Meine Freunde bemühten sich, die Monster von meiner Seelenwelt fernzuhalten, doch es waren einfach zu viele. Ich ging in die Hocke und kniff die Augen zusammen. Warum verschwanden sie nicht? Warum wollten sie mich aufhalten? Plötzlich schien es, als wäre ein Schalter in mir umgelegt worden.
Ich nahm die Hände von den Ohren und stand auf. Mein Blick wurde leer und ich ging an James und Sebastian vorbei. "L-lin?", fragte James und sah verwirrt zu Basti. Wie von selbst, richtete sich meine Hand auf die verbrannten Zombies. Um mich herum begann ein starker Wind zu wehen. Er zerrte an meiner Kleidung und warf meine Haar wild durch die Luft. Meine Augenfarbe wechselte zwischen Gold und Silber. Ich konnte fünf Seelen um mich herum spüren. Ich begriff. Es waren die Anführer der uralten Stämme, die sich zu Lumi und Serine vereint hatten. "Du wirst den Frieden nicht verhindern, Kage!", meine Stimme wurde von ihren fünf überlagert. Schatten? Hieß Kage nicht Schatten? Wen meinten sie? Wer hetzte diese Feuerzombies auf uns? Feuer züngelte an meinen Beinen hoch und arbeitete sich immer weiter, ohne mir wehzutun, oder meine Kleidung zu verbrennen. Dann schloss es mein Gesicht ein und meine Sicht wurde von dem orangenen Farbenspiel verdeckt. Ich hob meine Arme zur Seite und die Flammen reagierten darauf. Was tat ich da eigentlich? Die Flammen schlossen alle Feuerzombies ein, leuchteten kurz Silbern auf. Dann verschwanden sie mitsamt Inhalt.Ich spürte warme Arme um mich. Ich öffnete die Augen und sah James, der mich umarmte. Hinter ihm standen Royal, Nico, Sebastian und Sam. Alle vier grinsten. Ich berührte James leicht am Arm und er löste sich von mir. Ich sah mich um. Wir waren in Piérs Hütte, doch er selbst war nirgendwo zu sehen. Hinter mir ertönte ein Räuspern. Überrascht drehte ich mich um und rückte gleich mal ein wenig weg. Hinter mir stand Renn. "Wir sollten zurück zur Schule", meinte er nur. Er sah eher so aus, als hätte er sich gewünscht, dass das hier länger dauert. Ich musterte ihn misstrauisch, doch er wandte sich schon ab. "Ich muss mich noch von Piér verabschieden. Wisst ihr wo er ist?", wandte ich mich wieder an die Jungs. "Ich glaube, er ist in der Küche", meinte Sebastian. Ich stand auf und lief zu ihm. Piér musterte mich. "Die Typen scheinen mir nicht unbedingt vertrauensvoll", murmelte er mit einem Blick zu Renn. Ich lächelte und reichte ihm die Hand. "Ich kenne sie und kann ihnen vertrauen. Ich heiße überigens Linde Ley. Ich muss jetzt gehen. Vielleicht sehen wir uns irgendwann mal wieder, Piér", verabschiedete ich mich. Dann trat ich zu James und wir liefen alle hinaus in die Eiswüste. Fröstelnd rieb ich mir die Arme. "Warum muss es hier so kalt sein?", fragte ich zähneklappernd. Renn warf mir einen Blick zu und wir verwandelten uns. Verwirrt sah ich zwischen ihnen hin und her. 'Wir sind nicht so verrückt, hier her zu laufen', grinste Royal und ein paar Meter über uns wurde ein Helikopter sichtbar.
Hi:)
ich hoffe es hat euch gefallen. Tja, wer weiß ob Piér noch mal vorkommt. Werdet ihr sehen. Ich werde wahrscheinlich in den nächsten Tagen kaum updaten können, weil ich unbedingt ein Geschenk für meine Eltern fertig machen muss. Wir werden sehen.
Lolli
Lin: "Wenigstens bin ich aus der Kälte raus."
Nico: "In der Hütte war es doch warm."
Lin: "Ja, dann formuliere ich es anders. Endlich habe ich meine Erinnerungen wieder, bin aus der Kälte raus und auf dem Weg zurück zur Schule."
Sebastian: "Das ist durchaus präziser."
Lin: "Ja, nicht wahr?"
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Wechsel der Zeit(3)
Fantasy[Teil 3] Lin wurde entführt, doch jetzt ist sie in einer eisigen Eiswüste. Allein. Ihre Freunde haben keine Ahnung, wo sie sein könnte. Dort geschieht ihr einiges, bevor sie sich schließlich die Meinung bildet, dass WAHs und DVHs Freunde sein sollte...