2-alone

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Frustriert ließ ich mich nach hinten fallen, was ich jedoch gleich bereute. Ich fiel auf eine Wurzel und stieß mir den Kopf. Stöhnend rieb ich mir die schmerzende Stelle und hoffte, dass es keine Beutel geben würde. Während ich mich langsam, an dem Baum abstützend, aufrichtete, zog ein kleiner Beutel meine Aufmerksamkeit auf sich. Vorsichtig, mit kleinen Schritten, bewegte ich mich zu ihm und bückte mich um ihn aufzuheben. Ich fand heraus, dass ein wenig Brot, zwei Äpfel und Wechselkleidung darin waren, nachdem ich mühsam den festgezogen Knoten geöffnet hatte. Den großen Hunger bemerkte ich erst jetzt, also riss ich mir ein großzügiges Stück vom Brot ab und biss einmal hinein.

Nachdem ich mein zerrissenes Kleid durch ein kurzärmeliges Oberteil mit Jacke und einer Hose ausgetauscht hatte, wollte ich mich hinsetzen, doch ein leises Knacken ließ mich aufschrecken. Widerwillig drehte ich mich langsam in Richtung des Geräusches und mir sprang ein ziemlich großer Fuchs ins Auge. Ein orangenes Tier in mitten von einer schneebedeckten Landschaft war nicht wirklich schwer zu entdecken. Erschrocken wich ich zurück und stieß gegen den Baum hinter mir. Seine unnatürlich grünen Augen starrten mich an und er begann vorsichtig sich auf mich zuzubewegen. Als er keine zwei Meter von mir entfernt war, hob ich schützend meine Arme vor mich, als könnte mich das beschützen.

"Geh weg, geh weg, geh weg, geh weg", flüsterte ich ängstlich vor mich hin. Plötzlich schreckte der Fuchs zurück und an der stelle, an der gerade noch gestanden hatte, blitzte ein violetter Schimmer.
Ungläubig schaute ich abwechselnd auf den glühenden Schnee, dann auf meine kribbelnde Hand, auf der sich ein kleiner Funke seinen Weg zwischen meine Finger bahnte und dann verschwand . Ich blickte verdutzt auf  die Glut, die sich noch im gleichen Moment unter meinem Blicken ein kleines Feuer verwandelte, welches die komplette Lichtung in ein lilanes Licht tauchte.

Was um alles in der Welt war hier los?!

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