Kapitel 9

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Bruno's Pov
Ein paar Stunden sind mittlerweile schon vergangen und es wurde langsam Abend. Ich war eigentlich die ganze Zeit draußen und Y/n war seit dem Frühstück nicht mehr aus ihrem Zimmer gekommen. Als alle wieder zuhause angekommen waren, fing Julieta direkt an zu kochen, und fragte mich ob ich Y/n holen könnte damit sie ihr helfen kann. Ich ging nach oben und war schon vor der Tür, als ich kurz inne hielt.'Hör auf dich so aufzuführen'sagte ich zu mir selbst und klopfte. Dann machte ich die Tür langsam auf und steckte meinen Kopf hindurch.

Y/n lag auf dem Bett und hatte ein Buch in der Hand, aber sie sah zur Tür.,, Olah Bruno", sagte sie uind gab mir ein leichtes Lächeln. Sie ist so unglaublich hübsch.,, H-hi", sagte ich leise.,, Julieta ist gerade am kochen und sagt, wen du ihr wieder helfen willst sollst du einfach zu ihr in die Küche gehen." Ich ah sie nicht an, hörte aber wie sie ein leises ok von sich gab und dann aufstand.

,, Bruno...", begann sie, doch ich ging wieder aus der Tür. Ich konnte gerade einfach nicht mit ihr reden. Ich war schon wieder bei der Treppe, als ich hörte wie Y/n mir hinterher kam, aber ich ließ ihr keine Zeit zu sprechen. Ich ging wieder nach draußen, und lief einfach eine Weile rum, während ich mich in meinen Gedanken verlor.

Ungefähr eine halbe Stunde später hörte ich eine Stimme hinter mir. Es war Mirabel.,,Hey", sagte sie in einem heiteren Ton.,, Hey...", antwortete ich, immernoch halb in Gedanken.,,Alles gut?", fragte Mirabel und blieb stehen. Sie legte eine Hand auf meine Schulter, wodurch sie mich gänzlich aus meinen Gedanken, und sah mich besorgt an.,,Mh?" ,, Ist alles gut, Tìo Bruno?", fragte sie mit einem besorgtem Gesichtsausdruck.,, Oh ähm ja-alles gut", sagte ich und lächelte sie ein wenig gezwungen an.,, Ist was passiert?", fragte ich sie dann und sie kicherte nur leicht.,, Nein alles gut, Mamà ist nur fertig mit dem Essen und ich sollte dich holen", erklärte sie mir, bevor sie mich dann zurück zum Haus schleifte.

Y/n Pov

Ich und Julieta waren gerade dabei den Tisch zu decken, als Bruno und Mirabel auf einmal in der Tür der Küche auftauchten. Mirabel ließ Bruno los, welcher sich etwas schwer atmend gegen den Türrahmen lehnte. Ich fing an leise zu kichern und Mirabel grinste mich an.,, Alles gut bei euch?", kam es von Julieta, ebenfalls belustigt. ,,Ja-ja alles gut, ich musste nur gerade den Sprint meines Lebens hinlegen um mit Mirabel mithalten zu können." ,,Und du sagst immer du wärst schneller als ich", sagte Mirabel gespielt überhoben mit einem breitem, triumphierenden Grinsen auf dem Gesicht. Sie ging mit etwas erhobenem Kopf in die Küche, und Bruno zog hinter ihr ein Grimasse, was mich wieder leicht kichern ließ. Er sah mich kurz an und ich könnte schwören ich hätte kurz ein kleines Lächeln über seine Lippen blitzen sehen, bevor er seiner Schwester die Teller abnahm und uns beim decken des Tisches half. Als wir fertig waren ging er nach oben und holte die anderen zum Essen runter.

little timeskip

Nachdem alle geholfen haben, den Tisch wieder abzuräumen, verschwanden alle langsam entweder wieder nach draußen oder wieder auf ihre Zimmer. Mittlerweile war es draußen auch schon dunkel geworden. Ich ging nach draußen und lief ein paar Runden, ohne zu merken, das mir jemand folgte. Ich kam an einen kleinen, wunderschönen Bach, der halb von Bäumen  umgeben war, und das Licht des Mondes spiegelte sich sanft in einem funkelnden Weiß im Wasser wieder. Ich setzte mich direkt an den Rand des Baches auf einen Stein und ließ meine nackten Füße ins kalte Wasser sinken. Die Kälte jagte mir zunächst eine Gänsehaut über den Körper, aber ich gewöhnte mich recht schnell daran.

