12. Chapter

884 62 10
                                        

Sayo's POV

Ich schlief gerade seelenruhig vor mich hin. Ich genoß den guten Schlaf, den ich seit Jahren nicht mehr hatte. Naja, bis jemand ins Zimmer stürmte.

"Aufwachen!" rief die Person hörbar genervt.

Neben mir brummte Nii-san, Ich musste mit ihm Bett schlafen, weil ich noch keins hatte. Mir machte das aber nichts aus.

"Na los, ihr Witzfiguren!"

Dieser Jemand der uns weckte stellte sich als Hidan heraus. Oh man, wenn man alleine mit ihm war, war er ja ganz in Ordnung, aber nicht wenn andere dabei sind. Der musste seinen Stolz ja verteidigen oder so, also der selbe Mist wie bei Nii-San, nur das Itachi eher kühl in der Anwesenheit anderer ist.

Ich hörte Hidan näher kommen, weswegen ich mich mehr in die Decke kuschelte und mich an die Wand drückte, mit immernoch geschlossenen Augen.

"Hidan, geh." brummte Itachi neben mir wie nicht anders erwartet monoton, tja und ich drehte mich um kuschelte mich an den Rücken von Itachi.

Hidan knurrte. "Ihr Uchihas seid alle gleich. Die Jashinreligion würde euch echt gut tun!" sagte er und verschwand, nachdem er die Tür zugeknallt hatte.

"Nii-san? Du musst aufstehen." nuschelte ich in seinen Rücken.

Er drehte sich zu mir und gab mir ein Kuss auf meinen Kopf, während er mich näher zu sich schob.

"Mein kleine Prinzessin..." murmelte er.

"Warum muss ich eigentlich aufstehen? Du musst auch." sagte er und seufzte.

"Hm. Nii-san?.. Hab dich lieb." sagte ich leise und umarmte ihn. Er lachte leise und verwuschelte mal wieder meine Haare.

Empört blickte ich ihn an, ich mochte das überhaupt nicht. Aber wie sagt man? Rache ist süß. Schnell setzte ich mich auf den Bauch von Itachi und lachte triumphierend.

"Jetzt bekommst du Rache für all die Male Muahaha!"

Ich hatte gerade meine Hand auf seine Haare gelegt als er sie plötzlich festhielt und uns mit einer schnellen Bewegung so umdrehte, dass ich unter ihm lag. Ich setzte eine grimmige Mine auf und wollte gerade protestieren, als plötzlich schon wieder Hidan durch die Tür gekommen war und sie aufriss.

"Na wird's bald ma- Ah, jetzt fickst du auch noch die Kleine? Schade, ich wollte zuerst." sagte er lachend und beobachtete uns. Itachi schnaubte aber nur und stand auf.

Ich blickte Hidan mit dem berühmten Uchiha-Todes-Blick an, woraufhin er schnell verschwand. Gut so. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich wie Itachi verschwand um duschen zu gehen. Seufzend erhob ich mich aus dem nahezu gemütlichsten Bett und starrte eine Weile gedankenlos den Boden an. Hier musste ich wenigstens keine Angst vor meiner Mutter haben, wenn ich nicht sofort aufstehe. Nachdem ich sinnlos gefühlte fünf Minuten den Boden angestarrt hatte, erhob ich mich und zog die Kleidung von gestern an. Gerade als ich den Lumpen übergezogen hatte, kam dann auch schon Nii-San herein. Er blieb stehen und runzelte seine Stirn, als er wieder den Lumpen von gestern erblickte.

"Warum trägst du das?" fragte er verwirrt und ging zu seinem Schrank um sich seine Kleidung anzuziehen.

"Mutter hat mir nie etwas anderes gegeben." murmelte ich leise vor mich hin.

Blitzschnell drehte er sich um.

"Sie hat dir nie etwas anderes zum Anziehen gegeben?" fragte er leicht angesäuert und kam mir einen Schritt näher. Oh Nein, was er wohl macht, wenn er erfährt wie mein gesamtes Leben in all der Zeit angelaufen ist?

"J-ja zumindest sagte sie dauernd, dass ich nichts anderes verdient habe." sagte ich unüberlegt und klatschte mir sofort die Hand gegen meinen Mund. Das hätte ich echt nicht sagen sollen.

"Was?! Ich wusste doch, dass diese Frau keine gute Vorgesetzte ist." sagte er knurrend und zog sich seine Sachen über.

Ich atmete hörbar aus und zog ihn an seiner Hand, raus aus dem Zimmer.

"Komm, lass uns essen gehen."

Als wir dann am Tisch saßen und ich beobachtete wie Deidara, so stellte er sich jedenfalls vor, hilflos irgendwas herrichtete. Sie haben hier ein System, wer hier das Essen macht, sagte Itachi. Ich kicherte leicht als ich bemerkte, wie Deidara ratlos die Eier ansah. Ich stand auf, Ich konnte mir das beim besten Willen nicht länger ansehen. 'Zuhause' musste ich Mutter immer das Essen kochen.

"Ich mach das, Deidara." sagte ich und wollte ihm die Eier aus der Hand nehmen, als er sie von mir wegzog.

"Nein, ich schaff das alleine." Sagte er trotzig.

"Das hat gerade ganz anders aus gesehen, bist du dir sicher, dass du überhaupt weißt wie ein Omlett geht?" Fragte ich ihn ruhig und sah ihn fragend an.

"Ph! Natürlich weiß ich wie dieses Omlett Dingens da geht! Ist doch leicht!" rief er und sah empört zur Seite.

"Na ich weiß ja nicht, gib schon her und stell dich nicht so dumm an."

"DUMM?! Selber dumm!" schrie er und sah mich zornig an.

Er wurde bei sowas schon wütend? Das konnte ja noch heiter werden. Ist ja nervig, ich kann mit solchen Menschen überhaupt nicht umgehen.

Denn die Wahrheit ist relativGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt