Kapitel 16- Ein "normaler" Morgen

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Die Sonne kitzelte Hoshis Haut, als diese langsam die Augen öffnete.
Sie fühlte sich viel lebendiger und besser,sie war wieder vollsten regeneriert.
Hoshi setzte sich auf.
"Oh du bist schon wach?" Fragte eine bekannte Stimme und ließ Hoshis Herz kurz stehen bleiben.
Es war also doch kein Traum....dachte sich Hoshi als sie sich Richtung dieser Stimme drehte.
Da lag Chrollo und blätterte in einem Buch, während der kleine Cintro an ihn gekuschelt war.
Er hat ihn also kennen gelernt....
Hoshis Kopf fing wieder an zu schmerzen, verdammt wäre sie nur gestern nicht einfach so eingeschlafen.
"Was ist gestern Abend passiert Chrollo?"fragte Hoshi und zog ihren Sohn an sich.
"Ich und Cintro haben uns kennen gelernt. Eine kleine Vater-Sohn Beziehung aufgebaut." Während er sprach, bildete sich ein kleines Grinsen auf seinem Gesicht.
Und Hoshi sollte wissen warum, als sie die Stirn ihres Sohnes sah.
Cintro hatte die selbe Tätowierung wie Hoshi und Chrollo auf der Stirn.
Nein nein nein nein nein.
Hoshis Augen fingen an sich mit Tränen zu füllen.
"Was hast du getan Chrollo....was hast du GETAN!?" Hoshis Stimme wurde immer lauter.
Er hat doch nicht ernsthaft seinen eigenen Sohn mit einem Schwur an sich gebunden.
Nein, nun ist auch Cintro verloren dachte sich Hoshi.
"Nun du hattest recht...Cintro könnte mächtig werden und mich irgendwann bekämpfen! Und ich meine unter einer Familie bekämpft man sich doch nicht oder?" Chrollo setzte sich nun auch auf und sah in Hoshis Gesicht.
"Deshalb habe ich ihn auch an mich gebunden. Ich meine er ist immerhin mein Sohn..." Chrollo sah sie unschuldig an.
In Hoshi brodelte es. Sie konnte ihre Tränen nicht mehr zurück halten, ihr Sohn war nun auch verflucht. Dieser ganze Schwur war ein Fluch, denn wie soll man sich an etwas halten was einem selber schadet.
Damals hat sie es getan weil sie wirklich etwas für Chrollo empfand, doch nun bereut sie es, sie bereut es einfach zutiefst, denn nun läuft dieser Irre hier rum und Hoshi kann ihn nicht besiegen weil sie sonst selber ihr Leben lässt.
"Gott Cintro....es tut mir so so so leid...." flüsterte Hoshi in die Haare ihres Sohnes, welcher noch immer schlief. Sie hat ihren Sohn stark mit ihren Armen umklammert.
Chrollo rückte näher an seine Frau und hob ihr Kinn an. Ihre eisblauen Augen waren mit Tränen gefüllt und das gefiel Chrollo garnicht. Für ihn waren es zu viele Emotionen.
Er kam mit seinem Gesicht dem ihrem immer näher."Das ist deine Strafe Hoshi, dafür das du versucht hast meine Truppe zu zerstören." Chrollo wischte sanft eine Träne von Hoshis Wange "und weinen steht dir nicht."
"Ich werde deine verdammte Truppe zerstören, wie kannst du das deinem eigenen Kind antun Chrollo?" Flüsterte Hoshi verzweifelt. Ihre Stimme brach und Chrollo merkte wie schwach sie doch in Anbetracht ihres Sohnes ist. Damals war Hoshi nicht so.
"Er ist mein Sohn und wenn du nicht aus eigener Faust dazu entschließt dich an mich zu binden und an meiner Seite zu sein, muss ich es mit unserem Sohn erzwingen." Sprach Chrollo und stand vom Bett auf.
Hoshi ließ sich erschöpft mit ihrem Sohn zurück ins Bett fallen.
Ihre Nerven liegen blank.
Sie schloss die Augen und umarmte ihren Sohn. Nun hat sie ihn selber mit hinein gezogen. Nun muss sie ihren Plan ändern. Gewaltig ändern.
Es nützt nichts Chrollos Truppe zu zerstören, sie muss ihn zerstören.
Chrollo zog sich gerade die Hose über.
In ihm breitete sich tiefste Befriedigung aus, weil er nun auch seinen Sohn an sich gebunden hat und damit seine eigene Frau. Er quälte Hoshi damit und es machte ihn glücklich.
Wenn er weiter daran arbeitet könnte Cintro eine mächtige Waffe werden mit seinem vererbten On. Er ist klein und jung und leicht zu manipulieren und könnte sich schnell an die Befehle seines Vaters gewöhnen.
Chrollo könnte diesen kleinen in eine Kampfmaschine verwandeln wäre da nicht seine Mutter.
"Papa?" Die zarte Stimme seines Sohnes zog Chrollo wieder in die Realität.
Cintro guckte Chrollo mit großen unschuldigen Augen an und dann Hoshi welche Cintro erschöpft anlächelte.
Hoshi wollte nicht das Cintro etwas mit bekam.
Sie lächelte einfach.
Sie setzte wieder eine Maske auf.
Chrollo setzte sich wieder aufs Bett und nahm seinen kleinen in den Arm.
Das Bild könnte einem das Herz erwärmen, wäre Chrollo kein kranker Soziopath der seinen Sohn für eigene Zwecke nutzte.
Jedoch schien Cintro sich sehr wohl bei seinem Vater zu fühlen und irgendwie wollte Hoshi ihm dieses Wohlbefinden nicht nehmen. Sie und Chrollo wissen nicht wie es sich anfühlt Eltern zu haben, an dessen Schulter man sich lehnen kann und in dessen Arme man fallen kann.
Cintro hat gerade beides und dieses Bild ließ Hoshi ein Stück ihrer Rache vergessen.
Sie kann Chrollo nicht beseitigen und vielleicht ist es auch aufgrund des Sohnes gut das sie es nicht kann.
Doch was empfindet Chrollo dabei sein eigen Fleisch und Blut nah bei sich zu haben.
Was fühlt dieser Mann eigentlich? Fragte sich Hoshi.
Sie dachte sie kennt ihn...jedoch ist er noch grausamer als sie es dachte.

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