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Sixth Hour

Die Sonne ging auf, Oliver lag noch immer auf dem Bett. Noch immer starrte er leblos an die Decke. Noch immer suchten ihn seine Gedanken heim.

Noch immer fand er keine Ruhe. Noch immer wollte er nicht mehr alleine sein. Noch immer vermisste er Dean. Noch immer fragte er sich, warum ihm sowas passieren musste? Warum ausgerechnet dem dunkelblonden Schönling aus dem Nachbarzimmer?

Oliver verstand den Tod nicht. Er wollte es auch nie. Er wollte nie dem Tod freiwillig begegnen, nun wo seine Motivation zum Lachen fort war, war er sich da nicht mehr so sicher.

Er dachte nicht, dass er sich in den Tod stürzen müsste, doch es gab für ihn nun mal keinen Grund zu bleiben.

Die Vögel begannen zu singen, ihre Zeit um alle Leute zu nerven war damit gekommen, doch noch immer änderte sich nichts an Olivers Position, Lage oder Laune. Er war zu tiefst deprimiert.

Das änderte sich nicht. Nicht in den darauffolgenden 50 Minuten. 

Twelve HoursWo Geschichten leben. Entdecke jetzt