3 Tage zuvor
Emma pov.
Weiße Wände umgaben mich. Schon wieder. Sie schienen noch genau so irreal zu sein wie in der Nacht zuvor, doch es hatte sich etwas geändert.
Ich wusste nur nicht, was. Meine Stirn legte sich in Falten als ich mich um mich selbst drehte, versuchte dabei die Veränderung zu finden.
Und nach kurzer Zeit wusste ich auch, was es war. Es war schwarze Farbe, die von der Decke aus begann die Wände hinunter zu laufen.
Ich legte den Kopf schief und sah dem Geschehen verwirrt zu. Die schwarze Farbe lief einige Zeit, doch nachdem sie circa ein Viertel der Wand hinuntergelaufen war, kam sie zu einem Halt.
Ungefähr zeitgleich machte sich ein unerträglicher Schmerz in meinem Kopf bemerkbar, breitete sich ohne Vorwarnung immer weiter aus. Doch der Schmerz war nicht das einzige, was in meinem Kopf zu dröhnen begann.
Es waren Stimmen, die ich zuerst leise, doch dann immer lauter, vernahm.
"Sie hat mich einfach vergessen.", sprach eine Stimme im inneren meines Schädels, doch für mich war dieser normale Ton mit einem Schrei vergleichbar.
Meine Augen schlossen sich sobald ich die Stimme vernahm. Wellen von Schmerz bahnten sich ihren Weg in meinen Kopf, breiteten sich solange aus, bis es kaum noch zu ertragen war.
"Das hat sie nicht.", vernahm ich eine weitere Stimme. "Doch! Sie hat mich einfach so alleine gelassen. Ich habe ihr rein gar nichts bedeutet!", schrie die erste, mir vertraute, Stimme. Es war Niall.
"Sie hat mich wie Dreck behandelt, das kann keine Liebe sein.", fuhr er fort. Mit jedem Wort verstärkte sich der Druck in meinem Kopf und ich sank schmerzerfüllt auf meine Knie, die Hände fest an die Ohren gepresst um jegliches Geräusch auszublenden.
Doch jeder Versuch mich von den Qualen dieser Worte und dem Schmerz zu befreien blieb vergeblich. Tränen bahnten sich ihren Weg auf meine Wangen und ein schmerzerfüllter Schrei verließ meine Kehle.
"Stop!", schrie ich, doch auch meine Stimme trug zu dem Schmerz in meinem Kopf bei. Verzweifelt ließ ich meinen Körper auf den Boden sinken, die Knie an die Brust gezogen und die Hände noch immer an die Ohren gepresst. "Stop, bitte!", rief ich erneut.
"Emma!", erweckte mich eine Stimme. Mein Körper schoss vorwärts womit ich nun aufrecht in meinem Bett saß. Augenblicklich spürte ich Thomas' Arme, die sich von hinten um meinen Oberkörper schlungen um mich ruhig zu stellen.
Noch immer gefangen in meinem Traum, schlug ich um mich, versuchte mich aus dem Traum zu befreien, obwohl ich schon längst wach war.
Thomas' Hände fingen meine und pressten sie an meinen Oberkörper. Noch immer hektisch atmend begann ich langsam mich in Thomas' Griff zu entspannen.
Es vergingen nur Sekunden bis ich schlapp in seinen Armen lag, völlig erschöpft von den Ereignissen dieser Nacht. Meine Augen fielen fast schon wieder zu, als Thomas eine seiner Hände von meinen löste und einige Haarsträhnen aus meinem Gesicht strich.
"Ich bin hier, Baby. Nichts kann passieren, ich bin hier.", flüsterte er beruhigend, während er unsere Körper leicht hin und her wiegte. Als Antwort nickte ich nur schwach und drückte die Hand, die noch immer in meiner lag.
-
Erschöpft schlich ich ins Bad, nachdem Thomas unzählige Male versucht hatte, mich zu wecken. Im Bad erblickte ich mein müdes Gesicht, meine Augen waren von einem leichten Blauton untermalen, die Augenringe schienen sich jede Nacht zu verstärken.
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Dreaming again • n.h
Fanfiction"Wieso bist du zurück gekommen?", fragte ich. "Wieso? Ich habe nie auch nur ansatzweise aufgehört dich zu lieben, Emma." ----- "A winner is a dreamer who never gave up." -Die Fortsetzung zu "Dreams", ich würde euch also empfehlen dieses zuerst zu l...
