Ich trete wieder zurück an unser Bett, auf dem ein verwundeter, bewusstloser Zombey liegt und streiche ihm eine Haarsträhne aus der Stirn. Seine Hand schnellt nach oben und hält meine fest, die in seiner großen Hand fast komplett verschwindet und zieht mich zu sich ins Bett.
Er legt mir einen Arm um die Hüfte und drückt mich mit dem Rücken gegen seine Brust. Ich fühle, wie das Blut in meine Wangen schießt und kann sogar erkennen, wie meine Nasenspitze sich rötet. Nach einiger Zeit jedoch merke ich, wie meine Augen langsam zufallen und mich die Schwärze wie eine warme Decke umgibt.
P.O.V Zombey
Wach werde ich davon, dass mich etwas an der Nase kitzelt. Schlaftrunken kuschle ich mein Gesicht noch näher an die Quelle der Wärme neben mir und atme tief ein. Ein süßlicher Duft steigt mir in die Nase, wie Heidelbeeren und Honig. Was eigentlich nicht sein kann, es gibt hier weder das eine, noch das andere. Ich öffne meine Augen einen Spalt breit und sehe sofort einen blonden Wuschelkopf.
Maudados Haare sind vom Schlaf verworren und er hat ein niedliches Lächeln im Gesicht. Er träumt wohl was Schönes... Nicht so wie ich, der immer Alpträume hat und deshalb alle paar Stunden aufwacht und sich an nichts aus dem Traum erinnern kann. Wo ich gerade dabei bin: Warum habe ich überhaupt heute durchgeschlafen? Ich bin nicht einmal aufgewacht. Komisch.
P.O.V Maudado
Ein leises Brummen lässt mich langsam meinem Traum entgleiten. Sofort bemerke ich die mir ungewohnte Wärme an meinem Rücken und an meiner rechten Seite. Langsam blinzle ich mich zurück in die reale Welt, zurück zu Zombey. Ebendieser blickt gerade gedankenverloren auf mich herab, scheinbar ohne zu merken, dass er starrt. Meine Wangen färben sich schon wieder rosa, als mir bewusst wird, dass ich ebenfalls starre und er mich dabei ertappt hat. Nun grinst er mich an und streicht mir ein paar Haare hinters Ohr.
"Was machst du denn in meinem Bett?", fragt er mich amüsiert und mit einem schiefen Grinsen im Gesicht, "wenn du mit mir schlafen willst, musst du nur fragen, Kleiner."
Ich merke, wie ich noch röter anlaufe und schaue verlegen nach unten. Er hat aber anscheinend andere Pläne und zwingt mich, ihn wieder anzusehen, indem er mein Kinn mit zwei Fingern anhebt und sanft befiehlt:
"Versteck nie wieder dein hübsches Gesicht vor mir, Süßer. Ich möchte alles von dir sehen, du bist wunderschön."
Als hätte er nicht damit gerechnet, dass so etwas jemals aus seinem Mund kommt, dreht er sich weg von mir und steht auf. Als er die Badtür hinter sich schließt und ich das Wasser der Dusche laufen höre, atme ich ein-, zweimal tief ein und aus, um mich zu sammeln.
Mein Kopf ist total wirr und alles scheint mir wie gedämpft. Langsam drücke ich mich vom Bett hoch und ziehe mir neue Sachen aus dem Schrank an. Gerade als ich mir das neue Shirt über den Kopf ziehen will, kommt Zombey mit nur einem Handtuch um die Hüften aus dem Bad zurück.
Er scheint meinen gesamten Körper inklusive der Flügel einmal komplett einzuscannen, als hätte er Angst, ich könnte mich auflösen oder so. Er nimmt mich bei der Hand, setzt sich auf das Bett und zieht mich auf seinen Schoß. Sanft beginnt er, mir Dreck und Blutklumpen aus den Federn zu entfernen. Alles fühlt sich so gut an - seine rauen, starken Hände, wie sie meine verspannten Muskeln massieren, der Dreck, wie er entfernt wird und das saubere Gefühl, das übrigbleibt.
Ein leises Stöhnen entschlüpft mir und sofort hört Zombey auf, vor Angst, mir wehgetan zu haben. Schüchtern gestehe ich:
"Nicht aufhören, das fühlt sich soo gut an! Mhh, ja, genau da... Etwas weiter links... Perfekt!"
Er lacht leise über meine Wortwahl, aber im Moment könnte mich nichts weniger interessieren. Ich bin im Himmel, im Paradies! Stellt euch das wie die Entspannung vor, nach einem langen Tag ins Bett zu fallen, wie Eis and einem heißen Sommertag oder wie die Erleichterung, nachdem man eine gute Note in der Schule bekommen hat, wenn man eine sechs erwartet hat. Jetzt multipliziert dieses Gefühl mit zehn. Dann habt ihr in etwa eine Vorstellung, wie zufriedenstellend diese Massage ist.
Allerdings weckt die Befriedigung des einen Problems ein anderes... etwas Privateres. Als ich das bemerke, laufe ich - mal wieder - pink an und lege die Hände in den Schoss, um mein 'Problem' zu verbergen. Zum Glück merkt Zombey nichts davon und macht weiter damit, meine Flügel zu pflegen.
Nach einer Weile hat er allen Schmutz entfernt und streicht nurnoch zum Spass durch meine Federn. Als er allerdings bei meinen Flaum-federn am unteren Ende meiner Schwingen angelangt ist, kann ich mich nicht mehr beherrschen. Ich drehe meinen Kopf abrupt herum und küsse ihn hart, voller verzweifelter Leidenschaft.
Zuerst ist er wie erstarrt, erwidert dann aber zögerlich meinen Kuss, er wirkt dabei fast schon schüchtern, als hätte er noch nie zuvor jemanden geküsst. Als ich den Kuss beende um Luft zu holen, sieht er mich mit gesenkten Augenlidern an und flüstert:
"Woah, woher kam das denn?!"
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Kalt und grausam?
FanficFortsetzung von "Was bist du?", wer das nicht gelesen hat, sollte das zuerst tun um Unklarheiten zu vermeiden 😉 --------------------------------------------------------------- Zombey wacht nach seinem Suizidversuch plötzlich in einem ihm völlig un...
