Chapter 21

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„Diego? Du hast mit Diego...?", stammelte Riley vollkommen überfordert mit der Situation und klammerte sich an den Bademantel. „Und er hat gehört, was ich gerufen habe? Oh Gott..."

December umarmte ihre Freundin und strich ihr beruhigend über das Haar.

„Beruhige dich, Lee. Er wird schon nicht direkt ausflippen. Immerhin können wir das Ganze aufklären und Gin ist mit Shane hier."

„Er war schon auf Owen eifersüchtig... was ist, wenn er nicht herkommt und ich jetzt alles zerstört habe, was wir gemeinsam hatten?", hörte Shane Riley wispern und schluckte.

Er kannte Diego noch lang nicht so gut wie Nolan, doch er wusste dass der Latino ganz sicher nicht still dasitzen und mit seinem Schicksal hadern würde. Ganz im Gegenteil. In wenigen Augenblicken würde es an der Tür schellen und dann konnte er sich von dem Cop den Kopf waschen lassen. Es war schon richtig dass Gin mit ihm hier war, doch dummerweise hatte er Diego noch nicht erzählen können, dass er, Shane, sich seit Wochen bereits in festen Händen befand. Somit war die Vermutung naheliegend...

„Ich werde das klären, mach dir keine Gedanken. Er wird gleich hier sein und dann nehme ich ihn mir zur Brust. Unglücklicherweise weiß er nichts von Gin, denn ich war gerade im Begriff ihm davon zu erzählen, als du gerufen hast", schaltete Shane sich ein und grinste dann halbherzig. „Vermutlich ist er nun im Irrglaube, dass ich mich in dich verguckt habe... auf der Hochzeitsfeier. Immerhin seid ihr euch seitdem nicht mehr wirklich nahe gekommen, wenn ich das richtig interpretiere."

Riley errötete und wich seinem Blick aus, ehe sie leise seufzte.

„Nahe gekommen schon, aber... nicht auf emotionaler Ebene. Ich weiß nicht, warum ich ihn so auf Abstand halte..."

„Aber ich weiß es", sagte Candice mit verschränkten Armen und zog eine Augenbraue in die Höhe. „Frag dich mal nach deinem Ex. Diesem Affenarsch."

Bevor Riley zu einer Antwort ansetzen konnte, klingelte es Sturm und sie presste ihre Lippen aufeinander.

„Würde jemand von euch zur Tür...? Ich muss mir etwas anderes anziehen. Ich kann ihm nicht in Dessous und Bademantel unter die Augen treten, wenn er mich sprechen will", bat sie leise und Shane nickte.

„Lass mich. Immerhin hast du wegen mir den ganzen Ärger erst am Hals."

„Soll ich...?", begann Gin unsicher und sah ihn fragend an, während er bereits den Kopf schüttelte.

„Ich muss ihn erst beruhigen. Das geht besser, wenn wir unter uns sind. Wartet hier."

Mit einem Lächeln verließ er das Schlafzimmer und zog leise die Tür hinter sich ins Schloss. Ganz sicher würde er niemanden weiter hineinziehen als nötig. Diego war vielleicht ein friedliebender Kerl, doch wenn es um Riley Hudgens ging, hörte bei ihm der Spaß anscheinend auf. Und das konnte Shane sogar ganz gut nachvollziehen. Wäre er nun an dessen Stelle, würde er vermutlich nicht anders reagieren.

„Diego", begrüßte Shane ihn, nachdem er die Tür geöffnet hatte und hob abwehrend eine Hand, um den Redeschwall zu stoppen, bevor er losging. „Hör mir erst zu. Komm rein und hör mir zu, okay? Ich kann verstehen dass du wütend bist, doch du hast da ganz grundlegend etwas in den falschen Hals bekommen. Fahr dein Latinoblut auf normalen Pegel und atme durch."

Schmaläugig musterte Diego seinen Freund Shane und presste die Lippen zusammen, sodass eine schmale Linie entstand, ehe er tief durchatmete und sich zügelte. Eben noch hatte er auf dem Revier gesessen und wollte Feierabend machen, als Shane anrief und plaudern wollte. Dann schüttete Diego ihm sein Herz aus und der hockte mit Unschuldsmiene bei Riley auf dem Sofa. Bei seiner Riley! Nicht zu fassen, dass Mister Gardner ihm diese Information vorenthalten hatte.

Photographer Heart [Buch 2]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt