Riju strich sich durch sein weißes Haar. Es gefiel ihm eigentlich. Eigentlich. Riju könnte es nie zugeben, da ihn alle nur auslachen würden. Zwar wusste jeder wie er aussah, aber trotzdem zog Riju sich jeden Morgen eine Mütze über. Wie auch Heute. Er machte sich auf den Weg ohne sich zu verabschieden. Das tat er nie, warum sollte er auch? Nachdem er das Haus verlassen hatte zog er die Ärmel seines Pullovers runter, seine Narben sollte niemand sehen, deshalb trug er jeden Tag lange Pullover, auch im Sommer.
Das zwitschern der Vögel war nicht zu überhören, also schaute Riju nach oben in den Baum. Er liebte Tier, vorallem Vögel, denn sie waren frei, sie konnten fliegen, das wolltw Riju auch sein und können.
Wie jeden Morgen hatte er Angst und machte sich viele Gedankem, wenn er den Schulhof betrat. Jeder, wirklich jeder schaute ihn an. Manche lästerten, manche lachten, andere machten gemeine Bemerkungen. Riju lies es sich nicht anmerken, dass es ihn tief traf, von außen ist er zu kalt geworden, so kalt wie das, was er fühlte wenn er in den Spiegel schaute.
Jede Unterrichtsstunde war eine Qual für ihm. Zum Glück aber saß er ganz hinten, hier konnte er in Ruhe zeichnen, über Sachen nachdenken und nebenbei dem Unterricht folgen. Riju war ein guter Schüler. Zwar beteiligte er sich mündlich nie, aber im schriftlichen erhielt er jedes Mal ein 'sehr gut +', darauf war er auch stolz. Da er nie etwas sagte kannte niemand seine Stimme. Niemand würde sie jemals seine Stimme hören.
Riju kaute auf seinem Bleistift rum und schautr zur Tafel. 'Diese einfachen Sachen. Warum gehe ich überhaupt noch zur Schule?' dachte sich Riju und machte ein Strich auf seim Blatt. Der Lehrer unterbrach den Unterricht, als es an die Tür klopfte und der Direktor mit einem Jungen die Klasse betrat. Riju schaute ihn sich sofort näher an, ein muskulöser Junge mit braunem Haar und blauen Augen. Riju fiel fasst der Mund auf, aber zum Glück konnte er ihm noch zu halten. "Willkommen in der Klasse, Luc. Such dir doch einen freien Platz." Er hatte einen normalen Namen, wäre ja auch zu schön gewesen. Alle in der Klasse hatten normale Namen wie Sasha, Robin oder Hanna. Riju hatte seinen komischen japanischen Namen, dabei war er nichtmal Japaner.
Als Luc sich in Bewegung setzte und in Rijus Richtung kam, hielt er die Luft an. Riju wollte die Augen zu machen um ihm nicht anzusehen, aber er konnte nicht anders. Luc lächelte, ging allerdings einen Tisch weiter. Hatte er jetzt wirklich Riju angelächelt? Oder etwa doch das Mädchen hinter ihm? Wahrscheinlich das Mädchen, denn Luc setzte sich direkt neben sie.
Luc ging Riju vorerst nicht mehr aus dem Kopf. Luc konnte nicht schwul sein. Riju würde nie eine Chance bei ihm habem, also musste er sich Luc schnell wieder aus dem Kopf schlagen, jedoch ohne Erfolg.
Vorsichtig legte Riju sich in sein Bett und starrte an die Decke. Zuerst hörte er nichts, aber dann hörte er, wie seine Mutter fluchte und auf jemanden einschimpfte. Auf wen bloß? "Aus ihm wird nie was. Schau ihm dir doch an, mit seinen roten Augen. Er ist ein Psychopat." Das waren ihre Worte und es war klar an wen sie gerichtet waren. Ihre Worte stachen Riju ins Herz. Noch nie zuvor hatte er etwas in dieser Art von seiner 'Mutter' gehört.
Kalte Tränen liefen über sein Gesicht. Seine Augen waren gläserig und er sah alles verschwommen. Noch nie hatte er wegen seiner Mutter eine Träne vergossen.
Sein Körper war mit Wut durchströmt. Riju sprang aus dem Bett und ging zum Fenster. Das Licht des Mondes scheinte ihm in sein Gesicht ubd ließ sein Haar leuchten. Sein Atem wurde schneller und intensiever. Er holte mit seiner Hand aus und ließ sie über sie Fensterbank fahren. Gegenstände vielen zu Boden und gingen kaputt. Am liebsten wollte er schreien, doch es würde nichts bringen. Tränen überströmt ließ er sich auf dem Boden nieder. Sein Atem wurde langsammer und geschmeidig, er atmete wieder normal. Diese Wutanfälle hatte er öfters.
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-Draußen-
Short Story-Der 19-jährige Riju ist mit sich selber total unzufrieden. Er hat niemanden. Niemand der ihm bei seinen Problemen hilft und niemand der ihn leiden kann.-
