Kapitel 12- Erinnerung und Pläne (1)

150 9 0
                                        

Hoshi seufzte erleichtert als sie endlich Meteor City betraten.
Akya schaute sich auch interessiert um, da sie vorher noch nie in Meteor City war.
In Akyas Arm saß der kleine Cintro.
"Wo steht denn euer altes Haus Hoshi?"fragte nun Akya nach einem längeren Fußmarsch.
"Hm....wir sollten bald da sein, wir haben recht weit am Rand gewohnt!" War Hoshis einzige Antwort, sie musste selber etwas überlegen, paar Jahre ist es ja schon her.
"Ah da ist es!" Hoshi zeigte auf ein kleines, schönes Haus, am Rande der Stadt.
Ein bis zwei Fenster waren am Haus zerschlagen aber an sich wirkte es noch recht lebendig.
Hoshi blieb vor der Tür stehen und drückte diese auf. Nur etwas schwer aber die Tür ging auf.
Akya staunte leicht, es erinnerte sie an ein Haus wie in solchen Märchen mit Happy Ends, wo die Prinzessin und der Prinz drin wohnten.
Es war von innen sehr gemütlich eingerichtet, jedoch war es sehr verstaubt.
Auch Hoshi war leicht erstaunt in was für einem guten Zustand das Haus geblieben ist.
Nichts knarzt, es läuft kein Wasser von der Decke.
"Das Haus hat sich ja gut gehalten! Ich bin beeindruckt!" Hoshi grinste leicht.
Sie ging weiter hinein, viele Erinnerungen spiegelten sich hier wieder. Cintros Geburt, die Hochzeit, ....Hoshis Entführung.
Auch Akya fing auch alles zu analysieren.
Sie sah viele Bilder an der Wand hängen von Cintro.
"Ach Gott ist das etwa Cintro als Baby!?" Sie nahm das Bild von der Wand und musterte es.
Hoshi kam neben sie und sah sich das Bild lächelnd an. "Oh ja da war er gerade mal lass mich überlegen....5 Monate? Er war ein dickes baby!" Hoshi kicherte und nahm Cintro hoch auf den Arm und kniff diesem lächelnd in die Wange.
"Erinnerst du dich noch ans Haus Cintro?" Hoshi sah ihren Sohn lange an.
Sie sah das Cintro überlegte, irgendetwas war in Erinnerung geblieben.
Doch Cintro schüttelte den Kopf.
Hoshi nickte nur und ließ ihn wieder runter. "Kein Wunder du warst ja auch gerade mal paar Monate alt!"
Während Akya sich alles im Wohnzimmer unter die Lupe nahm, bewegte sich Hoshi weiter ins Schlafzimmer.
Sie sah das große schöne Bett, der Schrank wo bestimmt noch ein Haufen Klamotten drin hingen, das Bild welches auf der Kommode stand, mit diesem wunderschönen Goldenen Bilderrahmen.
Ihr Hochzeitstag.
"Oh mein Gott...." hoshi nahm den Bilderrahmen in die Hand.
Das Bild innen zeigte sie, mit kurzem, hochgestecktem Haar und einem wunderschönen weißen Kleid.
Und daneben stand Chrollo.
Hoshi musste sich ja wirklich ein Lachen verkneifen. Gott diese Haare....ob er immer noch so aussieht? Fragte sich Hoshi und strich sanft über das Bild.
Es fühlt sich an als wäre es gestern gewesen...wie schön es war weil es sich so echt angefühlt hat.
Wie schön echt sich diese gespielten Gefühle angefühlt haben.
Hoshi legte das Bild in ihre Tasche.
Sie wollte es mit nehmen, immerhin soll Cintro wissen wie sein Vater aussah, irgendwann wird er sie eh fragen und Hoshi will ihren kleinen darin nicht anlügen.
Akya kam nun auch ins Schlafzimmer grinsend. "Alles klar hier wurde also der kleine Cintro gezeugt?!" War Akyas erster Kommentar.
Hoshi seufzte und haute sich die flache Hand gegen die Stirn."Akya was hab ich dir über Kinderfreundlichkeit gesagt!?"
Akya kicherte und winkte es ab. "Ach entspann dich!"
Akyas Blick fiel dabei direkt auf das Bild. "Ist das etwa dein Mann!?" Sie nahm das Bild aus der offenen Tasche und sah es interessiert an. Akya war beeindruckt was für einen Charismatisch hübschen Mann Hoshi geheiratet hat.
Hoshi war froh das Akya nicht wusste wie Chrollo aussah, sein Name war ihr jedoch bestimmt bekannt.
"Ja das ist mein Mann..."antwortete Hoshi während sie weiter alle Schubladen durchsuchte.
"Guck mal Cintro dein Papa!" Akya bückte sich zu Cintro und zeigte ihm das Bild.
"Akya warum zeigst du ihm das jetzt!?" Keifte Hoshi entnervt und haute die Schublade zu.
"Er muss doch so oder so es irgendwann erfahren!" Verteidigte sich akya.
"Ja irgendwann! Aber nicht jetzt!!!" Hoshi ging auf Cintro zu und nahm ihm das Bild aus der Hand.
"Mama was ist Papa?" Der kleine legte den Kopf verwirrt schief.
"Er weiß nicht mal was ein Papa ist?" Fragte Akya nun empört.
