43 Songs & Entführt

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Ich wache auf. Es ist schon hell. Ich drehe mich auf die Seite und mein Blick hält wieder einmal auf die Schatulle. Ich nehme sie in die Hand und lege den Inhalt neben mich. Es klopft an der Tür und Chloes Kopf erscheint in der Tür. "Morgen", sagt sie. "Morgen." "Was ist das???" Chloe kommt zu mir und setzt sich auf die Bettkante und mustert Die CDs und den Brief. "Das ist das Geschenk von meinen Eltern auf den 15. Dazu kam noch eine Kreditkarte mit einem Vermögen drauf dazu." "Wer sind deine Eltern???" Ich zucke mit den Schultern. "Ich weiss es nicht und bevor du fragst, meinen Nachnamen weiss ich auch nicht." "Dann wissen wir ja, was wir machen müssen.", grinst Chloe. "Aber weisst du was mich trotzdem wundert???" "Was denn???", frage ich. "Mich wundert, dass dir deine Eltern CDs von der Band, in der mein Dad ist schenken. Ich meine mein Dad ist etwa doppelt so alt wie du. Wann hast du das Geschenkbekommen???" Ich finde es irgendwie komisch, dass ich das alles einem Mädchen anvertraue, dass ich erst seit gestern kenne und es meiner BF nicht gesagt habe. Ich gebe Chloe den Brief und sage: "Das müsste vielleicht einige deiner Fragen beantworten." Sie nimmt den Brief und beginnt zu lesen. Zwischendurch schaut sie erstaunt, dann wieder verwirrt. "Okey", sagt sie, als sie fertig ist, "einige Fragen sind weg. Aber es sind neue aufgetaucht." "Ich nehme nicht an, dass du weisst, wer meine Eltern sind." Chloe schüttelt traurig den Kopf. "Warum willst du überhaupt wissen, wer sie sind? Ich meine, sie haben dich weggegeben " Ich überlege und antworte dann: "Ich will von ihnen wissen, warum. Ausserdem will ich wissen, ob ich noch andere Geschwister habe und ob sie mich lieben. Ja klar, sie haben mir ein Geschenk gemacht und ich hab jetzt ein Vermögen. Aber was soll ich damit anfangen, wenn ich mich bei diesen Leuten nicht bedanken kann?" "Ja, du hast recht.", stimmt Chloe mir zu. "Ich brauch unbedingt eine Steroanlage, um die CDs zu hören.", murmle ich. "Ich gehe mit dir eine kaufen, wenn du willst." Ich nicke heftig. "Aber zuerst gehen wir was frühstücken.", lacht Chloe. Ich stehe auf und Chloe ebenfalls. Wir gehen in die Küche und essen was.

Danach machen wir uns auf den Weg zu einem Apple Store. Dort kaufen wir eine Hi-Fi-Anlage mit zwei Boxen, die durch ein Kabel mit dem Hauptgerät verbunden sind.

Zuhause installiere ich das Ganze und lege Up all night ein.

Nach drei CDs stelle ich die Anlage aus und will in die Küche, um etwas essbares zu hollen. Doch beim wollen blieb es. Denn als ich an Claires Tür vorbeilaufe höre ich sie sagen: "ine Tocher, oder?" Sie telefoniert anscheinend, bloss mit wem. "Du willst wissen woher ich das weiss?", fragt Claire ihren gegenüber, "sie  sieht aus wie ihr. Das ist kaum zu übersehen!" Wer ist am Ende dieser verdammten Leitung?!?! "Ja, ich versprechs. Bis bald. Tschüss." Nachdem Claire aufgelegt hat renne ich in den Flur ziehe meine Schuhe und meine Jacke an. Ich renne raus u.d knalle die Tür hinter mir zu.

Auf der Strasse renne ich nach rechts. Ich höre noch wie Cat naach mir ruft, aber ich ignoriere sie und laufe weiter. Die Tränen laufem mir übers Gesicht und ich lasse eine tropfende Spur zurück.

Ich irre jetzt schon seit einer Ewigkeit durch London. Die Orientierung habe ich schon längst verloren. Irgendwie bin ich in einem Park gelandet und sitze auf einer Bank. Ich heule immer noch. Ich heule meinen Schmerz, meine Wut, meine Verzweiflung und sonst was alles noch aus mir raus.

Es dämmert bereits und ich sitze immer noch in diesem Park. Leute sind keine mehr unterwegs. Ich stehe auf und laufe in die Richtung, aus der ich vielleicht gekommen bin.

Hinter mir knackt etwas. Erschrocken drehe ich mich um. Nichts. Etwas schneller laufe ich weiter. Schritte. Hinter mir sind Schritte. Panisch renne ich los. Die Schritte beschleunigen sich. Ich bekomme eine Gänsehaut. Angst. Ich habe Angst. Ich schau nach hinten. Jemand verfolgt mich. Ich drehe mich um und renne vollgas in jemanden rein. Er ist schwarz gekleidet und vermummt. Bevor ich schreien kann, drückt er seine Hand auf meinen Mund. Panisch versuche ich um mich zu schlagen, was aber leider nicht gelingt. Der Typ hält mich zu fest. Ich will das nicht!!!! Der andere Typ, der mich verfolgt hat ist jetzt auch bei uns angekommen. Er ist gleich gekleidet wie der, der mich festhällt. Mein Verfolger füllt in seinen Taschen und zieht daraus ein Tuch hervor. Er drückt es mir ins Gesicht. Ich atme wie jeder noemale Mensch weiter, bloss etwas schneller.

Meine Augen werden schwer. Es wird dunkel um mich herum.

Die SucheWo Geschichten leben. Entdecke jetzt