Kapitel 13

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WARNUNG: In dem Kapitel wird Selbstverletzung erwähnt. Wenn ihr sowas nich lesen könnt oder wollt überspringt bitte einfach die letzten paar Sätze, sehr viel mehr möchte ich das in diesem Kapitel nicht thematisieren

Y/N's pov

Ich lag im Bett und starrte nur an die Decke. Seit Stunden tat ich nichts anderes. Ich verstand nicht was passiert war und alles was ich tun konnte war mir den Kopf zu zerbrechen während mir histerische Tränen die Wange runterliefen. 'Was war gerade passiert?' Alle woran ich denken konnte war wie Bruno mich angeschrien hatte ich solle gehen. Ich hatte ihn noch nie schreien gehört. Er hatte diesen komischen Gesichtsausdruck; es war eine Mischung aus Wut und Trauer gewesen, aber in seinen Augen war noch etwas anderes gewesen.

'Ach hör doch auf Y/n!'

Aber da war etwas gewesen, ich konnte diesen Gedanken einfach nicht loswerden. Ich wusste nicht was es war, aber es sah nicht wirklich aus als wäre er wütend gewesen.. oder doch?

Ich hatte mittlerweile so Kopfschmerzen, dass ich einfach aufgab, darüber nachzudenken. Stattdessen legte ich mich unter die Decke, welche ich fast schon über mein Gesicht zog, und schloss einfach die Augen.

Eine Weile lag ich einfach nur da und meine Gedanken waren nur so am schweifen, bis ich nicht mehr anders konnte als mich an diesen Kuss zu erinnern. Es war so unglaublich gewesen, einfach nur in diese wunderschönen gold-braunen Augen zu sehen, die, wie ich glaubte eine Sekunde lang gesehen zu haben, so zärtlich in die meinen schauten. Ich spürte wie mir langsam die Wärme ins Gesicht stieg, aber das störte mich nicht. Ich blieb mit geschlossenen Augen liegen und verlor mich abgrundtief in der Erinnerung. Ich sah dieses wunderschöne Gesicht direkt vor mir, sodass es sich so anfühlte, als wäre ich wieder zurück in der selben Situation.

Ich konnte förmlich spüren wie mir die Wärme, welche von Bruno ausging, einen angenehmen Schauer über den Rücken laufen ließ. Ich sah seine Lippen vor mir, man konnte sehen wie weich sie waren; als wären sie aus süßer Zuckerwatte.

Ich spürte seine Lippen wieder so federleicht auf meinen liegen, und in meinem Bauch brach auf ein neues eine Explosion von Schmetterlingen aus. Das Gefühl breitete sich in meinem ganzen Körper aus und alles in mir war am kribbeln.

Ich spürte ihn als wäre er bei mir, als würden wir uns wieder so sanft und dennoch so leidenschaftlich küssen wie zuvor.

Es war als würde mir warme Schokolade mit einem Hauch vin Zimt langsam über die Lippen laufen.

ich spürte die Wärme seiner Lippen auf meinen und wollte nicht mehr von diesem Gefühl ablassen.

Obwohl ich mir gerade noch den Kopf darüber zerbrochen hatte, warum er so wütend gewesen war, war der Kuss nun alles woran ich denken konnte. Ich hatte das Gefühl ein Ballon hätte angefangen sich in meiner Brust aufzupusten und mich davon zutragen;

erst auf Wolke vier,
dann Wolke sieben,
und ziemlich schnell auch an der neun vorbei.

'Moment, was tat ich hier? Nein, nein, nein das musste aufhören. Ich verstand mich selbst nicht. Ich kenne ihn nicht mal wirklich. Und selbst wenn ich ihn in und auswendig kannte, ich hätte niemals eine Chance bei ihm.'

Außerdem, er war mein Freund. "Ein Freund den du kaum kennst?'' Jaja, schon klar, aber trozdem; ich konnte diese Freundschaft nicht aufs Spiel setzen. Ich musste mich selbst noch ein wenig daran gewöhnen wie er mir so schnell so wichtig geworden war. ( Ich weiß das hört sich absolut dämlich an.)

Und dann musste ich erneut an den Kuss denken. Doch plötzlich auch wieder die Erinnerung an seine plötzliche Wut. Ich wusste nicht wirklich, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Die Gedanken rasten in meinem Kopf umher, so dass es unmöglich war, klar zu denken, alles war nur ein Sturm in meinem Kopf durch den man nichts klar erkennen konnte, es war ein reinstes Chaos.

Ich wusste nicht was ich als nächstes tun sollte, geschweige denn zu wissen was ich überhaupt fühlte.

Nichts hatte auch nur ansatzweise die Form einer Reihenfolge, und irgendwann wurde mir schwindelig.

Ich machte die Augen auf und setzte mich hin. Erst schaute ich nur leer in der Gegend rum, bis ich mich entschloss, ganz aufzu stehen. Meine Beine brachten mich ganz von selbst in das mittelgroße Badezimmer, welches direkt an mein Zimmer angrenzte.

Mein Zimmer... Erst jetzt war mir aufgefallen, wie neu das für mich klang, was eigentlich absolut unbegründet war, und dennoch.

ich stellte mich vor das Waschbecken und sah kurz in den Spiegel bevor ich, ohne es wirklich zu merken, den Wasserhahn auf machte. Ich hörte wie das Wasser leise plätscherte. Auf irgendeine Weise schien es mich zu beruhigen. Ich atmete tief ein und aus, bevor ich meine Hände zu einer Schale formte und das Wasser auffing. Ich bückte mich zum Waschbecken runter und bedeckte mein Gesicht mit dem kalten Wasser, was in diesem Moment eine angenehme Abkühlung bot. Ich ließ die Kälte kurz in meine Haut einwirken, bis ich mir das Handtuch von dem Stapel nahm und mich abtrocknete. Der Stoff war federleicht auf meiner Haut und es kitzelte angenehm, ehe ich das Handtuch über die Stange des Duschvorhangs hing und wieder zurück in mein Zimmer mein. Erst überlegte ich nach draußen zu gehen, denn eigentlich war es sehr schön draußen; die Sonne schien und es war nicht zu warm, außerdem blies ein leichter, angenehm warmer Wind durch das Dorf. Ich nahm mir ein Buch und legte mich mit dem Bauch nach unten auf's Bett.

Eigentlich wollte ich mich nur auf andere Gedanken bringen.

Unglücklicherweise hat es nicht geklappt. Ich starrte nur die Wörter an, ohne auch nur einen Buchstaben richtig wahr zu nehmen. Ich wusste selbst nicht mal wieso ich so aus dem Wind war.

Ich stand wieder auf und ging zu meinem Fenster, dann setzte ich mich auf die Fensterbank und ließ meine Beine nach draußen runter baumeln.

Bruno.

Noch nie war ich bei einer Person so verwirrt gewesen.

Konnte man sich so schnell in jemanden verlieben?

* Zur selben Zeit*

Bruno's pov:

Y/n war gegangen und ich lag nur auf dem Bett. Ich wusste nicht was ich denken oder fühlen sollte; Erst schwebte ich noch im siebten Himmel, wenn ich daran dachte, wie gut es sich angefühlt hatte, sie zu küssen. Ihre Lippen waren so unglaublich weich gewesen. Sie hatten ausgesehen wie Zuckerwatte. Ich spürte sie auf meinen Lippen und mir wurde auf einmal ganz warm. Ich spürte wieder wie die Schmetterlinge anfingen in meinem Bauch herum zufliegen, und nach kurzer Zeit hatte sich dieses angenehme Kribbeln in meinem Körper ausgebreitet. Auf ein neues sah ich diese wunderschönen ozeanblauen Augen vor mir, und selbst wenn ich nur an sie dachte verlor ich mich in ihnen.

Im anderen Moment fühlte ich einen harschen Schmerz in meiner Brust, als ich wieder diese Angst in ihren Augen sah. Und dessen Gewiss zu sein, dass ich es nur noch schlimmer gemacht hatte. Wie konnte ich nur so dumm gewesen sein? Wie hatte ich auch nur einen Augenblick denken können, dass sie das wollte...

' Gott du bist so mitleiderregend, Bruno'

Ich schüttelte den Kopf um diese Stimme in meinem Kopf wieder los zu werden, aber sie schien nur noch lauter zu werden;

'Du weißt es doch eigentlich selbst'
Ich...
'Du weißt es'
...Ja.
'Und jetzt sitzt du hier und bemitleidest dich selbst'
...
'Die Leute hatten Recht. Sie haben immer Recht was dich angeht'
Ich weiß.
'Du hättest wegbleiben sollen'
Aber...
'Du glaubst einem 15 jährigem Kind?'
...

Ich wollte aufstehen, aber ich konnte nicht. Mein Körper wollte sich nicht bewegen. Ich blieb, halb liegend, halb sitzend auf dem Bett, in meinem eigenen Kopf gefangen.

Irgendwann merkte ich wie mir die Tränen in heißen Spuren langsam über die Wangen liefen.

Ich war wie taub, und nahm nichts anderes mehr wirklich klar wahr. Ich weiß nur noch wie ich mich zum Nachttisch rüberlehnte, und eine der Reasierklingen aus der Schublade holte. Ich spürte die Ruhe die von dem Metall an meinem Arm auskam, bevor ich den ersten Schnitt zog.    

                                                                                                                                                                                                             

Es tut mir leid!!!

Bruno x reader(female)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt