1 Tag zuvor
Emma pov.
Die selben weißen Wände. Der selbe Raum. Und es schien, als wäre es auch der gleiche Traum. Doch natürlich wusste ich, dass es nicht der gleiche Traum war. Ich konnte ahnen, dass diesmal andere Schmerzen folgen würde, nachdem ein weiteres viertel der weißen Wände erreicht war.
Ich hatte das Muster erkannt, mich welchem meine Träume mich zu foltern schienen. Es fühlte sich wie ein Count-Down zu meinem völligen Zerbrechen an. Ein Count-Down, bis zu dem wirklichen, realen Schmerz.
Doch ich wusste auch, dass ich nicht so einfach einknicken konnte. Ich würde stark bleiben und mich nicht dem schon bekannten Schmerz und den Depressionen hingeben.
Aus diesem Grund, setzte ich mich auf den, ebenfalls weißen, Boden und wartete. Nach kurzer Zeit begann die mir bekannte, schwarze Farbe die Wände hinunter zu laufen. Ein Viertel war erreicht. Dann die Hälfte. Schließlich, als die Farbe das dritte Viertel erreichte, machte sich der Schmerz in meinem Kopf bemerkbar.
Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich mich auch an diesen gewöhnt hatte. Aber das hatte ich nicht. Es war jede Nacht eine neue Art von Schmerz; den Unterschied konnte ich jedoch nicht beschreiben. Es schien, als würde der Schmerz mit verschiedenem Dröhnen auftreten.
Doch anstatt, dass ich wie die vorherigen Nächte Nialls Stimme hörte, die mir alles vorwarf, was ich getan hatte, stoppte der Schmerz in meinem Kopf nach Kurzem. Die Augen, die ich zuvor schmerzerfüllt geschlossen hatte, öffnete ich wieder und erfuhr sobald eine ganz neue Art von Schmerz.
Der zuvor leere Raum war nun eingerichtet. Es war Nialls Raum. Doch das war nicht das, was das unangenehme, leere Gefühl in meinem Bauch und den Stich in meinem Herzen auslöste. Es war Niall, der mit mir vor seinem Bett stand. "Damit du weißt, dass mein Herz dir gehört, egal wie weit wir voneinander entfernt sind.", hörte ich ihn sagen.
Es war, als würde ich diese Erinnerung im Fernseher sehen, denn ich sah mich selbst, wie ich nach diesem Satz grinste und kurz darauf die mir angelegte Kette zwischen meinen Fingern gleiten ließ. Kurz darauf ließen Niall und "Ich" uns auf sein Bett fallen und küssten uns innig. Ich spürte alles, was ich schon zuvor gespürt hatte, doch ich wollte es nicht spüren; ich wollte es verdrängen.
Meine Augen schlossen sich, als eine Träne meine Wange hinunter lief. Als ich sie wieder öffnete, befand ich mich in meinem alten Zimmer und sah Niall und mich auf meinem Bett sitzen. Es war der Tag, als wir uns das erste Mal geküsst hatten. Ich wandte meinen Blick schmerzerfüllt von den Geschehen ab, doch ich konnte nicht vor meinen Erinnerungen fliehen.
Auch als ich meine Augen geschlossen hielt, drangen Erinnerungen zu mir durch. Ich hörte Niall sagen, dass er mich liebte. Ich hörte uns streiten, ich hörte uns lachen und ich wusste, dass ich all dies einfach weggeschmissen hatte.
Ich ließ mich auf dem Boden nieder, legte meine Arme auf meine Knie und weinte vor mich hin, während weitere Erinnerungen durch mein Gedächtnis flossen. "Ich hab's verstanden." flüsterte ich, nicht ganz wissend, mit wem ich redete. "Aber was soll ich denn tun?", fragte ich, doch natürlich erhielt ich keine Antwort.
"Emma." Ich vernahm Thomas' Stimme nur leise, doch ich war augenblicklich wach. "Danke.", flüsterte ich, während er mir meine Tränen von meinen Wangen strich. "Ich hätte es da nicht noch viel länger ausgehalten.", erklärte ich. Er nickte nur stumm als Antwort und zog mich noch näher an sich ran.
Eine meiner Hände suchte nach seiner. Als seine Finger schließlich zwischen meine glitten, drückte ich seine Hand sanft und entspannte mich dann aufgrund seiner ruhigen Atmung.
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Dreaming again • n.h
Fanfiction"Wieso bist du zurück gekommen?", fragte ich. "Wieso? Ich habe nie auch nur ansatzweise aufgehört dich zu lieben, Emma." ----- "A winner is a dreamer who never gave up." -Die Fortsetzung zu "Dreams", ich würde euch also empfehlen dieses zuerst zu l...
