Ich weiß sie sind kurz und ja, ich könnte mich selbst dafür treten. Aber besser ein kurzes als gar keins oder?
~Ocean Blue
Narben
- 17 Uhr-
Schritten hallen durch den Keller des Hotels. Unsere Schritte. Stimmen ertönen und erlöschen, nach einem kurzen Pscht. Unsere Stimmen. Schatten bewegen sich über die Wände, flackerten im Schein der spärlichen Beleuchtung. Unsere Schatten.
Ich gehe voran, zeige ihnen den Weg zu einem kleinen Raum. Die Tür kann man nur schwer erkennen, sie scheint als würde sie mit der Wand verschmolzen sein. Aus meiner linken, hinteren Jeanstasche fischte ich einen Dietrich heraus und steckte ihn in das Schloss. Nach mehrmaligem herumrütteln und fluchen, bekam ich schließlich die Tür auf, ohne rohe Gewalt anzuwenden. Hinter der Tür verbirgt sich ein kleiner Raum. Erleuchtet durch eine einzelne Lampe. In der Mitte steht ein Tisch um den 7 Stühle angeordnet sind. Eigentlich wird der Raum, als Aufenthaltsraum vom Personal genutzt, aber das ist beschäftigt für die nächste halbe, bis Stunde.
Krachend fiel die Tür ins Schloss und ich schrecke auf. Böse sehe ich Meliss an, die mir nur einen unerbittlichen, eiskalten Blick schenkt und sich elegant auf einen Stuhl fallen lässt. Die anderen armen es ihr nach. Ich stelle mich an das Kopfende und sah alle einzeln an. „Ihr kennt euren Auftrag?“, einstimmiges nicken. „Ihr kennt den Preis, den wir eventuell zahlen müssen?“, wieder nur ein nicken. Keiner von uns hat Angst vor dem Tod. Jeder kennt ihn und jeder hat ihn auch schon einmal gesehen. Doch niemand hat ihn gefühlt. Nicht so wie ich.
Niemand von ihnen hat die eisige Kälte gespürt, die sich langsam ins Herz frisst.
Niemand von ihnen hat das Feuer gespürt das nun nur noch durch eine kleine Narbe erkennbar über eine Diagonale an meinem Rücken entlang lief.
Niemand von ihnen hat gefühlt wie es ist Hilflos zu sein und zu zusehen, wie das Leben aus einem heraustropft. Tropfen für Tropfen.
Und niemand von ihnen musste es ertragen, an einer Mission zu scheitern.
Ich das Glück, dass sie mich nach 3 Monaten Krankenhaus, wieder bei den „Angels“ aufnahmen. Versteht mich nicht falsch. Es wäre bestimmt schön ein Leben ohne Todesgefahr zu Leben. Mit Mann und Kindern. Aber „Angel“ war mein Leben und wird es auch immer sein.
Dumpf prallten meine Handballen auf den eisernen Tisch. „Ich weiß ihr seid ausgebildet, doch dies ist keine einfache Spionage Einheit. Hier müsst ihr einen Menschen mit eurem Körper schützen. Ihr müsst immer in seiner Nähe sein. Fehler sind unerwünscht. Bericht Erstattung bitte immer jeden zweiten Tag abgeben und das auch nur in der Nacht. Konzentriert euch nur auf eure Person. Doch wenn sie etwas ahnt habt ihr Verloren. Seht es als ein Spiel an. Ein Spiel auf Leben und Tod. Es ist wie Hide and Seek. Und das Spiel hat gerade begonnen.“, damit entließ ich sie. Nach einander gehen sie alle. Erst Hope, dann Victoria zum Schluss dann auch noch Pia und ich bin allein. Allein mit meine Gedanken und der Narbe, die mir beinahe das Leben kostete.
//Flashback//
Ich hatte mich hinter einer Tonne versteckt in der Giftige Stoffe lagern. Radioaktive Stoffe. Langsam rutsche ich hinter einen Container. „ Ich weiß das du hier bist. Ich kann dich hören.“, die kratzige Männerstimme war ganz nah bei mir. Schnitt mir wie ein Messer ins Fleisch. Leise fluchend sank ich am Container zusammen. Er wusste wo ich war. Da spürte ich es, mein Tod ist nah. So nah das ich ihn auf meiner Haut als einen kühlen Lufthauch spüren konnte. Etwas silbernes Blitzte im Schein einer der vielen Laternen hier am Pier auf. Er war sehr nah, zu nah.
Wie von Sinnen sprang ich auf und warf mich auf den Schatten. Doch ich griff nur in die Luft. Ein Lachen ertönte, heiser und kratzig. „ Vorbei. Kätzchen.“, die Stimme war genau vor mir. Scheiß Licht. Kopflos stürmte ich auf ihn zu, die Panik hatte mich gepackt, die Angst rinnt mir den Rücken hinab. Wenn ich so wie so sterbe, kann ich auch noch kämpfen. Diesmal bekam ich seinen Arm zu fassen, doch es brachte mir gar nichts, denn er hatte mich mit einem, mir unbekannten Griff, den Arm auf den Rücken gedreht und drückte mich nun gegen einen der Container. Das kalte Metall, fraß sich in meine Linke Wange, durch meine Jeans und den enganliegenden Pullover.
„So meine Süße. Du hast uns ganz schön Ärger bereitet. Du und dein Partner, doch den konnten wir ja Gott sei Dank eliminieren.“, flüsterte er mir leise ins Ohr. Meine Augen brannten, als ich an Patric dachte. Meinen Partner. Doch es kamen keine Tränen. Ich kann nicht mehr weinen.
„und nun bist du dran. Bereit zu sterben Kätzchen?“, langsam legte er ein kaltes Metall auf mein linkes Schulterblatt und drückte leicht. Ein scharfer Schmerz blitzte auf und blieb. Quälend langsam zog er das scharfe Metall über meinen Rücken, bis zur rechten Hüfte. Er drückte das Messer bestimmt drei Zentimeter in die Haut und blutige Tränen flossen über meine Haut. Doch ich hatte nur die Lippen zusammen gepresst. Ich bin eine Kämpferin. „Oh, wie mutig du doch bist. Grüß deinen Partner, wenn du in der Hölle schmorst.“, gehässig lachte er und ließ mich los. Meine Beine sackten weg und ich fiel einfach um. Dumpf prallte ich auf dem Boden auf. Kälte fraß sich in mein Herz. Gleich werde ich sterben.
Ich hörte nur noch wie sich Schritte entfernten.
Mehrmals versuchte ich mich aufzurappeln, doch es wollte nicht klappen. Immer wieder zog ein Schleier vor meine Augen.
Der Communicator! Natürlich! Und mit letzter Kraft schickte ich einen Notruf mit meinen Koordinaten zu „Angels“. Danach spürte ich gar nichts mehr. Der Communicator fiel zu Boden und mein Kopf schlug auf dem Boden auf.
//Flashback Ende//
Ich schrecke aus meinen Gedanken und mache mich auf den Weg nach Oben.
Keine Zeit für Gefühle. Keine Zeit für Angst. Keine Zeit für das Leben.

DU LIEST GERADE
Angels in Sneakers- Leben um zu sterben //Beendet
FanficJeder würde für seine Liebsten sterben. Für sie leiden und alles geben, was man hat. Doch genau da ist das Problem. Ich kenne die Leute nicht, die ich beschütze. Nie habe ich sie persönlich getroffen und irgendwann muss ich für einen von ihnen mein...