Ich lief noch eine ganze Zeit, bevor ich den Weg zurück zum Haus fand. Als ich ankam, war schon alles still und das Haus lag so ziehmlich im dunkeln, nur noch beschienen vom sanften Licht der Sterne. Ich spürte erst jetzt wie mein ganzer Körper zitterte, allerdings war ich mir nicht sicher ob es von der Kälte oder noch von der Panikattacke her rührte.
Als ich endlich in meinem Zimmer angekommen war, schmieß ich mich direkt ins Bett. Ich wollte einfach nur noch sterben. Ich vergrub mein Gesicht tiefer im Kissen, und wieder überkamen die Erinnerungen meinen Kopf. Ich fing an, heftiger zu atmen, und konnte auch meine Tränen nicht lange zurück halten. Ich schluchzte immer wieder leise in mein Kissen und versuchte mich weiterhin zu beruhigen. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr, mich unter Kontrolle zu halten, und weinte mich schlussendlich in den Schlaf.
Erzähler
Während du da lagst, hattest du nicht bemerkt, wie Julieta reingekommen war, um noch einmal nach dir zu sehen. Als sie dich da so liegen sah, war sie kurz davor gewesen, einfach zu dir aufs Bett zu kommen und dich zu umarmen, doch sie dachte, das es vielleicht besser wäre, dich kurzzeitig deinen Tränen zu überlassen. Sie wusste immerhin aus eigenen Erfahrungen, wie gut es manchmal sein konnte, einfach mal alles raus zulassen.
Ein paar Tage später
Du warst seid einigen Tagen nicht mehr aus dem Bett gekommen, und fühltest dich mittlerweile ungefähr Dreimal so mies wie vorher. Du wusstest das es wahrscheinlich damit zusammenhang, das du seit Tagen nicht anderes mehr getan hattest, als im Bett zu liegen, aber du hattest einfach nicht genug Motivation, um aufzustehen. Du wärst nicht mal zum Essen aufgestanden, hätten Mirabel und Antonio dich nicht höchst persöhnlich aus dem Bett gezerrt. Du bemerktest Julietas besorgte Blicke nicht wirklich und hielst deinen eigenen nach unten geneigt. Die meiste Zeit stochertest du eigentlich nur lustlos in meinem Essen herum.
Y/n Pov
Ich saß am Esstisch und starrte emotionslos mein Essen an. Mein Kopf war voll mit herumschwirrenden Gedanken hier und scheiß Erinnerungen da, und ich nicht wirklich etwas anderes tat als schweigend und unmotiviert wie ein Schluck Wasser in der Kurve da zu sitzen. Das Gerede der anderen war nur noch ein undeutliches Gewirr aus Stimmen, und ich versuchte gar nicht erst zu verstehen was sie sagten.
Ich weiß nicht, was passiert ist aber plötzlich wurde mir extrem schwindelig. Ich sah alles um mich herum in einem Sog an mir vorbei ziehen, und die Stimmen der anderen wurden immer lauter und verwirrender. Ich bekam auf einmal starke Kopfschmerzen, und fühlte mich als würde ich gleich umkippen.
Ich stand auf, wobei der Stuhl laut über den Boden kratzte, und alle Augen auf mir lagen, aber das bekam ich schon gar nicht mehr richtig mit. Gerade als ich losgehen wollte, wurde alles um mich herum schwarz.
Bruno's Pov
Wir saßen am Tisch und alle unterhielten sich, bis Y/n auf einmal aufstand. Sie sah irgendwie krank aus. Ich sah sie an, und sie guckte umher. Ihre Augen waren ganz glasig. Als ich sie genauer betrachtete merkte ich, dass sie zitterte. Was war los? Ich saß ein Platz weiter, deswegen sah ich sie ziehmlich gut.
Jetzt ging alles sehr schnell: Y/n drehte sich halb in meine Richtung um, und dann sah ich wie ihre Augen auf einmal zu fielen. Instinktiv stand ich schnell auf und konnte sie noch gerade so auffangen, sonst wäre ihr Kopf hart auf dem Steinboden aufgekommen.
,,Y/n!!"
Ich weiß ist recht kurz, aber hoffentlich gefällt es euch trz :)
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Bruno x reader(female)
FanfictionY/n:26 Jahre Auf der Flucht vor unserer Vergangenheit landen wir in encanto. Wir hoffen, alles einfach nur hinter uns lassen zu können, doch bald merken wir, das es viel komplizierter ist, als wir denken. Doch durch die vielen Leute die du hinter...
