Chapter 23

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Shane musste schmunzeln, denn er erlebte Gin das erste Mal nervös. Sie nestelte wiederholt an ihrer perfekt sitzenden Bluse herum und sah an sich herab. Mit einem beruhigenden Gesichtsausdruck trat er dicht an sie heran und zog sie in seine Arme, was sie dazu brachte ihn anzuschauen. Ihre Blicke trafen sich und sie zog ihre Augenbrauen fast schon verzweifelt zusammen. Sanft fuhr er ihr mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand über die Brauen und lächelte sie liebevoll an, was sie dazu brachte, sich etwas zu entspannen.

„Du siehst fantastisch aus und du bist toll so wie du bist", sagte er und küsste ihre Stirn.

Ein leises Seufzen entfuhr ihr und sie ließ ihre Stirn gegen sein Kinn sinken, während sie ihre Arme um seine Hüften legte und die Augen schloss.

„Himmel... ich war noch nie so unsicher und nervös", flüsterte sie kaum hörbar.

„Ich verstehe dich, Prinzessin. Du hast keine eigene Familie mehr und lernst heute meine Eltern kennen. Das muss einiges in dir auslösen. Aber ich kann dir versichern dass sie dich beide direkt in ihr Herz schließen werden. Lass es auf dich zukommen und genieße das Essen, wenn es dir kredenzt wird. Sie freuen sich darauf dich kennenzulernen. Und wenn alle Stricke reißen, wird meine kleine Schwester dich retten und ich lenke meine Eltern mit Nolan zusammen ab. Versprochen."

„Du bist der verständnisvollste und süßeste Freund...", murmelte sie und rieb ihre Stirn leicht an seinem Kinn. „Und der kratzigste."

Ein leises Lachen entrang sich seiner Kehle, welches Gin zum Grinsen brachte.

„Soll ich mich rasieren? Willst du mir das unterschwellig mitteilen?"

Sie legte den Kopf in den Nacken und blitzte ihn aus ihren blauen Augen warnend an.

„Hüte dich vor Sturm und Wind!"

Ein wirklich sexy Grinsen zuckte um Shanes Lippen und Gin wusste augenblicklich wieder weshalb sie sich seinem Charme nicht entziehen hatte können. Er sah gut aus, war intelligent und verständnisvoll... außerdem hatte er genau den richtigen Humor und es mangelte ihm nicht an Schlagfertigkeit. Doch alles in allem: er wusste dass er ein guter Fang war, nutzte es jedoch weder aus noch stieg es ihm zu Kopf. Er wollte dass man ihn um seiner selbst Willen mochte und wollte; im Gesamtpaket.

„Das heißt also dir gefallen meine Stoppeln?", wollte er interessiert wissen und sie nickte langsam.

„Allerdings."

„Lass uns losfahren, sonst kommen wir zu spät", sagte Shane mit einem Lächeln und küsste sie auf die Lippen, ehe er ihre Hand ergriff und sie mit sich zu seinem Wagen zog.

„Muss ich auf irgendetwas achten?"

„Sei einfach du selbst und versuch dich zu entspannen. Ich bin die ganze Zeit über bei dir."

Er entriegelte per Funk das Auto und öffnete ihr die Beifahrertür, damit sie einsteigen und sich angurten konnte, bevor er die Tür schloss und den Wagen umrundete.

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„Kommt rein, ihr zwei", begrüßte Sarah sie mit einem herzlichen Lächeln als sie die Tür öffnete und trat beiseite. „Madison und Nolan sind noch nicht da, ihr seid die ersten."

„Sind wir so früh dran?", wunderte Shane sich und sah auf die Uhr an seinem Handgelenk. „Nolan Turner kommt zu spät?"

Verwundert schüttelte er seinen Kopf und führte Gin in sein Elternhaus, während er ihre Hand nicht losließ. Er wollte ihr das Gefühl von Sicherheit geben.

„Es kam wohl ein Anruf dazwischen. Deine Schwester hat mir eine Textnachricht geschickt und mir mitgeteilt dass sie etwas später eintreffen werden", entgegnete seine Mutter und schloss die Tür. „Und du bist also die Frau die meinem sturen Sohn den Kopf verdreht hat?"

Photographer Heart [Buch 2]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt