Nachdem ich mich umgezogen hatte, gingen wir nach unten. Das Haus war groß und hatte kein Dach. Nur die Gänge waren geschützt. Überall waren große, wunderschöne Pflanzen, aber ich fühltest mich beobachtet, und achtete nicht wirklich darauf. Julieta brachte mich in die Küche und ich sah ein paar Leute an einem riesigen Tisch sitzen. Als ich reinkam, schauten mich alle an und ich fühlte mich so unwohl wie noch nie. Ich blieb halb im Türrahmen stehen umarmte meine Arme, versuchte, mich so klein wie möglich zu machen. ,,Wie heißt du eigentlich,?'' sagte die alte Frau, die mich hier her bringen ließ. Ich konnte jedes Augenpaar auf mir spüren und merkte, wie mein Herz anfing schneller zu schlagen. Ich sah auf meine Füße runter und antwortete ganz leise.,,Y/n."
Alle stellten sich nacheinander bei mir vor und mir wurde extra ein Stuhl vor geschoben. Ich setzte mich langsam drauf und sah noch einmal in die Runde bevor ich wieder auf meine Füße starrte.
Ich verlor mich in Gedanken und hörte nicht wie Abuela sich hinter mich stellte, doch als sie ihre Hand auf meine Schulter legte, schrack ich auf. Als ich aufsprang fiel der Stuhl um und ich schlug instinktiv ihre Hand weg. Ein Blitz ertönte hinter uns und ich hielt mir die Ohren zu als ich schrie.Ich stolperte und fiel nach hinten. Schnell krabelte ich an die Wand und schlang dann meine Arme um meine Beine. Ich spürte wie mein Herz unkontrollierbar anfing zu schlagen und ich konnte kaum noch atmen. Auf einml fing ich an hektisch zu weinen und vergrub mein Gesicht in meinen Knien.,, Was ist hier los?",ertönte eine andere Stimme.
Ich versuchte mich zu beruhigen, allerdings bekam ich absolut keine Luft mehr.Alle um mich herum waren am schreien und ich konnte nichts anderes tun als dort zu sitzen und am ganzen Körper zu zittern.
Als ich kurz etwas nach oben schaute um mir ein paar Tränen weg zu wischen, sah ich ein Mädchen vor mir stehen. Sie schaute zu mir runter und setzte sich dann vor mich.,, Du bist Y/n, oder?" Ich nickte.,, Ich denke wir sollten ein Stück draußen rum gehen", schlug sie vor und hielt mir die Hand hin. Ich sah sie kurz an und richtete mich langsam auf. ,, Komm mit", sagte sie mit einem kleinen Lächeln. Als wir aus dem Haus kamen, konnte ich endlich wieder besser atmen. ,, Was ist eigentlich passiert?", fragte mich das Mädchen irgenwann. Ich erzählte ihr was in der Küche passiert war und sie nickte nur still.
Wir gingen eine Weile nur still nebeneinander her, bis sie schließlich sagte:,, Achso, ich habe dir meinen Namen gar nicht gesagt. Ich bin Mirabel. " ,, Das ist ein schöner Name", sagte ich leise und sie schenkte mir ein kleines Lächeln.,, Hast du eigentlich noch Geschwister?" ,, Ja ich hab zwei ältere Schwestern, Isabela und Luisa. Aber meine GANZE Familie lebt in diesem Haus." ,, Kannst du mir erklären warum Julieta meine Wunden heilen konnte?", fragte ich Mirabel, aber sie sah mich nur lächelnd an ,, Das erklärt dir am besten jemand anderes."
Nach noch einer weiteren, kleinen Runde gingen wir wieder zurück ins Haus. Dort angekommen kam Julieta mir sofort entgegen.,, Wo wart ihr?", sagte sie und machte einen besorgten Gesichtsausdruck.,, Alles gut, Mama. Wir waren nur draußen etwas spazieren", sagte Mirabel und trat etwas weiter vor. Julieta sah sie an und nickte dann offensichtlich erleichtert.,, Es tut mir leid, dass meine Familie dich gerade so erschreckt hat", sagte Julieta und schaute wieder zu mir.,, Es ist bei uns leider manchmal recht stürmisch." ,, Manchmal?", frate Mirabel belustigt. Ich sah zu Julieta.,, A- alles gut", sagte ich, sah ihr dabei allerdings nicht in die Augen.,, Sollen wir wieder zurück?", fragte Julieta und Mirabel ging direkt los. Ich zögerte.,, Kommst du", fragte MIrabel und drehte sich zu mir um.'Hab ich denn eine andere Wahl?' ,, Äh ja, ja ich komme ", sagte ich leise und folgte den zwei zurück in die Küche. Dort angekommen, sezte ich mich auf den Stuhl, der noch immer etwas weiter weg vom Tisch lag.
Erst als ich kurz aufblickte merkte ich, dass jetzt noch ein paar Leute adzu gekommen waren, und schlagartig fühlte ich mich noch viel unwohler. Alle starrten mich an. Ich fing nervös an mit den Riemen des Kleides das ich unpassender Weise trug.
,,Wo willst du eigentlich hin Y/n?", fragte mich Pepa auf einmal. Ich sah sie kurz an und unwillkürlich hatte ich ein Bild von IHM im Kopf. IHM, wie er langsam den Gürtel seiner Hose abnahm und langsam auf mich zu ging. Ich spürte, wie mir Tränen in die Augen stiegen und sah wieder runter zu meinen Händen die schon wieder anfingen zu zittern, während ich sie vor Nervosität miteinander verknotete.
,I-ich weiß nicht..", sagte ich ganz leise und glaubte kaum, das mich wirklich jemand verstanden hatte.,, Ich habe eigentlich niemanden und nichts wo ich wirlich hin kann"
ich legte eine kurze Pause ein. Ich spürte einen riesigen Klos in meinem Hals, der immer größer wurde, als ich über meine nächsten Worte nachdachte. 'Außerdem gibt es wahrscheinlich keinen Ort an dem ich sicher vor IHM bin.'
,,Y/n wie bist du eigentlich hier gelandet?", kam es von Felix. ,,I-ich ä- ..." Ich stotterte. ,,Ich h-hab mich verlaufen...", log ich. Die anderen sahen mich einen Moment skeptisch an, bis ein Mädchen mit einem Dutt auf mich zu kam.,,Wer war eigentlich der Mann der heute Morgen auf dich zugelaufen ist bevor wir dich entdeckt hatten?"
Mein Herz setzte einen Schlag aus. Oder doch eher fünf.,, E-Er war da?" ,, Wer?", fragte Mirabel, aber ich stand zu sehr unter Schock um zu antworten. Allmählich wurde ich vor Tränen blind und wollte nur hier weg.
Ich drehte mich um und stürmte aus der Küche. Auch meine Tränen rannen jetzt wieder über meine Wangen, und ich achtete gar nicht mehr darauf, wo ich eigentlich hin lief. Ich wollte einfach nur weg. Allein sein. Aber irgendwie war das auch etwas das mir so große Angst bereitete. Die Einsamkeit.
Ich war so sehr in meinen Gedanken versunken, das ich ihn nicht kommen sah. Naja, bis ich in ihn rannte und wir beide aud den Boden fielen.
Und da sah ich ihn zum aller ersten mal.
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Bruno x reader(female)
FanfictionY/n:26 Jahre Auf der Flucht vor unserer Vergangenheit landen wir in encanto. Wir hoffen, alles einfach nur hinter uns lassen zu können, doch bald merken wir, das es viel komplizierter ist, als wir denken. Doch durch die vielen Leute die du hinter...
