Kapitel 4(erste Begegnung)

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Y/n's Pov

Als ich aufsah und mir die Tränen weggewischt hatte, schaute ich in zwei Haselnuss-braune Augen. Die Person stand schnell wieder auf und bot mir die Hand an. Ich nahm sie etwas zögernd an und wurde hoch gezogen. ,,Alles gut? Hast du dich verletzt?", fragte der Mann vor mir mit einem besorgtem und entschuldigendem Blick. Er war etwas größer als und hatte schwarze, lockige Haare, die ihm bis zur Schulter hingen. Er hatte ein braun-rotes Hemd und eine Hose in etwas hellerem Braun an. Darüber hatte er einen grünen Poncho.,,J-ja alles gut", sagte ich., Tschuldige, ich hab nicht gesehen wo ich hinlaufe." ,,Nein ich hätte selbst besser aufpassen sollen", sagte er und schaute schüchtern zu Boden.

Bruno's Pov

Eine Hitze stieg in meine Wangen.'Oh Gott ist das peinlich' ,,Naja also äh.."

Ich stoppte und sah mir die Frau etwas genauer an. Sie war etwas kleiner als ich, hatte etwas zerzaustes aber dennoch glänzendes, langes, braunes Haar und blaue Augen.  Sie war wirklich hübsch. Aber dann fiel mir ihr Gesicht erst richtig auf. Es war an ein paar Stellen mit getrockneten Schlamm bedeckt und sie hatte etwas grötete Augen. Als ich noch etwas näher hinsah, sah ich eine Tränenspur durch den Schlamm laufen.,, Hey haben Sie geweint?", sagte ich vorsichtig und machte einen kleinen Schritt auf sie zu, doch sie wich sofort zurück.

,,Es tut mir leid.. i- ich kann nicht.. ich muss hier raus", sagte sie, letzteres mehr zu sich selbst als zu mir. Dann rannte sie ohne ein weiteres Wort an mir vorbei.

Ich verstand gar nichts mehr.

Als ich in die Küche ging, sah ich, wie alle anderen am Tisch saßen. ,, Hey Leute, wer ist diese Frau die mich gerade umgerannt hat?", fragte ich in die Runde und alle drehten sich auf einmal zu mir um.,, Weißt du wo sie hin gegangen ist?", fragte Julieta mich.,,N-nein tut mir leid" ,, Schon gut. Aber wir sollten sie finden.", sagte sie und ging aus der Küche, und alle anderen taten es ihr gleich. Nur ich blieb, nach wie vor verwirrt, noch stehen. Mirabel drehte sich zu mir um.,, Vamos, tio Bruno. ich erklär dir alles."

Nachdem ich nun wusste was bisher passiert war, half ich Y/n zu suchen, auch wenn es nach einer Zeit für alle so aussah, als hätte sie das Haus schon längst verlassen. Also begannen sie ins Dorf zu gehen und dort nach ihr zu suchen, doch ich blieb bei Casita, da ich ein paar Verstecke kannte, von denen kein anderer wusste.

Und tatsächlich, nach einiger Zeit fand ich sie in einem 'geheimen' kleinem Zimmer, wie sie auf dem Boden saß und ihre Arme um ihre Beine geschlungen hatte. Auf einmal tat sie mir so leid. Als die Tür hinter mir zu ging, schreckte sie auf. Sie sah zur Tür und wurde plötzlich ganz hektisch. Schnell stand sie halb auf und ging in die hinterste Ecke des Zimmers.,, Hey, hey ganz ruhig ich tu dir nichts", sagte ich so leise und einfühlsam wie möglich. Sie weinte, und man konnte sehen wie sie heftig atmete.,, Ist es ok wenn ich mir hier hin setzte?", fragte ich sie und zeigte mit der Hand auf eine Stelle an der anderen Seite des Zimmers. sie sah mich kurz an und nichte dann ganz leicht, also setzte ich mich auf den Boden und lehnte mich mit dem Rücken gegen die Wand.

ich sagte eine Zeit lang nichts und konnte nur Y/n's heftige Atmung hören. Es war offensichtlich das sie versuchte sich zu beruhigen.,,Ähm, Senora Y/n... por favor" begann ich und sie sah mich an.,, Ich weiß zwar nicht wer Sie sind oder was Ihnen passiert ist,  aber vielleicht kann ich Ihnen helfen sich zu beruhigen", sagte ich leise. Sie gab keine Antwort.,, Wissen Sie, mir hilft es immer, wenn ich mich an etwas Schönes erinnere.", sagte ich und lächelte ihr leicht zu.,, Etwas Schönes?", sagte sie mit einem  verwirrten Blick.,, Ja. Etwas, das Sie mal erlebt haben, bei dem Sie viel Spaß hatten, zum Beispiel.", sage ich. Sie sah mich nochmal an und schloss dann die Augen . Nach einer Zeit konnte man sehen das sie ihre Atmung wieder ausgeglichen hatte. Vorsichtig stand ich auf und und wollte zu ihr rüber gehen, doch sie drückte sich wieder weiter an die Wand. Wovor hatte sie bloß solche Angst?

,, Willst du wieder nach draußen?", fragte ich und sie nickte nur kurz. Dann stand sie auf und ich trat zur Seite, damit sie vorgehen konnte, allerdings lehnte sie ab. Sie umarmte ihre Arme und war angespannt also beschloss ich, es sei das beste, sie erstmal etwas in Ruhe zu lassen.

Ich brachte sie wieder zurück in die Küche und holte dann die anderen. Doch kaum waren alle da, liefen sie an mir vorbei und bombadierten Y/n sofort mit viel zu vielen Fragen, und man konnte sehen wie sie sich kleiner machte und komplett überfordert war.,, Hey, hey Leute das reicht! Lasst ihr mal etwas Freiraum!", sagte ich laut und trat ein Stück vor. Ich sah das Abuela etwas entgegnen wollte, aber Julieta beugte sich zu ihr,, Er hat Recht.", sagte sie leise. Abuela sah mich noch einmal kurz an bevor sie den anderen mit einem Blick zu verstehen gab, sich wieder zu setzen und auch ich nahm auf meinem Stuhl platz.

Alles wurde auf einmal wieder ganz still, bis Pepa anfing zu sprechen:,, Y/n, du hast gesagt, dass du nirgendwo hin kannst." Sie legte eine Pause ein. Ich schaute Y/n an und auf einmal spürte ich so ein kleines stechen im Herz. Wie sie da sitzt...

Abuela ergriff das Wort:,, Du wirst deine eigene Entscheidung treffen müssen, aber ich denke ich spreche für alle wenn ich sage das wir dir gerne die Möglichkeit geben würden, das auch du unsere Casita dein zuhause nennen kannst." Y/n sah auf.,, Ich verstehe nicht..", sagte sie und sah auf.
,, Naja", begann Mirabel.,, Du hast kein zuhause und wir wollen dir helfen." Sie lächelte Y/n leicht zu. Auch Isabela trat nun vor und lächelte, während sie einen Arm um ihre Schwester legte. Y/n sah einmal in die Runde und ihr Blick schien auf mir zu ruhen, weshalb ich ermutigend zulächelte.,, Ich muss darüber nachdenken.", sagte sie schließlich und Abuela nickte.,, Bis du deine Entscheidung getroffen hast, kannst du gerne hier schlafen. Bruno zeigt dir dein Zimmer", sagte sie und sah mich kurz an, doch dann kam Y/n zu Wort.,, Nein bitte nich", sagte sie und stand auf.,, Wieso? Ist was passiert?", fragte Abuela und sah mich dann wütend an. Ich wollte gerade antworten, doch Y/n mir zuvor:,, Nein, nein aber ich-ich weiß nicht,.. vielleicht kann Julieta das machen, Bitte?"

Sie machte sich ganz klein während sie redete, als würde sie erwarten, jeden Moment geschlagen zu werden. ,, Aber natürlich",sagte Julieta freundlich und forderte Y/n auf, vor zu gehen. Sie gingen zusammem raus, und ich stand immer noch verwirrt in der Küche. Was war gerade passiert? Erst erlaubtest du ihm, sich zu dir zu setzen und dich zu beruhigen, und jetzt wolltest du ihn nicht in der Nähe haben.  Er verstand es nicht, und ging mit diesem Gedanken in sein eigenes Zimmer.

Bruno x reader(female)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt