Lucys POV:
Bruce und Tony waren so still im Auto, was mich etwas nervös machte.
Was Dr. Miller wohl gesagt hat?
Als wir endlich im Tower waren setzten wir uns in Bruces und mein Wohnzimmer.
"Also, was hat der Arzt gesagt?" wollte ich gleich wissen.
Bruce und Tony sahen sich ein wenig verloren an und dann ergriff Tony das Wort.
"Verletzungen hast du keine und auch sonst scheint es dir total gut zu gehen, aber er denkt also, das du viel Ruhe brauchst und..."
Ich zog eine Augenbraue hoch
"Red bitte nicht so um den heißen Brei herum. Was hat er gesagt?"
"Er meint es wäre eine gute Idee, dass du, aufgrund der vielen Ereignisse zu einem Psychologen gehst und dass du nie alleine bleibst."
Habe ich das richtig gehört?
"Zu einem Psychologen?" fragte ich sicherheitshalber noch einmal nach und beide nickten, doch Tony brachte in der Zeit ein wenig Sicherheitsabstand zwischen uns.
"Ganz ruhig, ich werd dich schon nicht grillen!" versicherte ich ihm, "Aber ich hoffe euch ist klar, dass ihr das vergessen könnt!
Mir gehts gut, ehrlich, alles bestens." fügte ich noch hinzu.
Tony kam wieder näher und setzte sich wieder auf das Sofa.
"Weiß Fury von dem Vater-Tochter-Ding?" wechselte ich geschickt das Thema.
"Nein, als die Eisriesen angriffen war ich gerade auf dem Weg um ihn zu suchen um dann mit dir, Tony und ihm darüber zu reden."
erklärte mein Vater.
"Lucy, ich muss dir noch etwas sagen!
Deine Untersuchungsergebnisse! Während dem inszenierten Angriff waren deine Vitalfunktionen etwas ... anders!
Dein Puls, dein Blutdruck und dein Herzschlag sind gefährlich hoch gewesen! Auch deine Hirnströmung hat sich in diesem Zeitraum verändert! Es ist ein Wunder, dass du überhaupt noch lebst! Es könnte daran liegen, dass du meine Gene geerbt hast, aber das sich deine Hirnströmung verändert hat kann ich nicht nachvollziehen. Und das du diese sagen wir mal Kräfte besitzt kann ich mir auch nicht erklären."
"Was wenn das, ich weiß auch nicht, eine ausprägung deiner Gene ist?"
"Trotzdem erklärt das nicht die veränderte Hirnströmung und dein Blut war auch nicht ganz normal. Es ähnelt menschlichem Blut, aber es ist ein wenig anders. Ich hätte es fast übersehen, so minimal ist der Unterschied.
Das kannst du auf keinen Fall von mir haben, denn mein Blut ist immer noch normal!"
Das war jetzt eindeutig zu viel Fachgeschwafel.
"Können wir das wann anders besprechen? Ich bin wirklich furchtbar müde und kann mich grad nicht richtig konzentrieren!" bat ich und Bruce nickte, daraufhin wünschte ich ihnen eine gute Nacht und ging in mein Zimmer.
Ich machte mir nicht die Mühe mich um zu ziehen, sondern ließ mich einfach ins Bett fallen.
Traum:
Ich lief, doch meine Beine fühlten sich an, als wären sie mit Blei gefüllt.
Jemand jagt mich.
Ich höre eine eisige Stimme bedrohlich flüstern.
Ich habe furchtbare Angst.
Ich will schneller laufen, doch es geht nicht.
Ich bin in einem Wald, ich weiß nicht genau wo ich bin und wohin ich soll, doch ich will einfach nur weg.
Auf einmal tut sich vor mir eine Lichtung auf.
Ich renne auf sie zu.
Der Mond scheint hell und ich kann alles erkennen. Vor mir liegen Menschen, verletzt, dem Tode nahe.
Eine riesige Blutlache breitet sich über die Lichtung aus.
Es ist wie ein Meer aus Blut und ich stehe mittendrinn.
Ich nähere mich einem Menschen.
Sein Gesicht ist weggedreht.
Ich drehe es zu mir und blicke in die toten Augen von Steve.
Ich springe zurück vor schreck.
Jetzt erkenne ich auch die Anderen.
Da liegen Clint, Natascha, Tony, Bruce, Thor, Loki und einige andere unschuldige Menschen.
"Das ist alles durch dich geschehen."
flüsterte die gefährliche Stimme von Laufey.
"Wach auf, Lucy, wach auf!" rief eine weit entfernte Stimme
"Aaahhhhh" Ich wachte auf und bemerkte, dass ich schrie.
"Psschhhttt" beruhigte mich eine Stimme.
Mein Herz raste, doch als sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erkannte ich Bruce, der mich fest in den Armen hielt und beruhigte mich gleich.
Langsam wiegte er mich hin und her und hielt mich dabei die ganze Zeit fest.
"Danke, alles ist in Ordnung, es war nur ein Alptraum, du kannst wieder schlafen gehen." versicherte ich ihm.
"Bist du dir sicher?" hakte er nach und ich nickte.
Er meinte, wenn etwas sein sollte, soll ich einfach in sein Zimmer kommen und ich nickte.
Als er draußen war, glitt ich wieder in den Schlaf, doch er war wieder nicht sehr ruhig.
Traum:
Ich laufe die Treppen des Towers hoch.
Mir steht Angstschweiß auf der Stirn und meine Atmung rast.
Warum laufe ich diese Treppen hinauf, in panischer Angst?
Ich drehe mich um und sehe die Antwort. Laufey ist hinter mir.
Er mit seinem Eisdolch, diesem entschlossenen Gesichtsausdruck, entschlossen mich umzubringen.
Nur die Angst vor ihm hilft mir, noch weitere Treppenstufen höher zu laufen, denn ich weiß, wenn er mich einholt ist es aus mit mir.
Also bleibt mir nur das weiterrennen und hoffen, dass ich nicht stolpere.
Jetzt bin ich auf dem Dach des Towers.
Ich stehe direkt am Mauervorsprung und sehe abwechselnd von der Tür durch die ich gekommen bin auf die unendlich wirkende Tiefe.
Laufey ruft meinen Namen.
Eine Gänsehaut überzieht mich, denn der Klang seiner Stimme verrät mir, dass er nicht mehr weit weg ist.
Die Tür wird aufgerissen und da steht er.
"Da bist du ja." haucht er mit einer vor Wahnsinn triefenden Stimme.
"Es wird auch nicht wehtun."
Ich will schreien, doch kein Ton kommt heraus, stattdessen entfleucht mir nur ein leises krächzen.
Ich fühle mich hilflos und ich wende meinen Blick von ihm ab und schaue hinab, in die Tiefe.
Laufey stürmt los, den Eisdolch zum Schlag bereit.
Wie hypnotisiert klettere ich auf den Mauervorsprung.
Er brüllt ich solle es nicht wagen, mich davon zu stehlen.
Kaum fähig zu denken, beuge ich mich in Richtung Abgrund und meine Füße werden von dem Mauervorsprung getrennt.
Ich kann meinen Körper in die Tiefe fallen sehen, Stockwerk für Stockwerk, während sein verbitterter Schrei mich verfolgt.
Brutal, mit einem dumpfen, kalten Knacken von Knochen prallt mein Körper auf dem Boden auf.
Innerhalb von Sekunden hat sich eine Blutlache um mich herum gebildet.
Mein Rückrad ist verdreht, die Beine liegen in einem abnormalen Winkel zueinander.
Mit einem gellenden Schrei schrak ich aus dem Traum hoch.
Meine Tür wurde aufgerissen und Bruce stand in der Tür.
Schnell lief er zu mir und beruhigte mich.
Zitternd lag ich in seinen Armen und weinte leise vor mich hin.
"Mir reichts, ich bleibe heute Nacht bei dir!" ordnete er an und ich nickte.
"Danke." flüsterte ich.
"Es tut mir leid, ich ... ich..." fing ich an, doch er unterbrach mich.
"Schhhtt, ganz ruhig. Ich bin jetzt da! Du musst dich für nichts entschuldigen.
Schlaf jetzt noch ein wenig."
Wir legten uns hin und er umarmte mich wieder.
Ich schmiegte mich fester an ihn und driftete langsam wieder in den Schlaf.
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My new life (Avengers FF)
FanficMein Leben verlief eigentlich ganz normal. Ich ging zur Schule, traf mich mit Freunden soweit alles ganz normal. Dann wurde ich Angegriffen und alles änderte sich... ABGESCHLOSSEN!
