Kurt
"Simon lass mich in Ruhe! Mir geht es gut." Simon schüttelt traurig den Kopf. Er behauptet seit ein paar Tagen ich würde krank aussehen, ich solle mich ausruhen und wir sollten mal Pause machen. Er versucht mich hier zu behalten, hier in dieser beschissenen Knopffabrik. Seid diesem Angriff, seit er mich berührt und irgendwas seltsames gesehen hat, verhält er sich als wäre ich ein rohes Ei.
Mir reicht es, ich will nicht länger Warten, will nicht länger eingesperrt sein. Ich Teleportiere mich auf das Dach dieser ätzenden Fabrik. Aus der Halle ist Simons flehender Ruf zu hören ich möge zurück kommen, noch ein bisschen warten. Aber ich will nicht länger warten, ich will hier weg. Gerade als ich los rennen und vom Dach springen will, sticht ein heftiger Schmerz in meine Augen. Meine Sicht war schon vorher seltsam rötlich, doch nun wird auch noch alles unscharf. Dann sehe ich einen rötlich unscharfen Himmel uns anschließend überhaupt nichts mehr.
Calypso
Ich kann mich jetzt nicht aufhalten lassen. Vor allem nicht, weil mir meine Karte anzeigt, dass die Fabrik nicht mehr weit entfernt ist. Nicht weit in meinem Normalen zustand, aber so werde ich etwas länger brauchen, wenn nicht einen ganzen Tag. Ich musste ja auch unbedingt in diesem Schuppen übernachten, aber ich habe nun mal kein Geld mehr. Woher hätte ich auch wissen können, dass dort ein Streuner wohnt? Letzt endlich bin ich davon auf gewacht, dass mir in den Knöchel gebissen wird. Ich habe die Wunde zwar provisorisch verbunden, doch kann ich nicht damit rennen.
Seit einer Woche suche ich nun nach Kurt, wobei ich allein drei Tage gebraucht habe um aus Deutschland hier her zu kommen. Zumindest spreche ich ziemlich gut Englisch. Trotzdem ändert das nichts daran, dass in dem Brief stand ich solle mich beeilen. Ich kann mich jetzt nicht mit einem Aufenthalt bei Fremden ausbremsen lassen. Also verlasse ich das Wohnzimmer wieder als er geht und flüchte förmlich aus dem Haus.
Ich humple den Weg entlang, ich muss irgendwas gegen die Schmerzen tun. Ich weiß nicht genau wie spät es ist, aber es sind kaum Leute unterwegs, zu meinem Glück. Nur hier und da sitzen ältere Bewohner dieses Viertels auf ihren Gartenstühlen und beachten mich nicht weiter. Ein letzter Blick zu dem Haus aus dem ich gerade geflüchtet bin um mich zu vergewissern, dass der schräge Typ mir nicht Folgt. Als ich ihn das erste mal gesehen habe, dachte ich er ist in flüssiges Metall gefallen, was zur Hölle ist mit seiner Kleidung passiert? Sogar seine Haare haben so einen seltsamen silbernen Schimmer.
Mir ist noch etwas anderes aufgefallen, aber im nach hinein weiß ich nicht mehr was es war, nur so ein seltsames Gefühl. Ich laufe anstrengend langsam weiter, meine Gedanken schweifen die ganze Zeit wieder zu dem silbernen Typen, doch ich kann mir einfach keinen Reim darauf machen, was mit ihm nicht stimmt. Als ich in die nächste Straße ein biege wird mir klar was mein Gefühl zu bedeuten hat. Er ist genau wie ich. Er ist schnell.
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Schnell²
FanfictieWas wenn Peter nicht der einzige Mutant mit übernatürlicher Geschwindigkeit ist? Kurt sich selber verliert und Hilfe von einer Fremden braucht? Erlebe Calypsos Geschichte, wie sie ihre Familie und ihre erste Liebe findet. Aus der Sicht von Calypso...
