Sam:
Wir liefen schon seit vier Stunden durch den Tannenwald und jeder Winkel sah gleich aus. Ich stapfte hinter Viola her die unentwegt plapperte und anscheinend genau wusste wie der Weg war. "Als ich klein war dachte ich immer die Bäume könnten sprechen weil sie so seltsam geraschelt haben. Ich fand das Klasse weil kein andere mit mir redete", rief sie nach hinten und ich verdrehte die Augen. "Schön", murmelte ich und schaute in den Himmel. Ich musste feststellen das es bald schneien würde denn über uns bauschten sich riesige Wolken zusammen. "Wir sollten etwas suchen in dem wir vor dem Wetter geschützt sind", meinte ich und das Mädchen vor mir drehte sich um. "Ein paar hundert Meter weit von hier ist ein alte Jagdhütte die Peets Urgroßvater mal gehört hat. Das Teil ist schon am zerfallen aber das Wohnzimmer hat noch das meiste vom Dach übrig", sagte sie und ich seufzte erleichtert. Meine Füße brannten bereits und mir war mittlerweile sau kalt. "Glaubst du sie suchen nach uns?", fragte sie und ich zuckte mit den Achseln. "Ich würd mal davon ausgehen", murmelte ich und wir gingen weiter. Viola hielt auch endlich mal die Klappe. Es wurde immer dunkler und das Lag sicher nicht daran das es schon spät war. "Vonwegen ein paar Hundert Meter. Wir sind jetzt schon mindestens nochmal eine Stunde gelaufen", stöhnte ich und Viola stöhnte genervt. "Du hörst dich an wie ein quängelndes Baby", murrte sie und ich rümpfte die Nase. In diesem Moment schwebte eine einzige Schneeflocke zu Boden und schmolz auf meinem Stiefel. In weniger als einer Minute kämpften wir uns durch einen ausgewachsenen Schneesturm und ich konnte Viola nurnoch dank ihrer pinken Haare erkennen. "Da vorne ist die Hütte", brüllte Sir und ich hätte vor Erleichterung beinahe gejubelt. Der Schnee lag meterdick als wir uns in das Innere retteten. "Wie um alles in der Welt hältst du es jeden Tag in der Kälte aus?", fragte ich als ich mich auf das verstaubte Sofa fallen. "Man gewöhnt sich natürlich daran", lächelte Viola und setzte sich neben mich.
Simon:
Ich stand mit dem Rücken an die Wand gelehnt und beobachtete durch die Glaswand wie Fury die Peet verhörte. Der saß auf seinem Stuhl, die Hände in den Handschellen und ein sau blödes Grinsen im Gesicht. Fury wurde zusehend genervter und es sah so aus als würde er den Typen am liebsten krankenhausreif prügeln. "Ich kann doch mal versuchen was aus ihm raus zu quetschen", Hero stand neben mir und ich konnte spüren wie sehr er kochte. "Ich glaub das wäre keine gute Idee. Du würdest warscheinlich viel mehr als nur Antworten aus ihm raus quetschen", meinte sein Cousin und ich grinste. In dem Moment ging die Tür auf und Thomas Vater verließ das Verhörzimmer. Kaum war er weg schlich sich sein Sohn um die Ecke. "Hey was machst du denn hier unten?", fragte ich ihn und er warf mir ein geheimnisvolles Lächeln zu. Dann verschwand er hinter der Tür.
Thomas:
"Du bist Peet richtig?", fragte ich den blonden Jungen der mich abschätzend ansah. "Mein Name ist Thomas Fury und ich bin der Sohn von dem Pirat der dich gerade befragt hat", sagte ich und ließ mich auf den Stuhl ihm gegenüber plumpsen. "Ich habe nicht nach deinem Namen gefragt", giftete Peet und ich hörte deutlich seinen russischen Dialekt, aber da war noch etwas anderes in seiner Stimme. "Das ist mir aufgefallen", ich grinste ihn breit an. Er erinnerte mich an ein bockiges Kleinkind. "Also entweder du erzählst mir wo Samuel Rogers sich aufhält. Oder ich breche dir jeden einzelnen Knochen in deinem mickrigen Körper und hole mir meine Antworten einfach aus dir heraus. Weißt du mein Vater steht vielleicht nicht auf Folter beim Verhör. Aber manchmal geht es wohl einfach nicht anders hab ich recht?", ich strahlte ihn an und legte den Kopf schief. Das selbstgefällige Grinsen auf seinem Gesicht verschwand bei meinen Worten und ich beugte mich langsam zu ihm hinüber, dann sagte ich völlig erst: "Rede". Peet schüttelte den Kopf und ich seufzte: "Zu Schade!" Ich packte seinen Finger und drehte ihn bis er aus seinem Gelenk sprang. Der Spagel schrie auf und ich ließ ihn los. "Rede". "Nein", wieder ertönte ein knacken. Ich hasste es so etwas tun zu müssen. Aber Sam war einer meiner Freunde und der einzige in diesem wilden Haufen mit dem man anständig reden konnte. "Rede", sagte ich und drehte seinen kleinen Finger. "Oke Stop ich rede!", der russische Dialekt war verschwunden und jetzt hörte ich deutlich welche Abstammung er hatte. "Ja? Das ist gut", lächelte ich behielt aber seinen Finger im Griff. "Wir haben ihn nach Russland auf eine Bergstation im Uralgebirges. Dreihundert Kilometer von Perm entfernt", keuchte er und ich nickte nachdenklich. "Schön das wir geredet haben. Bevor ich gehe könntest du mir vielleicht noch sagen wie du wirklich heißt Peet Vancouver?", fragte ich und der Verhörte riss den Kopf hoch. Ich zog die Augenbrauen nach oben und wartete. Peet schaute mich eine Weile stumm an dann schluckte er und murmelte in perfektem Deutsch: "Mein Name ist Manuel Schmidt".
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The Avengers - Next Generation 2
FanfictionSeid den drei verrückten Professoren ist Ruhe eingekehrt. Die neuen Avengers sind bereits erwachsen und haben ihren Schulabschluss hinter sich. Aber eine neue Herausforderung steht bevor der sie sich stellen müssen. Sind sie dem gewachsen?Wir werden...