8. Kapitel

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Piér blieb neben mir stehen. "Warum bist du draußen? Es ist viel zu kalt", murmelte er und gab mir seinen Mantel. Ich sah immer noch betrübt zu Boden. Er lachte und sagte aufmunternd: "Sie werden kommen." Ich sah ihn erstaunt an. "Woher willst du das wissen?", fragte ich verwundert, doch er zwinkerte mir nur zu. Schweigend gingen wir ins Haus zurück. Ich schob mir den Sessel vor das Fenster, auch wenn das der kälteste Platz im Haus war, und sah nach draußen. Suchte den Horizont ab, nach Leuten, an die ich mich nicht erinnerte. Ich hatte so viele Fragen, doch ich wusste nicht, ob sie sie mir würden beantworten können. 'Beeil dich, Sam! Wir müssen los!', drängte James. Ich sah erschrocken auf. Diese Stimmen in meinem Kopf. So vertraut und fremd gleichzeitig. Es machte mir Angst und ich schlang meine Arme um die Knie. Trotz meiner Angst fühlte ich ein bisschen Freude, von der mir nicht klar war, warum ich so fühlte. Was verbarg mein fehlendes Gedächtnis vor mir? Ich konnte eine Entschlossenheit fühlen, die nicht meine war. Wessen Gefühle waren das? Die von diesem James? Während ich grübelte, stieg mir ein angenehmer Duft in die Nase. Ich drehte mich um und sah, dass Piér Essen auf den Tisch stellte. Ich stand auf und setzte mich zu ihm.

Nach einer Weile sagte Piér: "Ist schon jemand aufgetaucht?" Ich schüttelte den Kopf und suchte weiter die Eisfläche ab. Warum wollte ich ihn unbedingt treffen? Ich kannte ihn gar nicht. Seufzend stand ich auf und setzte mich vor den Kamin, um meine Hände zu wärmen.

Plötzlich klopfte es und ich fuhr hoch. Ich lag auf dem Sofa. Hatte Piér mich hierhin gebracht? Ich legte die Decke hinter mich und öffnete die Tür. Davor stand der Junge mit den blonden Haaren und den blauen Augen. Er grinste und trat ein. Die anderen zogen eine Augenbraue hoch. Anscheinend hatten sie eine andere Reaktion von ihm erwartet. "Hallo, ich bin Sam", stellte sich ein Junge vor. Er hatte blaue Augen, die etwas dunkler waren, als die des ersten, und schwarze Haare. Der dritte Junge hatte ebenfalls schwarze Haare und seine grauen Augen musterten mich interessiert. "Ich bin Royal", sagte er grinsend. Der Junge hinter ihm, mit braunen Haaren und blauen Augen, stellte sich als Nico vor. Als letzter trat ein Junge mit rötlichen Haaren und braunen Augen in mein Sichtfeld. "Sebastian", sagte er knapp, lächelte flüchtig und trat zu den anderen. Sie kamen mir vertraut vor und doch erinnerte ich mich nicht an sie. Sie standen in Piérs Wohnzimmer, während ich immer noch bei der Tür stand. Verlegen schloss ich sie und setzte mich auf den Sessel. "Was wollt ihr?", fragte ich nach einer Weile. Royal, Nico, Sam und Sebastian sahen zu James. Der ging einen Schritt auf mich zu und sah mir fest in die Augen. "Es ist Zeit,", sagte er entschlossen, "dass wir deine Erinnerungen zurückholen."

Hi:)
wenn ihr irgendwo andere Aussehen für Sebastian und Nico findet, dann sagt mir bitte Bescheid, ich hab nämlich nichts gefunden. Ich hoffe es hat euch gefallen! Ich sitze grad im Zug und fahre wieder zurück nach Rostock.
Lolli
Sam: "Was ist mit James los?"
Royal: "Er kann vor seiner Freundin ja nicht als Heulsuse dastehen."
Mary: "Vor seiner Freundin?"
James: "Nichts! Seid still!"
Sebastian: "Denkt dran, was er uns gesagt hat!"
Royal: "Ups, stimmt ja."
Mary: "Was?"

Wechsel der Zeit(3)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt