Kapitel 12 Der Spiegel Nerhegeb

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Lily p.o.v
Ich hasse mein Leben. Vor versammelter Mannschaft mal wieder blamiert. Der Patronus gehörte dem Mann den ich hasse, oder auch der mich hasst. JAMES POTTER. Mein Gesicht konnte meinen Haaren schon Konkurrenz machen. Ich guckte in dass verschmitzte Grinsen von meinem besten Freund Sirius Black. James dagegen sah man keine Reaktion an. Er schaute stumm auf den Boden.
„Für diese Leistung 10 Punkte für Gryffindor."
Ich dachte wieder an gestern Abend. Das schluchzen von James.
Mir glitt eine Träne über die Wange. Scheiße. Warum muss ich immer heulen!? Ich schaute nach unten so dass meine Haare mir vor dem Gesicht hingen. Niemand sieht mich heulen bis auf Marlene und Dorcas.
„So die, die es heute nicht geschafft haben, probieren es nächstes mal einfach nochmal."Damit entließ uns Professor Mortace. Jetzt hatte ich Wahrsagen mit Professor Trawleny. Mal wieder voll langweilig, die einzige die da irgendwas in den Glaskugeln sieht ist sie selber. Und das wahrscheinlich auch nur weil sie im Kopf nicht mehr ganz gesund ist. Dass war wirklich das einzige Schulfach wofür ich gar keine Hirntätigkeit opferte. Und weil der Unterricht mich nicht, wie die anderen, ablenkte dachte ich sehr viel über James nach. Warum musste ich unbedingt mit dem größten Idiot der Welt seelenverwandt sein. Einem Idiot dem ich fast jeden Gedanken spende.Ein Idiot der mein Herz höher schlagen lässt und der mir Bauch kribbeln beschert. Und ein Idiot der mich vor Eifersucht fast umbringt. Ich weiß wie sich dass anhört aber ich bin sicher nicht in James Potter verliebt.

Nur Sirius, ich, einige Hufflepuffs, ein paar Ravenclaws und zwei Slytherins saßen in dem kleinen, nach Duftkerzen riechenden, Raum. Sirius saß neben mir und starrte mich nur belustigt an.
„Lass mich einfach in Ruhe, Sirius"
Jetzt dachte ich an den Abend wo James mich fast geküsst hätte. Hätte ich es wirklich zugelassen, wenn es so weit gekommen wäre?
Dann hätte ich zum ersten Mal eine Regel gebrochen. Die unausgesprochen Regel:James Potter liebt Lily Evans. Lily Evans hasst James Potter.
Aber der Gedanke daran fühlt sich so...schön an.
„Na an was denkst du Lily? Vielleicht an James?"
„Neeeeeeiiiiiiinnnnn"
Nach einer gefühlten Ewigkeit war der Unterricht endlich vorbei und ich konnte endlich allein sein.

Ich schmiss mich auf mein Bett. Schloss die Augen und atmete tief durch. Endlich allein. Und ehe ich mich versah schlief ich auch schon. 
Ich wurde geweckt durch ein Klopfen an der Tür.
„Lily!? Kommst du? Wir müssen den Rundgang machen?"
Ich richtete mich auf.
„Ich komme"
Ich ging zur Tür. Ich öffnete sie und sah James ins Gesicht. Seine nussbraunen Augen glänzten im Mondschein. Wieder fing mein Herz an schneller zu schlagen.
„Kommst du?" sagte James, der nun zum Porträt ging.
Zusammen liefen wir durch die Korridore. Wir schwiegen uns an. Bis auf ein paar Paare war nicht viel los.
„Und wie läuft es mit dem Quidditchtraining?" versuchte ich ein Gespräch zu Beginnen.
„Ganz gut"
Ich hörte wie er leicht stöhnte.
Ich schaute wieder nach vorne.
Als wir so gut wie am Ende waren hörte ich leise Stimmen.
„Hast du dass auch gehört?"fragte James mich.
„Ja, da sind Stimmen"
Wir gingen dem nach und fanden uns in einem Raum wieder. In diesem Raum war nichts bis auf ein Spiegel. Dieser Spiegel war golden verziert und sah im ganzen Ziemlich wertvoll aus.
„Wo sind wir hier?"
„Keine Ahnung, hier war ich noch nie" antwortete mir James. Er schaute sich erstaunt um. Wir gingen zum Spiegel. Jetzt waren keinen Stimmen mehr da.
„Na klar, jetzt fällt es mir wieder ein. Das ist der Spiegel Nerhegeb. Den hab ich mal in einen Buch gesehen." fiel mir auf einmal ein.
„Und? Was ist so besonders an dem?" fragte James
„Er spiegelt dass wieder was du dir am meisten wünscht. Und nur du siehst es"
„Na dann, probier's mal." sagte James und schaute mich dabei direkt an. Wieder fing mein Herz an Saltos zu schlagen.
„Nein erst du" ich deutete auf den Spiegel.
„Wenn du meinst" er stellte sich vor den Spiegel. Es dauerte etwas bis man ihm eine Reaktion ansah. Aus der düsteren Miene des letzten Tages wurde ein leichtes, verträumtes Lächeln.
„Was siehst du?"fragte ich vorsichtig und lächelte ihn dabei an. Wieder verdüsterte sich seine Miene.
„Geht dich nichts an, Evans"
Er drehte sich weg und sagte:„So jetzt du"
Ich ging langsam auf den Spiegel zu. Eigentlich wusste ich schon meinen größten Wunsch. Einen guten Schulabschluss, dann eine Auroren Ausbildung beginnen und dann mit Hilfe von Marlene und Dorcas gegen Voldemort und seine Todesser kämpfen.
Doch was ich dann letztendlich im Spiegel sah überraschte mich sehr.
Ich sah mich in einem weißen Kleid. Einen Schleier auf dem Kopf und Meine Haare waren schön zusammen gesteckt. Ich trat auf jemanden zu. Diesen Jemand erkannte ich erst als mein    Spiegel-ich genau neben dieser Person stand. Es war ein Mann. Er hatte rabenschwarze Haare, die in alle Richtungen standen. Er hatte einen gut gebauten Körper, der von einem sehr edlen Anzug bedeckt war. Er spielte wahrscheinlich Quidditch. Er hatte eine schwarze Brille auf. Nun trafen sich unsere Blicke. Diese Augen. Ich würde sie überall wieder erkennen. Es war James, der nun meine Hände in seine nahm. Ein anderer Mann erzählte irgendwas. Und dann standen Leute die um  uns rum standen von ihren Stühlen auf und klatschten. Nun bewegte sich James Kopf auf meinen zu. Er presste seinen Lippen auf meine. Und mich durchzog ein Glücksgefühl.
„Und?" holte mich James aus meine Trance.
„Was siehst du?" sagte er nun sehr interessiert.
Erst reagierte ich nicht. Ich war noch viel zu sehr geflasht.
„Evans?"
„Ja...Ja...Ja was ist?"
„Ich hab dich was gefragt!?"
„Ach ja. Geht dich nichts an, Potter. Schließlich erzählst du mir ja deins auch nicht."
Nun sah er genervt aus.
„Kommst du? Ich will heute noch ins Bett" fragte ich ihn.
„Ja"
Bis zum Gryffindor Gemeinschaftsraum sprach keiner mehr ein Wort. James ging vor und schlüpfte durch dass Portät. Er schlug mir das Porträt vor der Nase zu.
„Autsch!! Was soll das?"
Ich bekam keine Antwort.
„IDIOT!!!!!"
Ich ging in mein Zimmer und knallte die Tür so laut, dass wahrscheinlich selbst die Slytherins das gehört hatten.
Ich zog mich um und sprang auf mein Bett.
Wie kann man nur so ein Idiot sein!? Und was bedeutet das was ich im Spiegel gesehen habe?

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Und wie gefällt euch dass Kapitel?
Dieses Mal waren es knapp 1050 Wörter da mir zum Ende hin die Ideen gefehlt haben.
Das wars auch schon von mir.
                LG Emmi👋🏻😜

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