„Bist du Lina", fragt mich mein geheimnisvoller Retter. Ich antworte nicht. Er wiederholt seine Frage, jetzt aber lauter:„ Bist du Lina?" Als ich zum zweiten mal nicht antworte, presst er mir sein Messer an die Kehle. „Ich wiederhole meine Frage jetzt zum letzten Mal. Wenn du wieder nicht antwortest, schlitze ich dir die Kehle auf. Haben wir uns verstanden", fragt er mit ruhiger Stimme. Ich fange an zu wimmern:„Ja, ich bin Lina."
Da er jetzt so nah vor mir steht, kann ich sein Gesicht erkennen. Es ist ganz weis geschminkt, rund um seine Augen sind schwarze Kreise gemalt die verschmiert sind, eine schwarze Linie führt von der unteren linken Wange über seine Lippen und zur unteren rechten Wange (es sieht aus wie ein grinsender Skelett Mund) und auf seiner Stirn prangt ein in schwarz gemaltes umgedrehtes Kreuz (Zeichen des Teufels).
„Sehr schön ",sagt er jetzt,„dich haben wir gesucht." „Wir", frage ich immer noch zitternd. Er nimmt das Messer von meiner Kehle und geht ein paar Schritte zurück. Jetzt sehe ich, das ein anderes Fahrzeug am Eingang der Gasse steht. Bei genauerem hinsehen erkenne ich, dass es der weise kleine Bus ist. „Nein",fange ich an zu schreien,„geh weg! Lass mich in Ruhe!"
Ich weiche zurück bis in die hinterste Ecke der Gasse. „Du hast zwei Möglichkeiten. Erstens du kommst freiwillig mit oder zweitens ich werde dich mit Gewalt in den Bus zerren", sagt er. Da ich mich keinen Zentimeter bewege, schubst er mich unsanft auf den Boden und zieht mich an den Haaren zum Bus. Egal wie laut ich schreie und wie wild ich auch um mich trete, der Griff des jungen Mannes bleibt unerbittert.„Guten Abend meine Schöne", empfängt mich einer der Maskierten Biker,„ich hoffe sie hatten eine angenehme Reise?"
Jetzt beginnen er und der andere Biker laut an zu Lachen.
Die Gestalt lässt meine Haare los und reißt mich an meinem Arm nach oben:„Los rein da!" Widerwillig steige ich in den Bus ein.In einer Ecke des Buses steht 'Gott' und starrt mich mit undurchdringlichem Blick an. Er kommt zu mir stößt mich auf den Boden und bindet mir die Hände auf dem Rücken mit Kabelbindern zusammen. „Au! Nicht so fest! Das tut weh", protestiere ich, aber er lässt sich davon nicht beirren.
In der Zwischenzeit ist auch der Andere eingestiegen und gibt dem Fahrer ein Zeichen, dass er losfahren soll. Ein paar Sekunden später setzt sich der Bus in Bewegung...
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Love&Anarchy
RandomEs ist wieder so weit, die diesjährige Purge steht bevor. Lina und ihre Freunde haben sich dazu entschlossen daran teilzunehmen. Für sie ist es nur ein Spiel aber schnell müssen sie feststellen, dass es die blutige Realität ist. Als sie dann auch n...