Kapitel 9

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Jahr 75 der neuen Zählung

„Und du bist wirklich der Sohn unseres ehemaligen Anführers und Gründer Jayden?": fragte der Rebell der sich als Alec vorgestellt hatte misstrauisch. „Ja das sagte ich Ihnen doch schon. Ich bin hier um Ihnen zu Helfen. Ich bin hier um die Regierung zu stürzen!!!": schrie Algiar nun schon fast. Unsicher schaute Alec zu einem anderen Rebellen, die in der Nähe stand und das Schauspiel interessiert beobachtet hatte. Dann fasste er einen Entschluss. Er packte Algiar grob am Arm und zog ihn mit sich.
Nach einigen Minuten, die Algiar wie Stunden erschienen erreichten sie ein großer, verschmücktes Metalltor. „ Ihr Ausweis bitte!": sagte ein großer streng aussehender Offizier wie Algiar an seinen Abzeichen erkannte. Nachdem Alec bereitwillig seine kleinen schwarzen Ausweis gezeigt hatte, öffnete sich quietschend das große Tor und sie traten in einen großen Saal. Der Saal komplett mit Gold und Silber verziert und die Decke zierte ein wunderschönes Fresko von Michel Angelo. „Wo haben die nur das ganze Geld für die Verzierungen her? Und wie konnte die Regierung einen so großen Palast bisher übersehen?", dachte sich Algiar insgeheim, während er mit Alec an seiner Seite den langen Gang zu einem golden schimmernden Podest mit einem großen Thron zulief. Da merkte Algiar, dass Alec ziemlich schwitze und sehr unruhig, ja fast ängstlich Aussah. Algiar überlegte sich angespannt woran das liegen könnte? Doch als er nun vor dem großen Podest stand und sich die große prächtig gekleidete Gestalt erhob und auf ihn zukam, vergaß er seine bedenken.
„Das kann nicht sein! Jayden hatte keine Kinder!": schrie der Anführer der Rebellen, der sich als Will vorgestellt hatte aufgebracht. „Es ist aber so! Mein Vater hielte mich versteckt, da er Angst hatte, dass Leute der Regierung mich kidnappen und ihn mit mir erpressen konnten!": schrie Algiar zurück. „Dann beweise es!": zischte Will kalt. Langsam zog Algiar die alte Schwarze Mütze, die er von seinem Vater bekommen hatte aus seiner Jackentasche und hielt sie Will entgegen. Dort standen in weiß gestickt zwei Buchstaben. J W, Jaydens Inizialien.
„Er ist es wirklich. Er ist Jaydens Sohn.": stammelte Will verblüfft. „Ja das bin ich. Und ich bin hier um euch zu helfen.": entgegnete Algiar kühl.
Nachdem die drei sich noch ein Weilchen über Algiar unterhalten hatten. Schickte Will Algiar hinaus und in einen anderen großen Sahl in dem hunderte Tische und Stühle standen. „Das war dann wohl der Essensraum.", dachte Algiar Müde. Dann holte er sich eine Portion schleimigen Haferbrei und lies sich müde an einem der Tische nieder. Nachdem mageren Essen, das übrigens genauso miserabel schmeckt wie das Essen, das er bei Milan bekommen hatte, zeigte ihm Alec noch den Rest des Rebellenlagers. Die Kommandozentrale, Übungshallen in denen man Ausdauer und Kraft trainieren konnte, dann die Übungsfelder auf denen einsetze und Kampfübungen trainiert wurden, die Latrinen und zu guter Letzt brachte Alec ihn auf sein Zimmer. Es war ein kleines, dunkles Zimmer mit wenig Möbel doch das machte Algiar nichts aus. Müde ließ er sich auf das kleine Bett fallen und glitt augenblicklich in einen traumlosen Schlaf.
Zur selben Zeit saß Will auf seinem goldenen Thron und grübelte vor sich hin. „Jaydens Sohn ist bei uns", dachte er immer nur ungläubig. „Die Prophezeiung erfüllt sich.
Endlich gibt es wieder Hoffnun

Im Schatten der grauen RiesenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt