Y/n:26 Jahre
Auf der Flucht vor unserer Vergangenheit landen wir in encanto. Wir hoffen, alles einfach nur hinter uns lassen zu können, doch bald merken wir, das es viel komplizierter ist, als wir denken. Doch durch die vielen Leute die du hinter...
Mittlerweile war es schon Abend und du hörtest mehr Stimmen als sonst vor deiner Tür herum irren. Nach einer kurzen Zeit in welcher du überlegtest, ob du wirklich rausgehen und gucken solltest, gingst du auf Zehenspitzen zur Tür und lausscht erst.
Y/n Pov
ich stand ungefähr 3 Minuten an der Tür, konnte aber nichts verstehen, also machte ich schließlich doch dieTür auf und steckte meinen Kopf durch den Spalt. Erst hörte ich nur ein bisschen Gemurmel, dann hörte ich Abuela's Stimme von unten rufen:,, Na los , beeilt euch! Wir müssen vor 9 Uhr am Marktplatz sein um das Feuerwerk zu starten!" Ein paar Sekunden später sah ich wie einer nach dem anderen aus ihren Zimmern kam und zur Treppe ging, und ich war zu sehr beschäftigt damit, mich selbst langsam aus dem Zimmer zu schleichen, als zu bemerken, dass sich Treppen durchgehend bewegten.Ich stellte mich ans Gelände und schaute nach unten. Alle versammelten sich vor der Tür und Abuela ging mit Mirabel voran nach draußen.
Nachdem alle gegangen waren, ging ich ein bisschen im Haus spazieren. Zwar war es in den letzten Tagen eigentlich immer recht ruhig gewesen, doch jetzt wo alle weg waren, lag eine wunderschöne Stille auf diesem Haus. Ich ging einfach nur durch die Gänge und bewunderte die bunten Wände. Die Pflanzen an dem Gelände waren groß und wunderschön, und zum ersten mal seit meiner Zeit hier erkannte ich, wie prächtig dieses Haus eigentlich ist. (Zugegebenerweise habe ich das Zimmer, indem ich untergekommen bin, die ganze letzte Woche nicht verlassen)
Nach ungefähr einer halben Stunde ging ich wieder in mein Zimmer und fing an ein Buch zu lesen, als ich kurz danach das erste Feuerwerk von meinem Fenster sah. Erst überlegte ich, das Fenster einfach zu schließen, aber nachdem ich ein bisschen raus geguckt hatte, entschloss ich mich dazu, mein Buch weg zu legen und zum Fenster zu gehen. Ich hatte von dort aus eine recht schöne Sicht auf das Dorf und sah daher das Feuerwerk auch sehr gut. Es war wirklich faszinierend. Ich lehnte mich mit dem Ellbogen auf das Fensterbrett und legte mein Kopf in meine Hand. Verträumt sah ich auf die Dächer der Häuser und wie das Feuerwerk sich auf den funkelnden Steinen leicht spiegelte.
Und dann geschah es.
Anscheinend war eine der Böller fehlgezündet, und schoss nicht so wie es sollte. Er landete direkt vor dem Haus und explodierte dann mit einem markerschütterndem Knall. Das alles passierte so schnell, dass ich es nicht hab kommen sehen.
Als der Böller explodierte, stieß ich einen Schrei aus und fiel zurück auf den Boden. Ich krabbelte so schnell wie möglich in die Ecke und zog meine Beine ganz nah an mich. Ich bedeckte meine Ohren fest mit meinen Händen.
Ich spürte einen fetten Kloß in meinem Hals und konnte nicht atmen. Ich fing an histerisch zu weinen und zitterte am ganzen Körper. Mir wurde auf einmal schwindelig und ich fühlte mich als würde ich jeden Moment umkippen, Als wäre ich kurz davor zu sterben. Ich hörte wie jemand zur Tür reinkam aber konnte nichts anderes machen als da zusitzen und zu zittern. Ein paar schnelle Schritte. ,,Oh gott Y/n, was ist passiert?" Es war Bruno. Ich sah zum Fenster und er rannte mehr oder weniger dahin. Er schien den zerplatzten Böller gesehen haben, den er kam zurück zu mir, allerdings mit einem mitfühlendem Gesichtsausdruck und wesentlich langsamer. Ich legte meinen Kopf auf meine Knie und konnte mich nicht mehr zurückhalten. Laut fing ich zu schluchzen an und zitterte nur noch heftiger.
Bruno setzte sich vor mich und wusste erst überhaupt nicht was er machen sollte. Schließlich streckte er langsam seine Hand aus und berührte leicht meine Hand, doch ich zuckte nur zurück und drückte mich stärker gegen die Wand.
,,Tut mir leid, tut mir leid!", sagte er und wich selbst zurück. ,, I-ich weiß nicht was ich machen soll, i-ich will dir nur helfen, aber..." Ich sah ihn an. Er schaute zu Boden, und für einen kleinen Moment verschwand meine Angst. Gerade als ich etwas sagen wollte, gab es einen erneuten Knall und ich schrie. Wieder kullerten Tränen über meine Wangen und ich versuchte panisch zu atmen, aber der Kloß in meinem Hals war zu groß. Ich wollte nur noch einfach vom Erdboden verschluckt werden und aufhören zu existieren. Ich neigte meinen Kopf nach unten, aber Bruno stoppte mich.
Er legte seinen Zeigefinger gekrümt leicht unter mein Kinn und bewegte mein Gesicht sachte wieder nach oben, so dass ich ihm in seine Augen sah. ,, Versuch ganz langsam und tief einzu atmen.", sagte er und rutschte ein paar Zentimeter nach vorne.
,I-ich k-kann nicht.. ich kann nicht", sagte ich hysterisch unter fließenden Tränen und ich sah ganz kurz, wie auch Bruno leicht nervös wurde, allerdings fasste er sich schnell wieder.
Bevor ich wusste was er tat, nahm er meine Hand und plazierte sie direkt auf der Mitte seiner Brust. Dann legte er seine Hand auf meine und drückte sie leicht gegen sich. Ich spürte seinen ruhigen Herzschlag und wie sich seine Brust langsam hebte und senkte. Wir sprachen kein Wort und langsam schaffte ich es, mich nur auf seinen Herzschlag zu konzentrieren.
Wieder ertönte ein Knall und ich zuckte zusammen, allerdings nahm Bruno mein Gesicht in seine Hände und verdeckte mir somit die Ohren. wir sahen uns in die Augen, meine Hand immer noch an seine Brust gepresst. Ich weiß nicht, wie lange wir da saßen, bis ich mich komplett beruhigt hatte, aber mittlerweile war das Feuerwerk wieder vorbei gewesen. Das einzige, was mein Zimmer noch beleuchtete, waren die Kerzen auf den Nachttischen, jeweils eine auf beiden Seiten des Bettes.
Wir saßen auf der rechten Seite des Bettes und die Kerze beleuchtete sein Gesicht von der Seite an. Seine Augen leuchteten unglaublich schön und schienen wie Gold.
Nach ein paar Minuten sah er weg und stand dann auf.,, Na gut also, jetzt, wo es dir besser geht, werd ich besser wieder gehen", sagte er und war schon fast an der Tür, bis ich mich dazu überwand, zu sprechen.
,,Warte" Er drehte sich zu mir um. ,, Was ist?" ,, Kannst du nicht.. einfach hier bleiben?", sagte ich leise und sah ihn an, wechselte mit meinem Blick aber auch immer wieder zum Boden. Er sah mich erst verwirrt an, lächelte dann aber schüchtern.
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