Ich mochte es, barfuß rumzulaufen, denn es gab mir ein bestimmtes Gefühl von Freiheit. Niemand möchte gerne sieben Tage in der Woche in hohen, unbequemen Hackenschuhen rumlaufen, so wie ich es früher immer getan hatte. Mittlerweile hatte ich mich fast entgültig davon abgewendet.

Ich war so in meinen Gedanken versunken, das ich nicht merkte, wie von hinten jemand näher kam, bis die Person anfing zu sprechen.,,Y/n?"

Es war Julieta. Sie kam mit einem leichten Lächeln auf mich zu und setzte mich dann neben mich.,, Hey Y/n" ,, Hallo Julieta." Ich sah sie an.,,Alles gut?", sagte ich, als ich ihren Gesichtsaussdruck sah. Sie sah besorgt aus.,, Ehrlich gesagt, nein. Ich mach mir Sorgen um Bruno." Ich sah sie fragend an.,,Wieso das?" ,,Naja er... ich weiß nicht..er benimmt sich so merkwürdig. Er ist seit zwei Tagen so müde und schlecht gelaunt. Ich mach mir nur etwas Sorgen weil.. das schonmal so wahr und.. beim letzten mal ist er danach einfach verschwunden..." Ihre Stimme verblasste ein wenig, und als ich sie ansah, war ich ein wenig geschockt: Sie hatte diesen traurigen müden Gesichtsausdruck, etwas, was ich von ihr niemals erwartet hätte. Erst jetzt sah man, wie ähnlich sie und Bruno sich eigentlich sahen.,, Was meinst du damit?" Jetzt war ich endgültig verwirrt. Verschwunden?

Julieta zog mich wieder aus meinen Gedanken.,, Was ist eigentlich jetzt mit dir und Bruno? Ihr scheint euch die letzten Wochen näher gekommen zu sein." Ich sah sie einen Moment an, unwissend, was ich ihr antworten sollte.,, Ich- ich weiß nich... Ich meine  er geht mir irgendwie die ganze Zeit aus dem Weg und ich weiß nicht wirklich was ich dagegen machen soll." Ich spürte ein Hauch von Verzweiflung in mir, aber ehrlich gesagt verstand ich nicht wieso. Ich meine, ich kannte Bruno kaum, und ich glaube nicht das jemand einem so schnell so wichtig werden kann. ...Oder doch?

Julieta kam zu Wort und zerrte mich erneut aus meinem Kopf.,, Y/n, ich weiß nicht wie du das aufnehmen wirst, aber wir alle wissen nach wie vor nichts über dich, und ehrlich gesagt machen wir alle uns ein bisschen Sorgen um dich." Sie legte eine kurze Pause ein, bevor sie wieder anfing zu sprechen:,, Als du vor zwei Wochen hergekommen bist, war dein ganzer Körper von blauen Flecken und Kratzern bedeckt die nicht von dem Sturz kamen. Und mir ist aufgefallen das du sehr schreckhaft bist, deshalb muss ich dich einfach fragen: Was ist passiert, bevor du zu uns gekommen bist?"

Während sie die ganze Zeit geredet hatte, saß ich nur neben ihr und sah sie aufmerksam an, doch als ich gemerkt hatte, auf was sie aus war, wusste ich nicht mehr weiter. Jetzt war sie die jenige, die mich gespannt ansah, und ich begann zu stottern:,, I-ich äh..." Ich sah zu Boden, und plötzlich kamen wieder die ganzen Erinnerungen hoch, die ich seid fast drei Wochen versuche zu begraben. Nun aber brachen sie alle wieder nach oben und mir wurde plötzlich unglaublich schwindelig. Ich nahm gar nich mehr wahr wie Julieta ständig meinem Namen sagte, als ich spürte wie der Kloß in meinem Hals immer größer wurde. Ich wollte nur noch weg. Am liebsten wäre es mir gewesen wenn ich einfach im Boden verschwinden und nie wieder auftauchen könnte.

Noch bevor Julieta irgendetwas dagegen machen konnte, war ich aufgestanden und lief davon.

Bruno x reader(female)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt