Kapitel 2: Overthinking

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6 Tage zuvor

Emma Pov.

Am nächsten Morgen wachte ich auf, ohne, dass die schrillenden Laute meines Weckers dafür verantwortlich waren. Es war Samstag. Der Tag der Woche, den ich am meisten genoss. Langsam stützte ich mich auf meine Ellenbogen und ließ meinen Blick durch mein Zimmer streifen.

Einige Monate nachdem Niall gegangen war, hatte ich vor mein Zimmer umzudekorieren und da Lena ein größeres Zimmer brauchte, einigten wir uns, dass es einfacher wäre, einfach zu tauschen. Lenas Zimmer war nicht viel kleiner als meins und doch fühlte sich dort alles so neu an.

Ich wollte nicht länger in meinem Zimmer bleiben. Zu viele Erinnerungen störten mich daran, nicht an Niall zu denken. Meine Poster hatte ich alle abgehangen und nicht wieder in meinem neuen Zimmer aufgehangen; das Gleiche galt für die Fotos die ich von meiner Lieblingsband besaß.

Nun prägten Fotos von mir und meinen Freunden meine Wände. Diese Erinnerungen konnten mich immer wieder aufs Neue zum Lächeln bringen, im Gegensatz zu den Erinnerungen an Niall, die mich nur daran erinnerten, dass wir nicht länger zusammen sein konnten.

Einige Sprüche, die mich motivierten, hingen neben den Fotos von meinen Freunden. "Damit du weißt, dass du weiter machen musst.", hatte Bea gesagt, und mich beinahe gezwungen einige Sprüche an meine Wand zu hängen. Ich war froh, dass sie so darauf bestanden hatte. All die Fotos, die an meiner neu gestrichenen Wand hingen, machten mich glücklich und motivierten mich.

Ich seufzte als ich mich wieder zurück in mein Kissen fallen ließ. Ich hatte auch ein Foto von Niall und mir ausgedruckt, doch an meiner Wand hing es nicht. Ich könnte es nicht ertragen, es den ganzen Tag sehen zu müssen, doch ich brauchte es. Ich brauchte es, als Beweis, dass es wirklich passiert war und, dass ich mir das alles nicht nur eingebildet hatte.

Meine Augen schlossen sich kurz und ich schüttelte den Kopf, versuchte erneut den Gedanken, nicht mit ihm zusammen zu sein können, zu verdrängen. Die nächste halbe Stunde verbrachte ich an meinem Handy. Ich war lange Zeit nicht auf meinem Twitter Account gewesen, doch nachdem ich Fotos von Niall und einem anderen Mädchen gesehen hatte, bereute ich es, dieses soziale Netzwerk überhaupt zu nutzen.

Erneut schloss ich meine Augen um mögliche Tränen zu verhindern. Das war es, was ich für ihn wollte. Ich wollte, dass er einen Neuanfang machte, sich neu verliebte und glücklich war. Und trotzdem zerbrach ich bei dem Anblick dieser fast unscheinbaren Bilder. Es waren nur Bilder, auf denen Niall bei einem Mädchen war. Sie küssten sich nicht einmal.

In jeder anderen Situation wäre ich ruhig geblieben, hätte ihm für sein Glück gratuliert. Doch es war etwas anderes, nachdem ich mit ihm zusammen gewesen war. Für einen kurzen Moment gab ich mich den Erinnerungen an ihn hin. Ich erinnerte mich an den Moment, in dem er mich das erste Mal geküsste hatte. Ich dachte an Momente, in denen er mich hielt und ich mich sicherer denn je gefühlt hatte.

Ich dachte an Augenblicke, die genau das waren, für was sie bekannt waren. Es waren Momente, die, wie es sich anfühlte, innerhalb eines Wimpernschlages vergangen waren.

Ein weiterer Seufzer verließ meine Lippen bevor ich mich aufraffte, aufzustehen. Samstag. Mein Lieblingstag. Der Tag, den ich mir grade mit meiner Neugierde selbst schlechter gemacht hatte, als er hätte sein müssen.

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"Denkst du, es war dumm, was ich getan habe?", platzte ich plötzlich heraus. Meine Worte passten nicht einmal in den Zusammenhang unserer vorherigen Konversation.

Thomas drehte seinen Kopf abrupt zu mir, obwohl er sich besser auf die Straße konzentrieren sollte. "Was bitte meinst du?", entgegnete er.

Er trat auf die Bremse als die Ampel von gelb auf rot schlug. Mein Blick glitt aus dem Fenster, doch ich fokussierte ihn auf nichts. "Das mit Niall,", fing ich an, mein Blick lag nun auf meinen Händen, die in meinem Schoß Platz fanden.

Dreaming again • n.hGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt