4 Tage zuvor
Emma pov.
Als meine verschwommene Sicht sich verschärfte, erkannte ich, dass ich mich in einem durch und durch weißen Raum befand.
Die Wände waren weiß, doch sie sahen nicht weiß gestrichen aus, sondern als wären sie irreal.
Verwirrt drehte ich mich umher, versuchte auszumachen, wo ich mich befand. Meine Augenbrauen zogen sich zusammen. Befand ich mich in meinem alten Zimmer?
Ich schüttelte den Kopf, antwortete mir selbst. Ich war nicht in meinem alten Zimmer, doch ich war definitiv schon hier gewesen.
Langsam und unsicher näherte ich mich einer der Wände, fuhr mein Hand an ihr entlang. Meine Stirn legte sich augenblicklich in Falten; ich konnte die Wand nicht spüren.
Es war beinahe so, als wäre sie nicht da. Sichtlich verwirrt, begutachtete ich die Wand weiterhin, konnte jedoch nichts außergewöhnliches an ihr ausmachen.
Abrupt wandte ich mich von der Wand weg, als ich ein Schluchzen vernahm. Mein Blick fiel augenblicklich auf eine, an der gegenüberliegenden Wand kauernden, Person.
Zögernd ging ich auf die Person zu. Als ich sie erreicht hatte, kniete ich mich langsam vor sie. Kurzes, dunkelblondes Haar stand von dem Kopf des Jungen empor.
Meine Hand legte sich zögernd auf seine Schulter und erst als er aufblickte, erkannte ich ihn. "Niall?", fragte ich, meine Stimme war nicht lauter als ein Flüstern.
Niall blickte mich aus tränenerfüllten Augen an. Seine Augen waren leicht angeschwollen und rot.
"Niall, was ist los?", ich ließ mich vor ihm auf den Boden sinken. Doch Niall wich meinem Blick aus und legte seinen Kopf seitlich auf seinen Arm.
Er antwortete mir nicht, weinte und schniefte lediglich weiter. Meine Finger nahmen unter seinem Kinn Platz und drehten seinen Kopf zu mir.
Seine Augen waren noch immer geschlossen und leise Tränen liefen seine geröteten Wangen entlang. "Niall, was ist passiert?", fragte ich mit ruhiger Stimme.
Seine Augen rissen augenblicklich auf und er starrte mir mit wütendem Blick entgegen. "Ich kann nicht mehr, Emma!", schrie er mir beinahe entgegen.
Ich zuckte zurück, ließ von ihm ab. "Ich kann nicht mehr ohne dich!", fuhr er fort. Augenblicklich bildete sich ein Kloß in meinem Hals.
"Niall, ich-", begann ich, doch er unterbrach mich. "Nein!", rief er. "Ich will es gar nicht hören.", bei diesen Worten war seine Stimme um einiges leiser geworden, doch er schien noch genau so wütend wie zuvor zu sein.
Auch in meinen Augen bildeten sich nun Tränen, die schnell ihren Weg auf meine Wangen gefunden hatten.
Geweckt wurde ich durch meine eigenen Tränen. Ich weinte noch immer, selbst nachdem ich wach geworden war.
Aufrecht saß ich in meinem Bett, war gegen die Rückwand meines Bettes gelehnt, als ich mir wieder und wieder Tränen aus dem Gesicht wischte.
Meine zitternden Hände griffen nach meinem Handy und ich zögerte. Es war zwei Uhr nachts, in wenigen Stunden müsste ich bereits in der Schule sein.
Meine Gedanken schwirrten in meinem Kopf hin und her, als ich an Thomas' Worte dachte. Ich hatte ihm versprochen, ihn anzurufen, wenn es mir schlecht ging. Doch es war mitten in der Nacht, ich konnte ihn nicht wecken.
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Dreaming again • n.h
Fanfiction"Wieso bist du zurück gekommen?", fragte ich. "Wieso? Ich habe nie auch nur ansatzweise aufgehört dich zu lieben, Emma." ----- "A winner is a dreamer who never gave up." -Die Fortsetzung zu "Dreams", ich würde euch also empfehlen dieses zuerst zu l...
