Noch am leben

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Loki Pov

Panisch kommt Natasha in meine Richtung gerannt.
»Peter...«, stottert sie und Tränen sammeln sich in ihren Augen.
»Sie, sie hat ihn mitgenommen.«, mein Herzschlag beschleunigt sich sofort, als sie das sagt.
»Wer!«, sie schluchzt als sie mit ihren Schultern zuckt.
»Ich weiß es nicht, ich habe mich nur einmal kurz umgedreht und dann habe ich ihn schreien gehört. Da war nur noch ein schwarzes Auto was mit quietschenden Reifen weggefahren ist.«
Mit einem Mal hört sie auf zu weinen und wird ernst. »Ich werde jeden umbringen der ihm auch nur weh tut. Ich werde jeden Gefallen einfordern um ihn wieder zu finden.«
Meine Gedanken kreisen die ganze Zeit um Peter. Natasha und ich haben so darauf aufgepasst, dass niemand erfährt, dass Peter unser Sohn ist. Er sollte durch seine Eltern mich in Gefahr geraten.
Und jetzt...
Und jetzt ist er weg und wir wissen nicht wo er ist. Er könnte überall sein. Mein ein und alles.
Wenn ihm etwas passiert werde ich es mir nie verzeihen können.
»Ich rufe Thor und du Yelena! Mit ihrer Hilfe finden wir ihn.«

Peter POV
Ich weiß nicht wo ich bin. In der einen Sekunde war ich noch bei Mama. Ich ziehe meinen Teddy fester an mich. Hier ist es dunkel. Viel zu dunkel ich habe Angst.
»Mama, Dad!«, rufe ich, aber sie antworten nicht.
»Sie werden nicht kommen.«, auf einmal geht das Licht an. Ein gruseliger Mann steht vor mir.
»Wir gucken uns mal an was du so kannst kleiner. Als Kind von Black Widow und Loki müsstest du ein bisschen was geerbt haben.«, ich schüttele meinen Kopf und weiche bis an die Wand zurück. »Bitte nicht, ich will zu Mama.«
»Sie kann dir hier nicht helfen.«, er grinst als er mich hoch hebt und aus dem Raum trägt.
»Bitte bitte nicht, ich will das nicht.«, aber der Mann hält mich nur fester, so dass es weh tut.
Mama bitte finde mich.

8 Jahre später

Wie jeden Tag in den letzten 8 Jahren muss ich wieder für seine Experimente kämpfen.
Er will wissen ob mir Loki irgendwelche Fähigkeiten mitgegeben hat und ob er sie kopieren kann. Und wie jeden Tag passiert nichts, ich habe rein gar nichts von meinem Vater geerbt. »Du Schwachkopf, tu nicht so als ob du nichts kannst, ich weiß, dass mehr in dir steckt als das.« Ich drehe meinen Kopf zu ihm und sehe ihn mit hochgezogener Augenbraue an.
Ich schüttele den Kopf. In mir ist nichts. Zumindest nichts von meinen Eltern, aber ich werde ihm niemals zeigen zu was mein Körper im Stande ist. Jeden Tag versuche ich von hier zu verschwinden auch wenn es nie klappt. Ich gebe die Hoffnung nicht auf meine Eltern irgendwann wieder zu sehen.
»Lass mich endlich gehen!«, aber wie jeden Tag wendet er sich ab und lässt mich in meiner Zelle alleine. Ich habe nichts mehr. Aber ich kann hier nicht mehr bleiben.

Ich liege auf dem Bett, das einzige was in meiner Zelle steht und starre an die Decke. Auf einmal höre ich ein klacken. Ich drehe verwirrt meinen Kopf zur Tür. Sie steht einen Spalt breit offen, als ob sie einfach aufgegangen wäre. Aber das ist unmöglich. Mit Sicherheit wird er gleich hier auftauchen und mich zu neuen Experimenten auffordern. Aber als er nach 20 Minuten immer noch nicht da ist, setze ich mich auf. Auch wenn es am Ende vielleicht nur ein Experiment ist, vielleicht habe ich Glück und kann von hier verschwinden. Nach 8 Jahren.
Also stehe ich auf und gehe langsam auf die Tür zu. Ich ziehe sie weiter auf, dahinter ist alles dunkel, aber ich kenne die Wege hier in und auswendig und er hat auch schon draußen mit mir experimentiert. Ich weiß wo der Ausgang ist.
Ich gehe so leise wie möglich zum Ausgang.
Als ich die Tür öffne passiert nichts, kein Alarm, nichts. Und dann fange ich an zu rennen.
Hier sind überall Bewegungsmelder. Wenn ich schnell genug renne, schaffe ich es vielleicht, ohne dass er mich entdeckt. Ich renne so schnell wie ich kann. Noch nie in meinem Leben bin ich so schnell gerannt. Endlich, endlich habe ich die Chance, von hier zu verschwinden, meine Eltern wieder zu sehen. Ich renne, bis ich am Zaun ankomme. Er ist mindestens 5 m hoch. Ich nutze meine Spinnenkräfte, die ich mein ganzes Leben lang Vor ihm versteckt habe. Ich habe sie erst entdeckt, nachdem ich über drei Jahre hier war, aber ich würde sie niemals zeigen und dann Springe ich über den Zaun und renne weiter. Ich höre nicht auf zu rennen. Ich höre erst auf zu rennen, als der Tag beginnt, als die Sonne aufgeht. Ich bin in mitten eines Waldes. Ich muss herausfinden, wo ich bin und ich muss herausfinden, wo meine Eltern leben. Ich hoffe, dass ich sie heute noch finde. Ich werde nicht aufhören, dass ich sie gefunden habe.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Dec 02, 2024 ⏰

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Peter Parker OsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt