Als am nächsten Morgen mein Handy klingelte und ich realisierte welcher Tag heute war, sprang ich aufgeregt aus meinem Bett.
Ich hatte zwar schon einige Fälle hinter mir, aber nur selten welche in denen ich Undercover ermitteln sollte.
Ich stürmt in mein Bad, sprang ein letztes Mal unter meine Dusche, putzte meine Zähne und zog mich an.
Ich flocht meine Haare nach Hinten und betont meine braunen Augen mit ein wenig Mascara.
Nervös betrachtete ich mich im Spiegel. Den kurzen schwarzen Taillienrock hatte ich mit einem weißen Top und rosanen Ballerinas kombienert. Dazu packte ich meine braune Tasche, mit Blöcken, Stiften und einer Wasserflasche.
Eigentlich hatte ich gehofft nach meinem Abschluss nie wieder lernen zu müssen...doch da hatte ich wohl falsch gedacht!
Ich warf mir die Tasche über die Schulter und trug meinen Koffer und die Kisten aus meiner Wohnung.
"Auf Wiedersehen!", murmelte ich und schloss die Tür hinter mir ab.
"Wieso auf wiedersehen?", stand Sam plötzlich hinter mir.
Ich drehte mich um und zuckte zusammen:"Danke, für den halben Herzinfarkt!"
"Wenn du dem Auftrag schnell erfüllst, siehst du deine Wohnung doch in ein paar Wochen oder Monaten wieder! Die Campus Zimmer sollen auch nicht so schlecht sein!", versuchte sie mich zu überzeugen und hiefte eine Kiste hoch.
"Das will ich auch hoffen!", seufzte ich und schnappte mir meinen Koffer.
Da kam Scott die Treppe hoch:"Guten Morgen, Candy!"
"Morgen!", lächelte ich und zeigte auf die letzte Kiste, vor meiner Tür.
"Gut geschlafen?", wollte er wissen und hob die Kiste hoch.
"Kaum...", murmelte ich und trug den Koffer die Treppe hinunter, als mir Mike entgegen kam und gegen mich rannte.
"Mike!", rief ich genervt.
"Da hat jemand aber schlecht geschlafen!", schmunzelte er und nahm mir meinen Koffer ab.
"Dir auch guten Morgen!", lächelte ich, als er mir meinen Koffer abnahm.
Wir schleppten die Sachen in den Transporter, den Scott vor meinem Haus geparkt hatte.
In dem Transporter waren die gesamten Computer und Geräte von Scott und Sam aufgebaut.
Mike setzte sich ans Steuer und ich mich auf den Beifahrersitz, während Sam und Scott sich in den umgebauten Laderaum setzten.
"Aufgeregt?", fragte Mike nach und startete den Wagen.
"Etwas.", gab ich zu und schnallte mich an.
"Du schaffst das! Finde erstmal heraus wer die Dealer sind.", schlug er vor und fuhr auf die Straße.
"Und dann häng ich mich an die dran und sammle Beweise!", fügte ich hinzu.
"Ich bin mir sicher, dass du das schaffst, verlieb dich nur bloß nicht!", schmunzelte er.
"Werde ich schon nicht!"
Nach einer anscheinend ewigen Fahrt kamen wir am Campus an. Mike parkten an der Straße. Alle Parkplätze waren besetzte, überall zogen neue Studenten ein.
"Wir parken ein paar Straßen weiter. Wenn irgendetwas passieren sollte, hier!", erklärte er und drückte mir einen Stöpsel in die Hand.
Ich steckte ihn mir in mein Ohr und öffnete die Tür.
"Wir hören alles, was du auch hörst, solange du diese Kette nicht abmachst!", betonte er und hielt mir eine Silberne Kette, mit einem Herz-Anhänger hin.
Ich nahm sie an, stieg aus und befreite Sam und Scott aus dem Laderaum.
Mike kam dazu und nahm mir die Kette ab. Ich nahm meine Haare zur Seite und sah auf den Boden.
Sam grinste mich an, als Mike meinen Nacken berührte.
Ich verdrehte nur die Augen. Das mit mir und Mike war vorbei! Mehr musste man dazu gar nicht sagen.
Er verschloss die Kette und holte eine Kiste aus dem Laderaum.
Ich holte meinen Koffer und Scott nahm noch eine Kiste.
Sam schloss das Auto ab und folgte uns zum ersten Gebäude.
Wir mussten uns durch Massen von Studenten und ihren Familien quetschen, bis wir an dem Anmeldetisch ankamen.
Sam, Scott und Mike setzten sich mit meinen Sache auf eine Bank und warteten.
"Josephine Manson.", lächelte ich, als ich an der Reihe war.
Die unsympathische Frau vor mir, sah einmal schlecht gelaunt hoch und sah dann auf ihre Unterlagen.
"Ihr Zimmer befindet sich in dem Gebäude 3a, wenn sie den Weg vorne links abbiegen.", murmelte sie und wühlte in einem Ordner.
Ich nickte und sah sie erwartungsvoll an.
"Das ist ihr Kursplan und andere wichtige Unterlagen. Der Nächste!", erklärte sie und winkte mich zur Seite.
Ich klemmte mir den Stapel Blätter und den Schlüssel unter den Arm und ging stutzig zurück zu den Anderen.
"Unfreundliche Leute!", zischte ich und verstaute den Stapel in meiner Tasche.
Sam, Scott und Mike standen gelangweilt auf und folgten mir zu Gebäude 3a.
Wieder mussten wir uns durch tausende Leute drängeln.
Scott, Sam und Mike trugen mir meine schweren Sachen, bei einer sommerlichen Hitze hinterher. Wir kämpften uns bis zu meinem Gebäude vor und fuhren dann den Fahrstuhl hinauf zu meinem Zimmer. Genau wie der Rest des Campus war der Gang überfüllt. Bälle flogen durch die Luft und es waren kreischende Mädchenstimmen zu hören.
Ich warf einen Blick auf den Zimmerschlüssel und zeigte aufgeregt auf meine Zimmertür. Scott, Sam und Mike folgten mir erschöpft.
Ich schloss auf und schloss hinter ihnen wieder die Tür.
Sam stellte meinen Koffer in die Ecke und sah sich neugierig um. Scott stellte die Kiste erleichtert auf einen Schreibtisch ab, während Mike die andere Kiste auf ein Bett warf.
"Scheiß Campus!", fluchte er.
"Danke für die Motivation!", seufzte ich und warf mich auf mein Bett.
Das Zimmer war geräumig und die andere Hälfte des Zimmers war noch nicht bezogen. An der einen Wand, befand sich ein großes Fenster, durch das man direkt auf den Campus gucken konnte.
"Wir sollten langsam gehen, es ist nicht gut wenn uns so viele sehen!", raffte Mike sich auf.
"Was? Ihr könnt mich doch nicht allein lassen!", protestierte ich.
"Wir sind doch nicht weit weg!", wollte Sam mich beruhigen.
"Außerdem können wir dich nicht die ganze Zeit begleiten! Du musst diesen Fall fast alleine erfüllen!", erklärte Mike weiter.
"Du schaffst das! Wir sind in der Nähe, wenn was ist!", lächelte Scott und stellte sich vor mich.
Ich nickte und umarmte ihn.
"Wir sind nicht weit weg!", lächelte Sam und stieß Scott zur Seite.
"Danke.", grinste ich und umarmte sie.
Sam ging zur Tür und Mike stand unentschlossen vor mir.
"Ich werde dich auch sehr vermissen!", schmunzelte ich und umarmte ihn einfach.
"Pass auf dich auf!", flüsterte er mir ins Ohr.
"Mach dir keine Sorgen!", bat ich ihn grinsend.
"Was?", fragte er als wir uns von einander lösten.
"Süß, dass du dir Sorgen machst.", grinste ich.
"Mach ich gar nicht.", schmunzelte er und verließ mit Scott und Sam das Zimmer.
"Glaub ich dir nicht.", murmelte ich ihm amüsiert hinterher.
Da stand ich nun in einem leeren Zimmer, vollkommen allein und hatte keine Ahnung was auf mich zu kommt.
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Undercover In Love
Teen FictionKendall Luise Abrams, 21 Jahre alt und Agentin in den USA. Sie ist eine der besten Agentinnen ihres Geheimdienstes. Doch dann wird sie auf einen neuen Fall angesetzt, bei dem sie Undercover ermitteln soll. Gegen einen Drogendeal an der Harvard Univ...
