Kapitel 17

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Tobio

Wir setzten uns ins Auto und ich war froh, dass Mona hinten bei mir saß.

"Du sag mal, was hat Oikawa zu dir in der Sporthalle gesagt?", fragt Mona. "Ach nichts besonderes, nur seine typischen Sprüche." Sie nickt daraufhin und packt ihre Tasche auf ihren Schoß. Sie holt das Milch Päckchen mit Erdbeeren Geschmack raus, was ich ihr heute Nachmittag in der Schule geschenkt habe. Sie steckte den Strohhalm in die Packung und ihre Lippen, die heute einen schönen Rosè Ton besitzen, nippten daran, ich musste leicht schmunzeln, aber versuchte es so gut wie möglich zu verstecken.

Die Fahrt dauerte etwas länger und ich schaute gelangweilt aus dem Fenster. Mona's Vater schaltete das Radio an und es lief entspannte Musik. "Tobio, habt ihr gewonnen?", fragt Herr Naosu. "Ja, 2 zu 1 für mein Team!", sag ich stolz. Man sah sein Lächeln von der Seite, was mich glücklich macht, ob mein Vater auch Lächeln würde, wenn er diese Nachricht hören würde? Ich denke ihm wäre es egal, wie alles andere auch, sonst hätte er mich und m- "Papa, du hättest Tobio's schnell Angriff mit Hinata sehen sollen, einfach krass!", Mona unterbrach mich von meinen Gedankengang, besser so. "Ach wirklich, den hätte ich auch gerne gesehen.", sagt ihr Vater etwas enttäuscht. "Vielleicht nächstes mal.", meine ich.

Wir standen etwas im Stau, kein Wunder auch, um diese Zeit haben viele Menschen Feierabend und wollen nachhause. Es wurde auch schon langsam dunkel draußen, ich beobachtet aus dem Fenster, die Sterne und musste sofort an den Abend denken, wo Mona und ich zusammen nachhause gelaufen sind, wie süß sie sich die Sterne angesehen hat, genauso wie er. Er liebt den Sternenhimmel auch. Plötzlich spürte ich etwas an meiner Schulter, ich drehte mein Kopf etwas zur Seite und sah wie Mona's Kopf auf meine rechte Schulter lag und ein paar ihrer braunen Strähnen nun in ihr Gesicht fielen. Sie ist wohl eingeschlafen. Wie erschöpft war sie denn bitte? Sie lernt wirklich zu viel, obwohl sie das überhaupt nicht nötig hat, schlau genug ist sie. Der Gedanke daran, wie sie mir immer beim lernen für die Schule geholfen hat, bringt mich leicht zum Lächeln. Im Gegensatz zu ihr, bin ich ein loser, wenn es um Lernstoff geht und dazu hat sie mir noch beim Training geholfen.

Sie sieht so friedlich aus, wenn sie schläft, was sie wohl träumt? Mein Blick fiel auf ihren Körper und erst jetzt fällt mir das T-Shirt auf, was sie trägt. Das weiße mit der Milch Packung als Aufdruck, das habe ich ihr zu ihren 15. Geburtstag geschenkt, dazu trägt sie schwarze Schuhe und einen weißen Rock. Sie sieht so schön aus, manchmal wundere ich mich warum sie noch kein Freund hat, vielleicht liegt es daran, dass die meisten denken, sie hätte schon ein Freund, egal. Ich sollte lieber aufhören sie weiterhin zu Mustern.

Plötzlich bewegt sich Mona etwas und dadurch rutscht ihr Rock etwas nach oben, ich blickte dadurch sofort auf ihre Beine. So schöne lange Beine, sie hatte keine zu dünnen Beine, man sah, dass sie trainiert sind. Was mir nur nicht gefällt, dass der Rock so weit hoch gerutscht ist, ich spüre schon wie warm mein Kopf wird, konnte sie keine Jeans anziehen? Oh Gott, ich darf nicht so lange auf ihre Beine starren, sonst merkt ihr Vater noch was, der würde mich umbringen. "Tobio?" Ich drehte mein Kopf noch nie so schnell um, wie in diesem Moment. Oh nein, bitte lass den Vater nichts gesehen haben. "Tobio??", wiederholt sich ihr Vater. "Ehm, Ja?", ich sollte aufhören so nervös zu reagieren. "Endlich hörst du mich. Ich lass dich gleich bei dir zuhause raus, ok?" Das heißt wohl wir sind gleich da, aber wenn ich zuerst aussteige wird Mona aufwachen, das will ich nicht. "Sie können mich auch bei ihnen rauslassen, das ist kein Problem für mich." Er schaute ins Rückspiegel und grinste leicht. "Ein Gentleman also." Etwas verwirrt von dieser Aussage, nicke ich.

Mona wurde von ihrem Vater ins Haus getragen, ich hoffe sie ruht sich richtig aus. Nach meiner Verabschiedung lief ich nachhause. Nach 15 Minuten war ich dann auch schon da. Ich schalte das Licht im Flur an und zog meine Schuhe aus. "Bin wieder da." Keine Antwort, nichts. Mein Vater war nicht da, keiner war da, ich war alleine, wie immer. Ich lief in die Küche und nahm mir aus dem Kühlschrank, was zu essen raus. Ich fing an zu essen und genau in solchen Momenten merke ich, wie sehr mir die Gesellschaft von Mona und ihrer Familie fehlt, diese Wärme will ich auch, aber ich war daran gewohnt alleine zuhause zu sein.

Nach einer langen Dusche, lege ich mich ins Bett und ließ den heutigen Tag nochmal in meinen Kopf Revue passieren lassen. Oh wen haben wir denn da? Wenn das nicht Tobio-Chan ist, machst du immer noch dein King Ding? Seine Worte, die er in der Sporthalle gesagt hat, gingen mir nicht aus dem Kopf, King also? Also wissen es sogar schon andere Schulen, bestimmt haben es Kindaichi und Kunimi weiter erzählt. Warum tun sie sowas? Ich weiß, das es meine Schuld war, dass wir verloren hatten in der Mittelschule, aber mir ging es nicht gut an diesem Tag. Wieso haben sie mich nicht gefragt, wie es mir geht? Was mit mir los ist? Stattdessen ignorierten sie mich und ließen mich allein. Meinen süßen Schüler in Grund und Boden schlagen. Ich ballte meine Hände zu Fäusten, er soll damit aufhören! Seine Provokationen nerven mich. Im Oberschulturnier werde ich es ihm schon zeigen. Oikawa, ich werde gewinnen! Ich nahm mein Volleyball zur Hand, was neben meinem Bett lag und trainierte etwas im Bett damit. Ob Mona immer noch schläft? Vielleicht ist sie ja wach geworden? Ich sollte ihr eine Nachricht schreiben. Ich ließ den Ball aus meinen Händen fallen und drehe mich zur Seite, um mein Handy vom Nachtisch zu nehmen. Ich entsperrte es und ging auf unseren Chat drauf. Die letzte Nachricht war von ihr, dass sie schon auf den Weg zur Aobajohsai Schule ist mit einen Zwinkernden Emoji. Ich musste leicht schmunzeln. Sollte ich schreiben? Es ist schon spät und bestimmt hat ihr Vater schon erzählt, was passiert ist. Ich könnte sie auch anrufen, ich tippte auf das Anruf Symbol, neben ihren Namen. Nach einmal piepen, ging sie sofort ran. "Tobio?", ihre Stimme hört sich müde an, vielleicht hätte ich doch nicht anrufen sollen. "Immer noch am schlafen?", frag ich sanft. "Nein, bin wach geworden, als mein Vater mich ins Bett legen wollte.", ich musste leicht lachen. "War die Milch so lecker, dass du sofort eingeschlafen bist?" "Genau, hab dadurch sehr viel Melatonin produziert und musste schlafen und die Milch war köstlich, danke der Nachfrage, Tobio.", man hörte den Sarkasmus heraus. Melatonin? Sie weiß ganz genau, dass ich mit solchen Fachbegriffen nichts anfangen kann. "Vielleicht fandest du auch nur meine Schulter sehr anziehend.", sie etwas zu ärgern schadet nicht. Es kam nichts von ihr. Hab ich was falsches gesagt? Hat ihr Vater das nicht erzählt? "Mona? Noch da?" "Nein, ganz sicher nicht.", sie hörte sich etwas heiser an. "Doch." "Nein!" "Doch." "Nein, jetzt hör auf damit. Warum hast du angerufen?", sie war genervt.  "Einfach so." Ich kann mir vorstellen wie sie gerade ihre Augen verdreht. "Okey, wenn nichts weiter ist, geh ich jetzt schlafen." "Hast du nicht genug geschlafen?" Sie lacht, ein süßes lachen. "Vom Schlaf kann man nicht genug kriegen!", sagt sie energisch. "Das stimmt, gute Nacht und träum schön von meiner Schulter." Ich hörte sie schnalzen, "Gute Nacht, Tobio und ganz sicher nicht!" Danach hörte ich nur noch das piepen. Ich musste schmunzeln. Ach Mona, wenn du wüsstet.

Wenn du wüsstest, dass ich nur die Wärme deiner Stimme hören wollte. In meinen kühlen einsamen Zimmer.

•NOTE•
Diesmal habe ich aus der Perspektive von unseren süßen Kags geschrieben, ich hoffe es ist mir gut gelungen. Hab auch versucht ein paar Schatten Seiten aus seinem Leben darzustellen, die später noch eine größere Rolle spielen werden.
Oh und vielen Dank für die vielen Reads!<3

If not us, who then?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt