chapter no. 4 // the generous warfare

67 11 28
                                        

—4/GUNNER—

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

—4/GUNNER

Langsam aber sicher näherten wir uns unserem Quartier. Es waren noch zirka drei Blocks, dann würden wir vor dem verlassenen Kiosk stehen.

"Gunner, hast du im Keller noch deine alte Sporttasche?", fragte Logan unerwartet.

Als ich vor einem halben Jahr zum Teamcaptain des Lacrosse-Teams ernannt wurde, hatten mir meine Eltern eine neue Tasche geschenkt. Für die meisten war eine Sporttasche wahrscheinlich nicht gerade viel, aber mir bedeutete es die halbe Welt. Meine Eltern hatten mich bei meinem Wunsch nach einer Sportlerkarriere nie unterstützt. Stattdessen wollten sie, dass ich auf ein beschissenes College ging.

"Ja, warum?", entgegnete ich.

"Du nimmst das Geld mit.", antwortete er daraufhin.

Ich konnte gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich Logan gerade war - denn das ersparte mir eine menge Gelaber, auf das ich keine Lust gehabt hatte. Trotzdem verstand ich nicht ganz, warum Mr. Díaz es so wollte. Aber ich verwarf den Gedanken, da ich Logan mit meiner Fragerei nicht auf den Zeiger gehen wollte.

Doch jemand anders erledigte diese Aufgabe für mich: "Wieso er?", fragte Chase.

"Damit er den Scheiß verbrennt.", antwortete Logan. "Hinter seinem Haus wohnt doch dieser Irre mit der Feuerstelle im Garten."

Eigentlich lebte ich in einer relativ normalen Gegend. Es gab nur wenige Ausnahmen, wie beispielsweise Mr. Sprouse, der in seinem Garten ein tiefes Loch geschaffen hatte, indem er alle möglichen Sachen verbrannte und somit den Dreck aus unserer Gegend entfernte. Junkies beseitigten hier ihre Spritzen und was für Werkzeug sie sonst noch so alles brauchten. Manchmal landeten aber auch andere Dinge da, von denen ich nichtmal wissen wollte, worin ihr Nutzen lag. Wie würde es aussehen, wenn ich eine ganze Sporttasche voll mit Scheinen dort ablieferte? Vollkommen gestört, da war ich mir sicher.

Das war unter anderem auch einer der Gründe, warum ich Logan's Aufforderung nicht nachkommen würde. Anstatt einen Kommentar abzugeben oder unserem Anführer zuzustimmen, hielt ich also lieber die Klappe. Das war zwar eigentlich nicht meine Art, erschien mir in meiner Situation aber am logischsten.

"Der macht sicher ne Menge Profit damit.", bemerkte Kyra, die bis zu diesem Zeitpunkt während der Fahrt keinen Ton gesprochen hatte und somit zurück in ihr normales Verhaltensmuster gefallen war.

Die anderen stimmten ihr entweder durch Nicken oder ein kurzes "Ja" zu, wobei ich letzteres wählte. Ich wusste es immerhin auch am besten.

Nach weiteren zehn Minuten Fahrt waren wir schließlich am Quartier angekommen. Logan schaltete gerade den Motor aus, während Chase die Wagentür des Laderaums öffnete. Ich hatte den Koffer die ganze Zeit über umklammert, weswegen sich nun Abdrücke an meinen Fingern abzeichneten. Logan hatte den Wagen hinter dem Eingang vom Kiosk abgestellt, was bedeutete, dass wir ziemlich unauffällig sein würden, während wir den Koffer in diesen hinein beförderten.

badass fighter clubGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt