Ein Verräter

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Ganz allein irrte ich im Dschungel umher, alles um mich herum war dunkel und ich konnte gerade so die Hand vor Augen sehen, da der dichte Nebel fast alles verschluckte.
Die wenigen Schritte die ich machte, waren so laut, als hallten sie auf dem bewachsenen Dschungelboden wieder und mein Herz pochte als würdest es mir aus der Brust springen wollen. Die Schreien der wilden Tieren sprangen mich von allen Seiten an, bis plötzlich...
Ein menschlicher Schrei!
Ich teilte die Nebelschwaden und stürmte in die Richtung aus die, der Schreibt gekommen war.
Einen Machtsprung und...
Kalifa...
Ich fand mich an genau der Astabzweigung wieder. Khalifa lehnte zusammengesunken an einem der Äste und hielt sich den blutüberströmten Bauch. Sie atmete schwer und war allein.
So schnell ich konnte sprang ich von einem Ast zum anderen um zu ihr zu gelandet. Bei ihr kniete ich mich vor sie und streckte die Hand nach ihr aus. "Kalifa..." in dem Moment würde ihr Blick leer und ihr Kopf sackte nach vorn auf die Brust. Ich konnte nichts anderes tun als sie geschockt anzusehen.
Das Atmen fiel mir immer schwerer und ich hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Als würde eine unsichtbare Last auf mein Brustbein drücken und meine Lungen zerquetschen. Ich wollte einen tiefen Atemzug nehmen um sie wieder mit Sauerstoff zu füllen, doch alles was ich herausbrachte war ein Röcheln. Ich bekam wirklich keine Luft und jemand hob mich mithilfe der Macht an, sodass ich nun stand und mir versuchte an den Hals zu fassen um den Griff zu lockern den ich nicht zu fassen bekommen würden.
"Ahsoka Tano..." die Stimme kam mir nicht sehr bekannt vor und trotzdem wusste ich wem sie gehörte, als Harvey aus den Nebelschwaden trat, mit einer ausgestreckten Hand und in der anderen ein kurzes Messer welches er auf Hüfthöhe hielt um es mir direkt zwischen die Rippen und in mein Herz zu rammen.
Ich bekam nur ein weiteres Röcheln heraus und meine Sicht verschwamm allmählich. Dann raste die Klinge ohne Vorwarnung auf mich zu und entgegen meiner Instinkte nahm ich die Hände von meinem Hals und umfasste Harvey's Hand und somit den Messergriff. Die Spitze der Klinge steckte nur ein paar Zentimeter in meiner Haut doch der Schmerz reichte um mich wach zu rütteln.
Als ich die Augen aufschlug sah ich nur das verzerrte Gesicht des Anzati vor mir, welcher mit aller Kraft versuchte mir die Klinge ins Herz zu stoßen. Wir befanden uns nicht mehr mitten im Dschungel, sondern zurück in der Höhle, was mich nur noch darin bestärkte, dass Kalifa nur ein Traum war. Doch Harvey war durchaus real und wie es schien hatte er entschieden, dass es leichter wäre mich zu beseitigen, da ich ein Bedrohung für ihn darstellte.
Ich stöhnte vor Schmerz, weil meine Schulter langsam nachgab und schmerzte, ebenso wie die Klinge in meinem Körper.
Mit einem Tritt in den Magen konnte ich ihn gegen die gegenüberliegende Wand schleudern und weckte damit die beiden anderen Jünglinge.
"Was ist hier los?" Barry rieb sich müde die Augen während ich aufsprang, in Halbachtstellung ging und Harvey nicht aus den Augen ließ.
"Er will sie loswerden." murmelte Tanja, welche seine feindseligen Absichten durch die Macht zu spüren schien.
Nun sah auch Barry den Anzati wachsam an. "Verschwinde von hier." knurrte ich Harvey an, doch er dachte nicht daran und stürmte mit erhobenem Messer auf mich zu. Ich wich zur Seite aus, sodass er an mit vorbeisegelte, dann packte ich seine Arme und drehte sie ihm auf den Rücken sodass er das Messer loslassen musste.
Ohne mir meine Schwäche und die Schmerzen anmerken zu lassen stieß ich den Verräter zum Ausgang und letztendlich auch aus der Höhle wo ich ihn losließ. Er konnte sich gerade noch mit den Händen abfangen bevor er mit dem Gesicht auf einem der Äste aufgeschlagen wäre.
"Verschwinde." knurrte ich erneut uns nun schaute Harvey mit einem Hass in den Augen zu mir herauf, welcher mich fast staucheln ließ. Wieso hasste er mich so? Ging es wirklich darum, Meister Skywalkers Padawann zu werden? Oder war es etwas anderes?
Bevor ich ihn fragen konnte, hatte er sich schon aufgerappelt und verschwand im Dickicht.
Barry erschien hinter mir und legte mir eine Hand auf die Schulter, doch diese Berührung genügte um mich vor Schmerzen zusammenzucken zu lassen. Sofort nahm Barry seine Hand von meiner Schulter und blickte erst mich und dann seine nun blutverschmierten Hand erschrocken an. "Er hat dich erwischt!" ich zuckte nur mit der unverletzten Schulter und ging wieder in die Höhle. Dort stand Tanja ganz ruhig, mit der Maske in der Hand. Trotz des Tuches welches ihre Augen verdeckte konnte man ihre menschlichen und schönen Gesichtszüge deutlich erkennen. "Du riechst nach Blut." stellte sie neutral fest und ich seufzte. "Ich weiß, ich kümmere mich noch darum." auf einem der Steine lag ein verdrecktes und fast zugewachsenes Tuch, welches ich so gut ausklopfte wie ich konnte und steckte ihn in meinen Waffengurt. "Wir sollten hier verschwinden." mit den Worten nahm ich nur noch das Messer an mich welches noch auf dem Boden lag, wo Harvey es fallen gelassen hatte. Das Messer warf ich Barry zu welcher es sicher verstaute, dann ging ich zum Ausgang der Höhle und wandt mich im Gehen zu Tanja. "Kannst du Harvey spüren wenn er in der Nähe ist?" die beiden Jünglinge folgten mir ohne Widerworte. "Ja." war die einfache Antwort und ich nahm sie mit einem Nicken hin, bevor ich die Jünglinge zum nächsten Versteck führte und meine Befürchtung, dass etwas nicht stimme, beiseite schob und mich auf die Gegenwart konzentrierte, bevor ich zu viel Blut verlor und mitten im Dschungel das Bewusstsein verlor. Ich war mir dessen bewusst, dass ich niemandem eine Hilfe sein würden wenn ich hier verbluten würden und noch weniger wollte ich das meinem ehemaligen Meister antun.



Tut mir leid, irgendwie ist das Kapitel etwas komisch geworden, gefällt mir nicht wirklich aber ich hoffe, es gefällt euch trotzdem ^^

Skywalkers new PadawanWo Geschichten leben. Entdecke jetzt