Tick, Tack, Tick, Tack – endlos wiederholt sich das laute Ticken in meinem Ohr. Ein vertrautes Geräusch, welches mir zeitgleich fremd erscheint. Ein Wärmeschauer von Geborgenheit prickelt in mir, doch die Furcht vor dem Unbekannten weicht nicht.
Tick, Tack, Tick, Tack – der Zeiger wandert schnell über das Ziffernblatt. Die silberne Kette der kleinen Uhr klimpert melodisch, als sie auf der dunkelhölzernen Tischplatte auftrifft.
Tick, Tack, Tick, Tack – Der Laut, wie eine Stimme in meinem Ohr. Ein leises Wispern, ein unbemerkbarer, kalter Windhauch, der zart meine Haut streift.
Tick, Tack, Tick, Tack – dann das Ertönen von gewohnten, aber beängstigenden Worten: „Verfalle in eine Trance – schlaf!"
~
Ich reiße die Augen auf, fahre erschrocken hoch. Eine Schweißschicht liegt auf meiner Haut. Deutlich fühlbar brennen die Schweißperlen in meinem Nacken und der rasselnde Atem hinterlässt ein Stechen in meiner Lunge. Mein Herz pumpt viel zu schnell Blut durch meinen schwachen Körper.
Mit dem Handrücken fahre ich über mein Gesicht, wische mir die Schweißnassen Haare aus der Stirn. Allmählich realisiere ich, dass ich mich im Ruheraum von NCT 127u befinde und ich lediglich geträumt habe. Obwohl der Alptraum mir nicht sonderlich schlimm vorkommt, scheint mein Körper dies anders zu empfinden. Unheimlicher ist mir die Frage, wie ich hierher gelangt bin.
Langsam erhebe ich mich mit zitternden Knien. Mir ist auf einmal furchtbar kalt, aber unterdrücke den Drang die Arme eng um meinen Körper zu schlingen.
Vorsichtig schiebe ich die Tür auf und blicke auf die sich hebenden Köpfe. Bis auf Ten und Taeyong, die vermutlich auf einer Mission sind, sitzen alle an ihrem Schreibtisch. Da selbst Mark anwesend ist, muss bereits Nachmittag sein. Eine Feststellung, die wieder einige Fragen aufwirft. Heute hätte ich doch in der Früh mit Arbeiten beginnen sollen.
„Wie bin ich hierhergekommen?" Verblüfft sehe ich in die Runde, bemerke in manchen Gesichtern meiner Arbeitskollegen ein unterdrücktes Grinsen.
„Bekifft", schmettert mir Mark trocken entgegen. Meine Augen weiten sich prompt. Innerlich rufe ich verzweifelt aus, dass das nicht geschehen sein darf. In diesem Augenblick erinnere ich mich an den blauen Rauch, an den Mann mit der Gasmaske und wie ich durch den Wald rannte, mehr ist mir nicht geblieben – was mich äußerst beunruhigt, da ich unter Drogeneinfluss sicherlich einige sinnesfreie Aussagen von mir gegeben haben muss.
„Sagt mal", ich druckse unsicher herum, umklammere dabei den Türgriff fester, der noch immer in meiner Hand liegt, „habe ich mich sehr bescheuert angestellt?"
„Laut den Erzählungen ja", Doyoung grinst mich mitleidig an. „Sei froh, dass es niemanden außerhalb unserer Abteilung mitbekommen hat." Die Anderen sind so gnädig darüber zu schweigen, selbst wenn ich einigen deutlich ansehen, dass sie mein Drogengerede gerne wiedergegeben hätten. Seufzend setze ich der Folter der Türklinge ein Ende, indem ich sie loslasse und schleife mich zu meinem Schreibtisch hinüber. Förmlich kann ich die Blicke ihrer auf meinem Körper fühlen.
„Dieses Mal haben sie mich nicht wieder entführen können", verkünde ich ihnen die einzige erfreuliche Nachricht dieses Tages. „Zwar haben sie scheinbar herausgefunden, wo sich NCT befindet, mich aufgespürt und es wieder geschafft mich in einer ihrer Fallen zu locken. Ich kann noch immer nicht genau sagen, wie oft die mich betäubt haben." Ich vergrabe das Gesicht in meinen Handflächen, um meine wärmer werdenden Wangen zu verbergen. Ich schäme mich für meine Unfähigkeit den Fallen zu entfliehen, geschweige denn sie zu bemerken.
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Blue Smoke
Fanfiction"Tick, Tack, Tick, Tack - der Zeiger wandert schnell über das Ziffernblatt. Die silberne Kette der kleinen Uhr klimpert melodisch, als sie auf der dunkelhölzernen Tischplatte auftrifft. Tick, Tack, Tick, Tack - Der Laut, wie eine Stimme in meinem O...
