Kapitel 2

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*Kapitel: 2*

„Ich saß auf einer Schaukel in einem Park der mit vielen Bäumen und Blumen geschmückten Wiesen verziert war. Die Sonne kitzelte meine Nase und plötzlich wie aus dem nichts berührte mich etwas Warmes an der Schulter und die Wärme glitt hinunter bis zum Handgelenk wo sie verweilte. Langsam drehte ich mich über die linke Schulter um. Ich traf seinen Blick der auf mir ruhte. Mit einer hastigen Bewegung ließ er meine Hand los und wandte sich zum gehen um. Mein Gesichtsausdruck wechselte sich zu einem hilfesuchenden Bick. Ich hastete ihm hinterher und versuchte ihn einzuholen doch er war viel zu schnell. Er verließ den Park über eine Hauptstraße in die Innenstadt. Als ich ohne meinen Blick von ihm abgewendet über die Straße mit viel befahrenen Autos lief, wurde ich von einem lauten Hupen eines PKWs aus den Gedanken gerissen. Ich hob entschuldigend meine Arme und sprang zurück auf den Gehweg. Mein Sehen ging suchend über die Autos und vielen Menschenmassen der Umgebung. Doch er war verschwunden.“

Meine Hände drückten mich nach oben und ich schlug meine Augen auf. Ich musste einmal tief schlucken um zu begreifen was passiert war und wo ich mich befand. Als sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnten wusste ich wieder wo ich war. Im Bett meines Apartments. Mein Blick schweifte über mein Bett bis zum Wecker. Schützend hielt ich mir die Ohren zu, denn mein Wecker würde in wenigen Minuten Alarm schlagen. Wieso musste ich immer kurz bevor ich aufstehen muss geweckt werden.

Ich schlüpfte unter meiner warmen Bettdecke hervor und tapste ins Badezimmer um mich für die Arbeit fertig zu machen. Ich stieg kurzerhand unter die Dusche um den Schweiß von mir zu waschen, den ich heute Nacht produziert hatte. Und plötzlich erinnerte ich mich wieder, was ich für einen seltsamen Traum hatte. Ich musste mich kurz an der Wand abstützen, denn meine Gedanken gingen in mich um den geschehenen Traum noch einmal zu Durchleben.

Er stand direkt hinter mir und es war so real. Ich habe ihn berührt. Ich habe seine Wärme in mir gespürt, wie sie mich innerlich wieder auftauen ließ. Meine Hand glitt zu den Stellen wo er mich berührt hatte. Es fühlte sich so echt an und es ließ in mir Gefühle wecken, die ich schon lange nicht mehr verspürt hatte.

Nachdem ich mich im Bad fertig gemacht hatte, saß ich mit einem Kaffe, meinem IPad und einem Handtuch auf dem Kopf an der Küchentheke und las mir die neuen Informationen über den gestrigen Fall durch, die mir Garcia heute Morgen zugesendet hatte. Ich schwelgte so in den Dokumenten, dass ich es gar nicht bemerkt habe, wie es an der Tür geklingelt hat. Ich schleppte mich zur Tür und schob sie mit aller Kraft auf. Vor mir stand ein fröhlicher und gut gelaunter Dave mit einer Brötchen Tüte vor mir und mach mich um Einlas. Mit einer kurzen Handbewegung und einem leicht genervtem Blick signalisierte ich ihm, dass er ausnahmsweise herein kommen durfte.

Ich marschierte ihm hinterher und setzte mich wieder auf meinen vorherigen Platz und widmete mich meinem IPad. Ich hörte nur im Hintergrund Geräusche von klappernden Tellern und Tassen. Als ich auf einen interessanten Artikel stieß, blendete ich meine Gedanken komplett aus und schenkte meine Aufmerksamkeit nur den Schriften dieses Berichtes.

Als ich einen Kuss auf meinem Scheitel verspürte, blickte ich nach oben und legte das IPad beiseite. Ein schmunzeln huschte mir über die Lippen als ich Rossis Gesicht betrachtete. „So bekommt man also deine volle Aufmerksamkeit“ stellte Dave lachend fest. Sein fragender Blick durchbohrte mich und ich überlegte, ob ich ihn mal nach Aaron fragen sollte. Immerhin waren die beiden sehr gut befreundet, bevor er uns verlassen hatte. 

In meinen GedankenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt