One Night Stand |Part 2|

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Plötzlich waren wir uns nah. Sehr nah. Viel zu nah.

Und das Schreckliche dabei? Diese Nähe gefiel mir und seine Lippen raubten mir den Atem.

Er kam mir näher und ich schloss meine Augen und plötzlich wurde mir klar, dass ich mich wirklich zu ihm hingezogen fühlte.
Aber wie konnte ich mich zu jemanden hingezogen fühlen, den ich bis vor ein paar Minuten noch verabscheute?
Plötzlich räusperte er sich und wich zurück.

Es herrschte eine unangenehme Stille zwischen uns, bis wir zum Parkplatz gelangt sind.

Unsere Wege trennten sich, ich nahm an er musste etwas von seinem Auto holen.
Ich wollte gerade in mein Auto einsteigen als ich er etwas sagte:,, Es tut mir leid-" Er ging sich mit den Händen durch die Haare:,,-sie hatten Recht."
Ich war zum zweiten Mal perplex als er auf mich zu kam.

,,Könnte ich das wieder gut machen? Auf ein Kaffee irgendwann?"
Ich überlegte, wieso eigentlich nicht.
Ich zückte schnell mein Handy und öffnete die Kontakte. Ich reichte ihm mein Handy und sagte:,,Speichern sie sich ein."

Er grinste und während er seine Nummer einspeicherte sagte er:,,Sollte ich nicht eigentlich nach Ihrer Nummer verlangen?"

Ich zog kurz meine Augenbrauen hoch:,,Zum zweiten Mal Pech gehabt."

Er gab mir mein Handy wieder und trat ein paar Schritte zurück.
,,Gut dann? Man sieht sich."

Ich steckte mein Handy in die Tasche, öffnete die Beifahrertür und schmiss meine Tasche rein.
Meine Hand schon am Griff, um in das Auto zu steigen, schaute ich mich nochmal um. Wieso hinterließ das alles ein komisches Gefühl in meiner Magengrube?
Ich hatte mich doch etwa...?
Nein. Niemals. Ja, vielleicht waren seine Augen schön und seine Haare und seinen Körper und...
Plötzlich blieben meine Augen wieder an ihm hängen. Irgendwie stand er immernoch an der selben Stelle wie vorhin.
Wir schauten uns in die Augen und dann sagte er etwas von dem ich nie gedacht hätte er würde es sagen.
,,Ach, Scheiß drauf!"

Er lief die paar Schritte wieder auf mich zu, nahm meine Hand, presste mich gegen mein Auto und drückte seine Lippen fordernd auf meine.

Ohne zu überlegen erwiderte ich den Kuss und plötzlich öffnete ich die Hintertür und schon waren wir auf meinem Rücksitz.

Er wich von meinen Lippen zu dem Hals und ich zog ihm seinen Kittel aus.

,,Lucas" sagte er als er an meinem Ohr ankam. Ich stockte und runzelte die Stirn. Als er mein Gesicht sah ergänzte er:,,Mein Name, ich glaube wir wollen uns jetzt nicht siezen."

Ich nickte kurz:,,Melissa."

Und dann passierten in den nächsten Minuten das, was mir eigentlich peinlich sein sollte, aber aus irgendwelchen Gründen war es mir ganz und garnichts peinlich war.
Ja, die ersten zwei Wochen waren schlimm für mich, weil ich immer dachte, wie blöd man nur sein konnte, sich in den One Night Stand zu verlieben.

Jetzt allerdings, der Mann meiner Träume mir gegenüber in unserem Stammkaffee, zwei Jahre später war es weder peinlich noch blöd, sondern einfach nur toll.

Ich grinste, hob meinen Kaffee nach oben und sagte:,,Auf uns. Das meine Mutter dich in zwei Jahren immernoch als ihr zukünftiger Schwiegersohn verehrt."

Er schaute mich an und sagte:,,Auf dich, Mel und auf unsere Liebe."

Ich verdrehte die Augen:,, Ich liebe dich, aber lass dieses Romantische, dir steht sexy besser."

traumfaaengerin
- It's a wrap
Ich fand sowas mal irgendwie nice..

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