Die Eiswüste lag unverändert da. "Hoffst du, dass deine Freunde dich holen?", fragte Piér und trat neben mich. Ich nickte und starrte weiter auf die blauen Felsen. "Da ist noch etwas dringendes, was ich erledigen muss. Ich weiß aber nicht was", murmelte ich und fuhr mir durch die Haare. Der Mann legte mir kurz die Hand auf die Schulter und zog sich dann seine Jacke an. "Ich muss los. Bin so gegen Abend wieder da", verabschiedete er sich. Ich nickte und wartete, bis er aus der Tür war. Er hatte mir nicht erzählen wollen, wohin er ging. Ich spielte mit dem Gedanken, ihm zu folgen, doch als ich an die Kälte dachte, entschloss ich mich hierzubleiben. Ich legte mich wieder auf den Sessel und starrte ins Feuer. Es sah aus wie ein Tanz, wenn die Flammen sich so hin und her kräuselten und doch nie den Kamin verließen.
Erneut stand ich in dem schwarzen Raum. Früher hatte ich nie solche Träume gehabt. Ich hatte immer merkwürdige und sie dann meinen Freunden erzählt. "Lin", sagte jemand hinter mir. Es war James Stimme. Er seufzte. "Du da, Mädchen", meinte er dann. Ich drehte mich um und erblickte den blondhaarigen Jungen mit den blauen Augen. "Wo bist du?", fragte er weiter. Ich runzelte die Stirn. "Wer bist du? Warum bist du in meinem Traum?", entgegnete ich neugierig. Einen Augenblick huschte ein verletzter Ausdrüluck über sein Gesicht, doch dann hatte er sich wieder unter Kontrolle. "Wo bist du?", wiederholte er stur. Um mich herum erschien eine Eiswüste. Die Umgebung flog unter unseren Füßen dahin, bis wir bei der Hütte von Piér ankamen. Ein Teil, tief in mir, zeigte ihm das. Rief ihn zu mir und verursachte die Sehnsucht, die ich mir nicht erklären konnte. Er lächelte sanft. Ein Lächeln, das mein Herz schneller schlagen ließ. "Es gibt noch Hoffnung", sagte er, "Lin."Ich fuhr hoch. Draußen begann es zu dämmern. Dieser kleine Teil, der ihm den Weg gezeigt hatte, brachte mich dazu, die Tür aufzureißen und in die Kälte zu rennen. Dieser kleine Teil war echt verrückt. Ich merkte bereits, wie die Wärme meinen Körper verließ und meine zielstrebigen Schritte wackelig wurden. Wieso war ich rausgerannt? "James!", schrie ich, nur um kurz darauf inne zu halten. Warum rief ich nach ihm? Er hatte doch diese Lin. Erneut fragte ich mich, wer sie war, doch wie lange ich auch grübelte, ich kam nicht darauf. In der Ferne sah ich Piér auftauchen. Er flog geradewegs auf mich zu. Seine grün-blauen Drachenflügel glänzten im Sonnenlicht und ich konnte erkennen, dass er die Stirn runzelte. Ich suchte den Horizont nach weiteren Punkten ab, doch niemand kam. Enttäuscht ließ ich die Schultern sinken. 'Warum bin ich so enttäuscht? Es war klar, dass er nicht kommen wird. Schließlich war es nur ein Traum', redete ich mir traurig und mit hängendem Kopf ein. 'Nur ein Traum...'
Hi:)
ich habe endlich alle, die ich bereits hatte geupdated. Jetzt kommen die Kapitel nicht mehr so schnell, wahrscheinlich.
Lolli
Mary: "Warum bin ich enttäuscht???"
Ich: "Musst du selbst wissen."
James: "Lin vermisst mich!" *-*
Mary: "Schon wieder diese Lin." :(
Sam: "Sie versteht es nicht..." *kopfschüttel*
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Wechsel der Zeit(3)
Fantasy[Teil 3] Lin wurde entführt, doch jetzt ist sie in einer eisigen Eiswüste. Allein. Ihre Freunde haben keine Ahnung, wo sie sein könnte. Dort geschieht ihr einiges, bevor sie sich schließlich die Meinung bildet, dass WAHs und DVHs Freunde sein sollte...