"Ich wünschte eigentlich er würde es nie erfahren, aber wenn er alt genug gewesen wäre, hätte er verstanden was ein Papa ist und mich so oder so gefragt!" Sagte Hoshi als sie Platz auf dem staubigen Bett nahm und Cintro auf ihren Schoß setzte.
Hoshi seufzte schwer. "Guck mal mein Schatz....ein Papa ist jemand der mit der Mama zusammen dich ganz dolle liebt und daraus entstehen dann babys! Du bist auch aus....ganz dolle lieb haben entstanden! Verstanden?" Erklärte nun Hoshi etwas verloren. Sie hasst solche Erklärungen. Kann er nicht einfach auf einmal 21 sein und alles wissen? Dachte sich Hoshi und beobachtete Cintros Reaktion.
Cintro nickte leicht. "Wie du aber Papa und nicht Mama?" Fragte Cintro nun und legte seine kleine Hand auf Hoshis Wange.
Hoshi nickte leicht und lächelte. "Genau!"
Cintro klatschte glücklich in die Händchen. "Akya ich hab Mama und Papa!" Erklärte der kleine nun stolz.
Akya lächelte breit. "Wie toll mein kleiner das freut mich!" Sie nahm ihn dabei in die arme.
Cintro liebt Akya wie eine Schwester. Und je mehr Zeit beide miteinander verbringen, desto mehr und mehr schließt auch Akya ihn und Hoshi ins Herz.
Hoshi erhob sich wieder lächelnd und öffnete den Schrank. "Schau mal...mein Hochzeitskleid!" Dabei holte sie das weiße Kleid aus dem Schrank. "Ich wusste doch das ich es noch habe!" Grinste die junge Blauäugige und sah es sich an.
Das Kleid hatte einen riesen Rückenausschnitt und war fast komplett aus weißer Spitze.
Es war bis zum Hals komplett geschlossen und schöne weiße Perlen sind um den Kragen angebracht, so das diese am Rücken runter hängen.
Akya staunte. "Wow wow wow!" Auch Cintro klatschte beeindruckt in die Händchen.
"Ich bin hin und weg Hoshi! Das sieht ja absolut bezaubernd aus!" Hoshi nickte auf Akyas Aussage hin.
"Danke....wir haben es hier in Meteor City schneidern lassen! Bei einer alten Dame namens....Midori....ich erinnere mich ja!" Hoshis lächeln blühte weiter auf.
Sie erinnert sich an diese liebe alte Frau. Midori hat Chrollo immer gewarnt ihm Böses anzutun sollte er Hoshi verletzen.
Wenn diese alte Dame es nur wüsste....
Sie fühlte sich von ihr beschützt.
Doch bevor das Kleid fertig wurde, starb Midori.
Und ihre junge Nichte Mika schneiderte dieses zuende.
Hoshi knirschte mit den Zähnen.
"Hoshi? Alles okay?" Fragte Akya da sie Hoshis Gefühlswandel bemerkte, den auch ihr On wurde unruhig.
Hoshi nickte leicht. "Ja mich macht es nur leicht traurig, die Schneiderin dieses Kleides ist gestorben!" Erzählte Hoshi und legte auch ihr Hochzeitskleid in die Tasche. "Ey ey ey wo packst du das den hin! Damit wirst du dich nicht von deinen Erinnerungen trennen können!?" Schimpfte Akya und stellte sich vor Hoshi.
Akya findet das Hoshi es verbrennen sollte.
"Genau von dieser Erinnerung will ich mich nicht trennen akya! " gab Hoshi zu.
Nicht alles was passiert ist hat sie verletzt.
Diese Hochzeit hat sie glücklich gemacht, wenn auch für eine kurze Zeit.
Nicht alles sollte man vergessen dachte sich Hoshi als sie an Akya vorbei ging.
Akya seufzte. "Okay aber das wars! Du wolltest dich trennen also trenn dich von diesem ganzen Haus! Mehr brauchst du nicht!" Rief akya hinterher.
Sie seufzte und ging ins Wohnzimmer wo sie sah wie Hoshi etwas Öl aus dem Schrank suchte.
"Nimm Cintro schon mal mit raus! Ich komme gleich! Ich bereite nur noch alles vor." Gab Hoshi den Befehl woraufhin akya einfach nur nickte und den kleinen Cintro hoch in den Arm nahm und das Haus verließ.
Cintro wirkte müde.
Er hatte altes verstaubtes Spielzeug in der Hand. Eine kleine Katzenpuppe. Akya lächelte und streichelte Cintros Kopf als sie vor dem Haus zum Stehen blieb.
Sie fühlt sich etwas besser. Das Haus war schön  das musste Akya zugeben, jedoch spürte sie die gemischten Auren, die Gefühle die im Haus geblieben sind.
Hoshi verließ nun auch mit ihrer Tasche das Haus und machte ein Streichholz an. Sie ließ es hinter sich fallen und ging auf Akya zu. Dieser nahm sie dann sanft den schlafenden Cintro aus der Hand und beobachtete, wie die letzte Erinnerung an sich und Chrollo abbrannte, wie der letzte Ort, an dem sie richtig glücklich war, runter brannte.
Oh Chrollo warum war ich so dumm und habe mich in dich verliebt.

Black WidowGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt