Mona
"Der Zuspieler, der Nekoma war verdammt gut!", Tobio's euphorische Stimme, dröhnte durch meine Ohren.
Wir saßen im Klassenzimmer von mir und er erzählte mir gerade von seinem Trainingslager mit der Nekoma in der Golden Week, die am Wochenende stattgefunden hat. Ich konnte nicht anders und musste in seinen blauen Augen schauen, die so sehr Freude ausstrahlen. "Du hättest die Taktiken sehen müssen, die er angewendet hat, Mona!" Ich musste schmunzeln. Er ist immer wieder fasziniert, wenn er hervorragende Zuspieler entdeckt, obwohl er selber so talentiert ist. Jedoch kann er so viel gutes über den Zuspieler der Nekoma reden wie er will, es wird nämlich die Tatsache nicht ändern, dass er Oikawa am meisten bewundert und zu ihm hinaufschaut, seit dem ersten Tag der Mittelschule.
Er erzählt mir weiter von der Nekoma und wie gut sie doch in der Defensive sind, dabei nahm er ein Schluck von seiner Milch. Ich holte derzeit mein Essen heraus und legte es auf mein Tisch. "Ah, wie lecker! Hat deine Mutter dir wieder Onigiris gemacht?" Er schaut dabei mein Essen an. "Ja, wieder selbstgemachte. Willst du was haben?" Sein Blick schweifte zu meinen Augen. "Ja, bitte!" Ich nahm ein Onigiri aus meiner Box heraus und hielt es ihm vor seinem Gesicht, damit er es aus meiner Hand nehmen kann. Er beugte sein Kopf etwas zu meiner Hand und grinste schelmisch. Das heißt nichts gutes! Danach biss er einfach vom Onigiri ab. "Mmm, so verdammt lecker!" Ich war überrascht, damit hab ich nicht gerechnet. Ich spüre, wie die Wärme in meinen Kopf sich ausbreitet "Hey Mona, alles gut?", er hört sich besorgt an. "Ja.. Ja! Alles gut. Nimm es nächstes mal einfach aus meiner Hand!" "Wieso? Du hast es mir so schön hingehalten, da konnte ich nicht anders." Sein grinsen wurde breiter. "Igitt, ich will aber dein Speichel nicht an meinen Fingern kleben haben." Er fing an zu schmollen und ich musste deswegen lachen. Er schaute zu meiner Hand und nahm den Rest vom Onigiri, dabei streifen seine Finger kurz meine, die mir eine leichte Gänsehaut zufügen. "Hat das alte Ehepaar genug rum getrudelt?" Die nervige Stimme, der Pommes erreichte uns. Muss er gerade jetzt kommen? "Verzieh dich!", zischt Tobio ihn an. "Aha, hat der König etwa vergessen, dass er auf meinen Platz sitzt?" Das stimmt, aber das gibt ihm noch lange nicht das Recht so herabwürdigenden zureden! Ich wollte was sagen, aber Tobio hielt mich auf. "Schon gut, es klingelt sowieso gleich zum Unterricht.", er gab mir ein ruhigen Blick, trotzdem konnte ich die Wut an seiner Körpersprache sehen. Er gab der Riesen Pommes noch einen tödlichen Blick und ging dann aus dem Klassenzimmer. Die Pommes setzte sich auf sein Platz und schaute mich skeptisch an. "Was?", blaffe ich. Er zog eine Augenbraue hoch. "Über was habt ihr geredet?" Was interessiert ihn das? "Geht dich nichts an!" Er kam mit seinem Kopf etwas näher zu mir. "Scheint so, als ob du es ihm immer noch nicht gesagt hast.", flüstert er in mein Ohr. Meine Augen weiten sich etwas. Was meint er damit? "Was willst du mir damit sagen?", ich versuchte nicht nervös zu klingen. Er zog seinen Kopf wieder zurück und schaut mir ins Gesicht. "Dein Geheimnis natürlich, Prinzessin.", sagt er mit einem mokanten Lächeln. Seine Worte ließen mich erschaudern, was ich mir von außen nicht anmerken lasse. Geheimnis? Weiß er etwa davon? "Es gibt kein Geheimnis!", ich wurde etwas lauter. Vom Augenwinkel aus, sah ich wie Yamaguchi uns besorgt anschaut. "Na, wenn das die Prinzessin so sagt, muss ich wohl recht haben, nicht wahr?", er fing an zulachen. Er macht mich wütend, er soll sich endlich umdrehen! "Da gibt es nichts! Also Nerv mich nicht!" Er hörte auf zulachen und schaute nun ernster. "Irgendwann, kommt die Wahrheit immer ans Licht.", danach drehte er sich um.
Es klingelt und der Unterricht fing an. Ich musste mich beruhigen. Der kann doch davon nichts wissen, oder? Ich schaute aus dem Fenster und bemerkte erst jetzt wie es regnet, ich mag das Geräusch, was entsteht, wenn die Regentropfen gegen das Fenster prasseln, das beruhigt meine Nerven. Dennoch konnte ich mich nicht auf den Unterricht konzentrieren, zum Glück war es die letzte Stunde, mehr würde ich nicht aushalten.

DU LIEST GERADE
If not us, who then?
FanfictionMona lebt seit ihrem 2. Lebensjahr in Japan. Schon im Kindesalter spielt sie mit ihrem besten Freund Volleyball, die beiden sind unzertrennlich. Jahre vergehen und sie beendet erfolgreich die Mittelschule. Mit neuen Zielen und träumen fängt erst jet...