Chapter 14

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Gin hatte ihre Beine um seine Hüften geschlungen und hielt sich an seinen Schultern fest, während er sie mit dem Rücken sanft gegen den Beckenrand gelehnt hatte, um sie bequem küssen zu können. Seine Hände lagen noch immer in ihrem Nacken, während seine Daumen ihre Wangen liebkosten. Die Kleidung klebte an ihm wie eine zweite Haut und er hatte sich nicht einmal die Zeit gelassen seine Schuhe von den Füßen zu kicken. Wenigstens hatte er sein Handy vorhin in den Rucksack geschoben und es nicht mehr in der Hosentasche. Ihre Zunge schob sich vorwitzig zwischen seine Lippen und er biss zart hinein, was ihr ein kleines raues Stöhnen entlockte und ihm einen Schauder über die Arme jagte.

Eine Hand schob sich in ihren Rücken, streichelte über die nackte Haut und sein innerstes bebte vor lauter Empfindungen. Sie ging ihm unter die Haut wie keine zweite und er wollte sie an seiner Seite wissen. Der Neandertaler in ihm wollte sie zu der seinen machen und sie in irgendeiner Form markieren. Shane schüttelte diesen Gedanken ab und hob seinen Kopf ein wenig, um sie anschauen zu können. Langsam öffnete Gin ihre Augen und ihre Blicke trafen sich.

„Ich bin dein, Gin", sagte er leise und mit dem notwendigen Ernst in der Stimme.

„Du bist mein?"

„Wenn du mich denn willst."

Ihre Antwort war ein inniger Kuss, der seine Lippen zum Prickeln brachte, denn ihre Arme schlangen sich um seinen Hals und die Finger ihrer rechten Hand fanden den Weg in sein Haar. Diese Frau konnte küssen, sodass ihm Hören und Sehen verging. Vergessen waren die Fotos die er noch von ihr machen wollte, doch das konnte er nachholen. Jetzt zählte für ihn nur noch Gin. Er war über seinen Schatten gesprungen und war sich sicher, dass er es nicht bereuen würde.

Du hast dich Hals über Kopf in diese Frau verliebt, Shane. Und exakt das wird dir jetzt auch bewusst. Was Liebe auf den ersten Blick war, hast du als reine Faszination fehlinterpretiert.

Liebe. Ein Gefühl, was er ursprünglich niemals mehr hatte spüren wollen. Denn dieses Gefühl konnte eine Person vollends am Boden zerstören. Würde er Gin wieder verlieren, würde es ihn brechen. Shane drückte sie noch ein wenig enger an sich und schob diesen Gedanken samt daran gekoppelten negativen Gefühlen in die Tiefen seiner Seele und hoffte, dass es niemals dazu kam.

„Ist dir das Antwort genug?", lächelte sie ihn an, als sie von seinen Lippen abließ und ihn ansah.

„Hm... ich weiß nicht genau", tat er, als müsse er darüber erst nachdenken und biss sich auf die Unterlippe. „Vielleicht."

„Das sieht verdammt sexy aus, wenn du das machst, Shane."

„Wenn ich was mache?", stellte er sich unwissend und zog seine Augenbrauen nach oben.

„Wenn du dir auf die Lippe beißt", erwiderte Gin und ihr Blick fand seine Lippen, als er den Vorgang provokant wiederholte. „Verflucht heiß."

Ein heiseres Lachen entkam ihm und Shane richtete sich mit ihr in seinen Armen auf.

„Dann weiß ich ja schon was ich tun muss, wenn du mal sauer auf mich bist. Einmal auf die Unterlippe beißen, vielleicht auch zwei oder drei Mal...", zog er sie auf und grinste amüsiert, als sie leise schnaufte. „Mit mir kannst du dich sowieso nicht streiten. Das haben bereits andere versucht. Also wirst du auf mich sowieso nicht lang sauer sein können."

Gin ließ ihre Fingerspitzen über seine Wangen gleiten und folgte ihnen mit ihren Augen, was ihn zum Schmunzeln brachte. Es sah aus, als würde sie sich seine Gesichtszüge einprägen wollen. Regungslos ließ er sie gewähren und genoss einfach nur ihre Nähe.

„Eigentlich finde ich glattrasierte Männer um einiges interessanter, aber bei dir... bei dir ist das eine Ausnahme. Solltest du dich jemals komplett rasieren, könnte ich durchaus auch mit hundert Lippenbissen deinerseits sauer auf dich sein", eröffnete sie ihm mit einem Ernst in der Stimme, die ihm das Herz augenblicklich höherschlagen ließ.

Photographer Heart [Buch 2]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt