Kapitel 6 - Entschuldigung?

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Am nächsten Tag wache ich erst um 10 Uhr auf. Zum Glück habe ich heute früh nichts. Ich stecke mich müde und gehe ins Bad um meine langen dunkel blonden Haare zu kämmen. Da fällt mir die Begegnung von gestern ein und ich sehe im Spiegel wie ich wieder etwas rot werde. Vielleicht sollte ich mich doch bei ihm entschuldigen...Doch ich will auch nicht unbedingt hoch um ihn zu suchen, schließlich ist er nicht allein.

"Ach, was solls" seufze ich und gehe mit frischen Klamotten die Treppe hoch. Niemand ist hier. So weit so gut. Also gehe ich noch ein Stockwerk höher, doch auch hier stehen alle Türen offen und keine Menschenseele ist zu sehen. Als ich Musik aus dem 2. Stockwerk höre, kann ich mir schon vorstellen was sie grad machen. Also mache ich mich wieder auf den Weg runter in den Keller. Doch leider bin ich von Natur aus zu neugierig und drehe mich auf dem Absatzt um, denn ich will ihnen wenigstens ein Mal bei ihrer Tätigkeit zu schauen.

Oben angelangt, verfluche ich mich innerlich wieder für meine Neugier, aber gehe weiter bis ich vor einer Tür stehe, welche einen Spalt offen steht. Interessierte Linse ich durch den Spalt um den Jungs kurz zu zu schauen. Zum Glück sind sie so konzentriert, dass sie mich nicht bemerken. Ich bin gebannt von ihrem Tanz, sie sind so synchron. Letztendlich entscheide ich mich dafür sie in Ruhe weiter üben zu lassen und gehe wieder runter in meine Wohnung.

~~~Taehyung's Sicht~~~

Als wir das Lied 'Fire' tanzen, fühle ich mich etwas beobachtet und wie sich herausstellte berechtigt, denn als ich mich beim Tanzen Richtung Tür drehe, sehe ich grad noch wie jemand sich umdreht und verschwindet. Ist das die Vermieterin... "Jungs, ich bin gleich wieder da", mit diesen Worten verschwinde ich aus dem Trainingsraum und folge der mysteriösen Person, welche uns gerade noch beobachtet hat.

Im Erdgeschoss hab ich sie immernoch nicht eingeholt. "Mist!", niedergeschlagen gehe ich wieder hoch zu den anderen. "Warum bist du denn so schnell abgehauen?", fragt mich Jin verwundert. "Ach, ich musste nur kurz auf Klo", log ich.

~~~Yumi's Sicht~~~

Als ich höre, dass mir jemand hinterher läuft, beeile ich mich so schnell wie möglich in den Keller zu kommen. Hoffentlich klopft er nicht. Nach einer Minute gespannten wartens, atme ich erleichtert aus. Ich sollte besser aufpassen.

Inzwischen ist es 10:45 Uhr und ich habe keine Ahnung was ich mit meiner Verbleibenden Zeit anstellen soll, da ich ja nicht einfach so im Haus rumlaufen kann. Aber ich kann ja aufs Dach... Kurzerhand entscheide ich mich dazu und schon gehe ich hoch auf die Dachterrasse.

Als ich ohne einen weiteren Zwischenfall dort an komme, gehe ich zu einer Kiste, hole einen Bogen, Pfeile und eine Zielscheibe heraus und stelle alles auf. Danach setzte ich mir noch Kopfhörer auf und beginne zu üben. Ich lege den Pfeil an, atme tief ein, spanne die Sehne, ziele auf die Scheibe und lasse los. 7 Punkte. Garnicht mal so übel, schließlich hab ich schon länger nicht mehr geübt. Zweiter Versuch. Ich habe meinen Stand geändert und wieder hole nun den gleichen Ablauf. Anlegen, atmen, spannen, Zielen und loslassen. 9 Punkte. Vielleicht nur ein Glückstreffer.

Diesen Vorgang wiederhole ich so lange, bis alle 10 Pfeile verbraucht sind. Einen Schuss habe ich mit einer 4 vermasselt, doch der Rest kann sich blicken lassen. Im Durchschnitt sind es 9 oder 8 Punkte. Und außerdem hab ich nich 2 mal die Mitte getroffen.

Freudig laufe ich zur Zielscheibe um die Pfeile raus zu ziehen, als plötzlich eine Hand neben mir auftaucht. Meine erste Reaktion darauf ist, dem Besitzer der Hand meinen Ellenbogen in den Bauch zu rammen, die zweite ist, zu schauen wem die Hand gehört. Ich sollte die Reihenfolge der Reaktionen vielleicht nochmal bedenken. Stelle ich schockiert fest als ich Namjoon's schmerzverzerrtes Gesicht sehe.

"Was machst du hier?!", frage ich ihn vorwurfsvoll. Doch er hält sich nur den Bauch und hebt die Hand hoch. Ich glaub der braucht noch kurz, stelle ich grinsend fest. Einerseits tut er mir schon leid, doch andererseits ist er selber dran schuld. Nach ein paar Sekunden stellt er sich endlich wieder aufrecht hin. "Du bist stärker als du aussiehst", stellt er fest. "Und ich wollte hier oben kurz entspannen, wir machen grad eine Pause." Erst jetzt merk ich wie verschwitzt er ist. "Achso", sage ich ohne ihn an zu sehen, weil ich gerade die Pfeile aus der Scheibe ziehe.

"Wo hast du gelernt mit Pfeil und Bogen zu schießen?", fragt er mich neugierig. Wie jedesmal, wenn jemand mich etwas über meine Vergangenheit fragt, mache ich komplett dicht und motze ihn an "geht dich nichts an". "Ruhig Blut, ich wollte nicht in deinen Komfort Bereich eindringen.". Ich schnaube nur und gehe mit den Pfeilen wieder auf meine Schieß Position.

Ich fange wieder mit dem gewohnten Ablauf an. Anlegen, atmen, spannen, zielen und... "Es ist vom Vorteil, wenn du während dem einatmen nach oben zielst und wenn du ausatmest den Bogen spannst und von oben nach unten langsam die Mitte der Zielscheibe anvisierst und dann in einem ruhigen Moment los lässt". Ich nehme den Bogen wieder runter und starre ihn mit einen Blick an der so viel bedeutet wie: Stirb. Er hebt wieder unschuldig die Hände hoch "Ich wollte dir nur nen Tipp geben".

"Namjoon?", höre ich jemanden rufen. "Bin gleich da", ruft er der Person zurück. "Hast du Lust zu zu schauen?", fragt er mich. "Nein, ich muss eh gleich wieder weg", nach diesen Worten widme ich mich wieder dem Bogenschießen. "Schade, dann vielleicht nächstes Mal" und schon ist er verschwunden. Endlich.

Als ich noch etwas weiter Trainiere, versuche ich seinen Rat zu befolgen und siehe an, es hilft. Kein Schuss unter 7 Punkten und ganze 4 Pfeile haben die Mitte getroffen. Stolz ziehe ich die Pfeile aus der Scheibe und Räume alles wieder weg. Danach gehe ich wieder in die Kellerwohnung und verlasse nach kurzer Zeit die Villa, um zu meiner Arbeit als Bedienung im Caffè zu gehen.

~ Im nächsten Kapitel ~

~~~Yoongi'Sicht~~~

Nachdem ich mich geduscht habe, ziehe ich mich in meinem Zimmer um. Die anderen sind alle auf einem Picknick, doch da ich noch etwas zu tun hatte und noch etwas schlafen wollte, bin ich daheim geblieben. Als ich mich umgezogen habe und mich ins Bett legen will, höre ich aufeinmal jemand am Klavier.

Ein Jahr unter Jungen [Bts] Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt