Kapitel 7 - Entdeckt

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Schnelle Schritte, leichte auf und ab Bewegungen und die für Wiener Walzer, in meinen Ohren, all zu bekannte dramatische Weltuntergangsmusik.
Wir flogen praktisch über die Tanzfläche!
Als das Lied mit einem sehr dramatischen Finale  der Streicher endete, beendeten auch wir unseren Tanz und liefen, leicht außer Atem, zurück zu unserer Ausgangsposition.
"Das reicht für heute, der Kurs ist eigentlich schon seit einigen Minuten vorbei", lachte unser Tanzlehrer "Und die Linksdrehung kriegt ihr schon echt gut hin! Wir sehen uns dann nächsten Samstag!", verabschiedete er sich und lief schon mal aus dem Saal, um sich mit den anderen Tanzlehrern... Keine Ahnung, was die da eigentlich machten.
Nora und ich setzten uns noch auf die bequemen Stühle am Rand und zogen uns unsere normalen Schuhe an. Die Tanzschuhe würden den normalen Boden wohl kaum überleben.
"Wollen wir noch ein Eis essen gehen? Das haben wir uns reichlich verdient", lachte Nora " zudem sollten wir die letzten schönen Herbsttage genießen", fügte sie hinzu.
Es wurde tatsächlich immer kälter, früh morgens hatte es sogar schon Frost auf den Wiesen, mittags hingegen stieg die Temperatur auf angenehme 20°C an.
"Klingt gut", meinte ich, mit einer Vorfreude auf Eis, "Aber weißt du, welche Eisdiele noch auf hat, es ist ja immerhin fast Mitte Herbst..."
"Im Park sollte noch eine offen sein", meinte Nora. Na klar, immer, wenn es um süßes ging, wusste sie alles.
"Gut, dann machen wir uns noch einen schönen Nachmittag im Park mit ner Menge Eis", sagte ich, legte meine Hand um ihre Hüfte und spazierte Richtung Ausgang.
"Eric!", kam es von hinten.
Ich wandte mich nach hinten und sah Madlaine, die sich im letzten Moment zu sich her winkte, bevor ich die Tanzschule verlassen konnte.
"Du hast nicht zufällig Lust beim neuen Anfängerkurs der Schulen auszuhelfen, oder?", bat sie mich.
"Hmm...", ich dachte nach. Eigentlich wollte ich ja mit Nora Eis essen gehen... Und die Schritte im Anfängerkurs waren auch ziemlich langweilig...
"Biiiteee", flehte sie mich an.
"Na gut...", seufzte ich.
"Danke! Du weißt ja, wie viele Mädchen sich immer anmelden und wie wenig Jungs...", entschuldigte sie sich dankend.
"Dass du mir aber nicht fremdgehst", lächelte Nora und drückte mir einen Kuss auf die Lippen.
Sie hätte ebenfalls nicht widersprechen können und das wusste sie. Deshalb nahm sie es mir auch nicht übel.
"Dann bis heute Abend", sagte ich, als ich mich von ihr löste.

Ich war einfach zu nett.

Der Saal war vollgestopft mit Mädchen und Jungen die Tanzen lernen wollten... aber überwiegend Mädchen. Und dann gab es noch diejenigen, die es schon konnten und nur zur Aushilfe da waren. Ich, und wahrscheinlich auch alle anderen in meiner Situation, erwarteten wieder eineinhalb Sunden voller Langeweile und Grundschritten. Allerdings war sowas auch Futter für das eigene Ego, da man sich bei sowas immer wieder weißmachen konnte, dass man viel besser war.

Nach 15 Minuten des Chachacha Grundschritts kamen die Worte, die ich schon damals gehasst habe: "Die Herren fordern jetzt bitte eine Dame auf."

Nun hatte jeder die Qual der Wahl... "Nehme ich meinen schwarm und tanze mit ihr?", "Nehme ich die hübscheste, damit jeder denkt, ich könnte mit Frauen?", "Bleibe ich in der ecke stehen und bin ein Badboy, der alle Damen ignoriert?", "Nehme ich die, die so aussieht, als könne sie gut tanzen?"

Ich achtete mehr auf letzteres, aber wartete dennoch ein bisschen, um den eigentlichen Herren ihre Damen nicht wegzuschnappen. Während ich die einmählig abnehmende Zahl der Damen betrachtete, fiel mir ein Mädhen besonders ins Auge. Sie war, grob geschätzt, ungefähr so alt wie ich, hatte Blonde lange Haare und... rote Augen? Das sah umwerfend aus! Ich wunderte  mich, dass sie noch niemand Aufgefordert hatte. Ich musterte sie weiter und ihre kleidung sah ebenfalls gut aus. Nicht, dass ich nur auf soetwas achten würde, allerdings kann man häufig aus dem Aussehen einer Person ablesen, wie sie sich zu anfangs wahrscheinlich verhält.

Sie schien mir nett.. die schlussfolgernde Reaktion darauf war daher natürlich...

"Hallo, ich bin Eric, darf ich um diesen Tanz bitten?", stellte ich mich vor und hielt ihr meine Hand hin.

'Darf ich um diesen Tanz bitten?! Gehts noch altbackener?' Nicht, dass ich mich in sie verliebt hätte oder so, ich liebte Nora aus ganzem Herzen und käme nie auf die Idee, sie zu betrügen, aber dennoch achtete ich auf den Eindruck, den ich bei anderen Menschen hinterließ. Und dieser Eindruck schien  meines Erachtens gerade von 'Normaler Typ' zu 'etwas komisch' abgewichen sein, aber dass könnte natürlich auch ganz anders sein.

Während ich noch in selbsthass schwelgte, ertönte schon ein "Ja, gerne" von dem Mädchen, vor dem ich stand. Sie legte ihre Hand in die, die ich ihr bereits hinhielt, gingen in Tanzhaltung und warteten darauf, dass die Musik startete.

"Wie heißt du eigentlich?", fragte ich.

"Leyla", antwortete sie.

"Schön, dich kennen zu lernen.", erwiederte ich.

Die ersten taktschläge der Musik begannen und wir fingen an zu Tanzen. Sie konnte es erstaunlich  gut.

"Hast du schon mal getanzt?", fragte ich, in der Hoffnung auf eine halbwegs interessante Konversation, um der Langeweile des Grundschritts zu entkommen.

"Nein, noch nie", antwortete sie mir.

"Dafür kannst du aber echt gut Tanzen.", meinte ich.

"Danke, du aber auch", sagte sie.

"ich muss es auch können, denn ich tanze schon ein paar Jahre.", lachte ich.

"Oh. Ich fühle mich geehrt, mit solch einer talentierten Person tanzen zu dürfen", scherzte sie.

Sie schien wirklich nett zu sein. Dieser Eindruck verfestigte sich auch noch die folgende Stunde, die wir mit langweiligen Grundschritten diversen Tänzen verbrachten.

"So! Das wars für heute! wir sehen uns nächste Woche wieder!", kündete Madlaine an, "Und kommt auch mal zu den Übungspartys an den Wochenenden!", fügte sie hinzu.

Der Saal leerte sich enmählig und die Übriggebliebenden begaben sich plappernd ebenfalls Richtung Ausgang, um platz für die nächsten Tänzer zu machen. Ich setzte mich auf einen Stuhl und zog mir meine Tanzschuhe aus.

"Also dann, bis nächste Woche", verabschiedete sich nun auch Leyla und lief zum Ausgang, wo offenbar ein junge auf sie wartete, scheinbar ihr Freund.

Schwarze, kurze, struppige Haare, blaue Augen- 'Moment! Das ist er doch!', dachte ich mir.

Ja! er war es. ganz sicher.

carson!

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Heyo leuts :3

Diesmal hab ich nicht wirklich was zu sagen, außer : Danke für fast 800 reads *-*

und ich wollte meine Leser ja näher kennenlernen, also:

Tanzt ihr, und wenn ja, was?

das war alles meinerseits, haut rein und seid so, wie ihr sein wollt :3

MrLiamJ

A story about Love and MurderGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt