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EIN RITT MIT FOLGEN
Buch/Fandom: A Second Chance

Genre: Jugendliteratur

TW: Unfall

Als nächstes sehen wir die Startnummer 127, Anna Fannarsson auf Liquana Lumielle für den Dressur-und Springförderkreis Deutschland", verkündete der Sprecher.

Ich atmete einmal tief durch, bevor ich mit Liquana in den Pakur einritt. Liquana, gehörte dem Spring- und Dressurförderkreis Deutschland und war eine 11 Jährige Schimmelstute. Der Parkur bestand aus 13 Hindernissen, einer dreifachen und einer einfachen Kombination, einer Mauer, einem Wassergraben, sowie einer Distanz mit fünf Galoppsprüngen. Neben den Sprüngen wirkten die Pakurhelfer ziemlich klein und wenn ich nicht auf Liquanas Rücken säße, könnte ich auch nicht über die Sprünge schauen.

Ich galoppierte locker an und hielt vor dem Richter an. Ich grüßte und klopfte Liquana noch einmal den Hals, bevor die Glocke ertönte und der Parkur freigegeben wurde. Ich gab der Schimmelstute die Galopphilfe und sie reagierte sofort. In einem frechen Galopp ritt ich den ersten Sprung, einen blauen Sterilsprung mit dem Logo der Deutschen Bank, an. Eins, Zwei, Drei zählte ich und Liquana drückte ab. Ich liebte es einfach zu springen, das Gefühl über dem Sprung war einfach unbeschreiblich. Es hatte etwas von Freiheit, der Wind im Gesicht und der Geruch von Gras, Leder und der Stute stieg mir in die Nase.

Es folgte eine große Linkswendung auf die einfache Kombination mit zwei Galoppsprüngen. Die goldenen Stangen glänzten im Sonnenlicht und ich hatte mitbekommen, dass das Licht schon einige Pferde vor mir irritiert hatte. Aber Liquana ließ sich von nichts ablenken, sie war hochkonzentriert und nur auf die Sprünge und meine Hilfen fokussiert.

Nach der Kombination folgte eine Rechtswendungen und zehn kurze oder neun lange Galoppsprünge auf die Mauer. Ich entschied mich für die neun Langen, da Liquana so oder so eine Recht große Galoppade hatte, passte das perfekt.

Es ging rechtsrum weiter mit 9 Galoppsprüngen auf einen schwarzen Ochser. 1,60 Meter hoch und 1,50 breit. Liquana flog regelrecht über den Sprung, als wäre es das leichteste auf der Welt.

Der nächste Sprung war der gut 3 Meter breite Wassergraben. Ich schnalzte mit der Zunge und setzte leicht meine Sporen ein. Die Schimmelstute flog über den Wassergraben, landete und galoppierte sofort fleißig weiter durch die Linkswendung.

Sprung Nummer 6 war ein aus Planken bestehender Steilsprung, der den Mercedes Stern auf einem schwarzen Hintergrund zeigte.

Als nächstes folgte ein weiterer Steilsprung, diesmal mit Pinken Stangen und Blumen als Deko neben dem Sprung.

Nun kam der wahrscheinlich schwierigste Teil des Pakurs. Eine Hundertachzig Grad Wendung auf die dreifache Kombination mit den roten Stangen. Die Zeit saß mit auch noch im Nacken, wenn ich gewinnen wollte, musste ich jetzt auf volles Risiko gehen. Also kürzte ich ab und nahm die Wendung deutlich enger. Ein rauen ging durch das Publikum, doch das nahm ich kaum war. Viel zu groß sprang Liquana über den Einsprung in die Dreifache, einen Ochser. Wir flogen verdammt weit in die Kombi rein, wir hatten nur einen Galoppsprung bis zum mittleren Sprung, einem Steilsprung. Ich nahm das Tempo nahezu komplett raus und wir schafften es mit einem mini Galoppsprung zum Steil. Ich hörte, wie Liquanas Hufe die obere Stange striffen und hoffte, dass wir jetzt keinen Abwurf kassierten. Zum Glück blieb die Stange da, wo sie hingehörte. Der Aussparung war wieder ein Ochser, den wir mühelos überwanden.

,,Braves Mädchen", lobte ich die Schimmstute und hielt schon auf den nächsten braunen Steilsprung zu.

Liquana flog über den Rasen hin zu Sprung 10, einer Trippelbarren. Wir kamen perfekt am Sprung an und ich genoß die kurze Zeit in der Luft, bevor wir landeten und es linksrum weiterging.

Ich ritt den gelben Steilsprung schräg an, um noch mehr Zeit zu sparen und um schneller zur finalen Distanz mit fünf Galoppsprüngen zu kommen. Wir waren super gut in der Zeit und würden locker gewinnen.

Zuerst folgte der grüne Steilsprung mit den gelben Streifen, Werbung für die Marke Rolex. Perfekt überwanden Liquana und ich den Sprung. Es folgten die fünf Galoppsprünge zum finalen Ochser.

Doch beim letzten Galoppsprung stolperte Liquana und ich merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Zum Bremsen war es viel zu spät. Liquana versuchte zwar zu springen, doch sie schaffte die Höhe und Weite nicht. Sie fiel in den Ochser und ich wurde aus dem Sattel gerissen. Ich sah nur noch, wie die hintere grüne Stange immer näher kam. Ich schützte meinen Kopf noch rechtzeitig mit meinen Armen, bevor ich in die Stange reinkrachte. Verzweifelt versuchte ich meine Beine unter Kontrolle zu bekommen und auf den Füßen zu landen, mit Erfolg. Aber als ich mit den Füßen zuerst auf dem Boden landete, schoss ein furchtbarer Schmerz in mein rechtes Bein und ich hörte, wie meine Knochen brachen.

Wir wurde vor Schmerzen schwarz vor Augen. Ich hörte noch die Schritte der Sanitäter, die mir zur Hilfe eeilten. Sie sprachen mich an, doch ich konnte mich weder bewegen, noch ihnen eine Antwort geben. Das letzte woran ich dachte war Liquana, bevor ich endgültig das Bewusstsein verlor.

Frage des Tages:  Wie geht ihr mit euren Hobbys im Winter um? Macht ihr irgendwas besonderes?

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