wieder vergewisserte ich mich das ich diesen Duft nie wieder riechen würde, was mich so traurig machte, dass ich anfing zu weinen. Die Tränen liefen mir einfach die Wangen hinunter, bis sie bei meinem Kinn auf das Blatt tropften und alles verschmierten. Jetzt sah das eventuell, perfekt gewordene Bild nur noch nass und schmierig aus, ich riss es aus dem Block heraus und knüllte es zu einem Ball zusammen. Ich schmiss es durch den ganzen Raum bis es vor der Tür liegen blieb. Es klopfte an der Tür. Ich sagte:" Einen Moment!" Als ich meine Tränen halbwegs getrocknet hatte, machte ich die Tür auf. Vor mir stand der Junge, den ich beim Mittagessen gesehen habe. Er antwortete:" Hi, ich bin Josh. Weißt du wo Mr. Smith ist?" Er sah besser aus als ich dachte und konnte nicht aufhören Ihn anzustarren. "Ehm, ne ich bin heute morgen erst angekommen." Stammelte ich. "Oh, okay trotzdem danke. Ach und alles okay mit dir?" Die Frage traf mich wie der Schlag ins Gesicht, damit hatte ich nicht gerechnet, ob ich wohl rote Augen habe vom Weinen, ich hoffe nicht das wäre nämlich sehr peinlich. " Ähh, ja alles Bestens!" Er ging einfach ohne noch etwas zu sagen aber es war mir egal. Als ich Tür wieder geschlossen hatte, schaute ich auf die Uhr. Es gäbe jetzt eigentlich Abendessen aber ich hatte keinen Hunger, ich wollte am liebsten einfach weiter heulen und mich in meinem Bett verkriechen. Das tat ich auch und schlief irgendwann sogar ein.

Quillcity (Pausiert)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt