So Leute, zuerst möchte ich mal zwei Kleinigkeiten loswerden, zuerst, freut es mich, das bereits einige Leute meine Story lesen, obwohl es nur ein kurzes Kapitel bislang gibt, ich hoffe sie gefällt euch und ich freue mich wirklich über jeden neuen Leser. Zum anderen muss ich sagen, dass ich eigentlich nicht so schnell das zweite Kapitel hochladen wollte (habe einiges der Story schon vorgeschrieben damit ihr nicht warten müsst wenn ich mal eine Schreibblockade habe), aber die liebe freaky2dragon war so neugierig und hat mich mit so großen Augen angesehen, das ich mich dann doch hingesetzt habe und das Ergebnis dürft ihr jetzt lesen. Ganz viel Spaß dabei, eure Feywynn ;)
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Da ich den Großteil der Gegend bereits erkunden hatte müssen als ich noch ein Mensch war, bot sich mir nicht viel neues. Ich lernte meinen neuen Körper kennen, lernte seine Vorzüge schätzen und genoss es mich voll auf meine Instinkte zu verlassen. Ich jagte wenn ich Hunger hatte, schlief immer beruhigt, da ich mir wenig Sorgen machte das es etwas im Wald gab das sich traute mich anzugreifen und tat generell nur das worauf ich Lust hatte. Doch schon nach zwei Tagen wurde mir langweilig, ich beschloss mir die andere Seite der Grenze anzusehen, doch leider wurde dieser Plan durch einen breiten Fluss mit starker Strömung verhindert, die Brücke hatten die Soldaten zerstört und schwimmen wollte ich wirklich nicht. Also doch wieder zurück in vertraute Gegenden. Auf meinen Streifzügen, stieß ich schließlich wieder auf das freie Feld auf dem die Schlacht stattgefunden hatte, ich roch noch immer das Blut und teilweise lagen noch Ausrüstungsteile oder zerrissene Kleidungsstücke herum, die Leichen waren verschwunden. Die Soldaten des fremden Landes, hatte man sicherlich in ein Massengrab geworfen, während die eigenen alle ein eigenes Grab in den naheliegenden Wäldern bekommen hatten. Hier gab es auch nichts spannendes mehr für mich zu sehen. Verdammt, wieso war mir so langweilig, andere Tiere lebten doch auch einfach im Wald ihr Leben, wieso konnte ich das nicht? Frustriert schlug ich einfach irgendeine Richtung ein.
Bald stellte ich fest das sich unmittelbar vor mir meine alte Einheit befand, offenbar hatten sie ein neues Ziel zu dem sie nun marschierten. Und da ich nunmal nichts bessere zu tun hatte, beschloss ich ihnen zu fogen. Ich hielt mich im Schatten der Bäume, während die Männer an der Baumgrenze des Waldes entlangliefen. Mir fiel schnell auf das die armen Hunde nicht ins Landesinnere marschierten, sondern genau an der Grenze entlang. Also wohl noch keine verdiente Pause.
Ich folgte ihnen jetzt schon eine ganze Weile und hatte mittlerweile durch ihre Gespräche erfahren, dass sie zu einer der Grenzfestungen marschierten, dort hatte man sie stationiert, um schön brav auf die Grenzen des Landes aufzupassen. Zumindest solange bis den tollen Adligen was anderes in den Sin kam, die waren da ja sehr flexibel. Dabei würde ich sie dann aber sicherlich nicht beobachten, viel zu eintönig, aber bis sie dort ankommen würden, hatte ich Zeit mir zu überlegen was ich dann tun würde, das ganze Land bereisen vielleicht.
Als die Einheit gegen Abend, wieder ihr Lager aufschlug, suchte ich mir einen Platz in den Schatten und schaute zu wie sie sich an Lagerfeuern versammelten und sich unterhielten. Ich konnte sehen das den meisten die Schlacht noch in den Knochen steckte, sie waren nicht mehr so ausgelassen wie sie es vorher gewesehen waren, sie wussten jetzt wie schnell man sein Leben als Soldat verlieren konnte. An dem Lagerfeure das mir am nächsten war, saßen nur drei Männer, einer war der Hauptmann, die anderen beiden waren seine Leutnants. Plötzlich drehte sich der Hauptmann in meine Richtung, ein Stück Fleisch in der Hand, "Na komm schon her, wir tun dir nichts und jemanden aus den Schatten zu beobachten, gehört sich nicht". Während die Leutnants ihn verwirrt ansahen, erstarrte ich, woher wusste er das ich hier war? Seufzend zuckte der Hauptmann mit den Schultern, als ich mich nicht bewegte und kein Geräusch von mir gab, "Dann nimm wenigstens das, wenn ich es richtig mitbekommen habe, warst du die letzten Tage nicht jagen", er schmiss das Fleisch in hohem Bogen in meine Richtung. Ohne nachzudenken und von meinen mir noch neuen Instinkten getrieben schoss ich aus dem Gebüsch und schnappte mir das Stück noch in der Luft. Die Leutnants sprangen erschrocken auf, während der Hauptmann lächelte. Mit einem einzigen Bissen schlang ich das Fleisch hinunter und leckte mir kurz über die Schnauze, dieser kleine Sanck hatte mir vor Augen geführt, dass ich wirklich hungrig war. "Wusste ich doch das dich das hervorlocken würde. Wenn du hierher zu mir kommst, kannst du noch mehr haben. Für jemanden wie dich war das schließlich nur ein Happen", der Hauptmann winkte mit seiner Hand und deutete auf einen Beutel der vor ihm lag, ich konnte deutlich riechen das dort Fleisch drin war, aber ich war mir unsicher. Warum wollte er das ich zu ihnen kam? "Wo zur Hölle kommt der denn Plötzlich her? Und wie hast du ihn bemerkt, Marek?" einer der Leutnants ließ sich wieder auf den Baumstamm fallen und sah fragend zu mir. "Es ist ein Weibchen. Und sie folgt uns schon seit einer Weile. Aber zum ersten Mal gesehen habe ich sie als nach Überlebenden gesucht wurde und mich einer der Männer auf Melissas Leiche aufmerksam gemacht hat. Ob sie uns von Anfang an gefolgt ist oder erst später weiß ich nicht. Aber ich hatte irgendwann ständig ein komisches Gefühl und als ich mich dann gezielt nach einer Ursache umgesehen habe, habe ich sie entdeckt wie sie uns im Schatten der Bäume folgte", Marek, also der Hauptmann, griff nach dem Beutel und hielt erneut ein Stück Fleisch in der Hand.
Mir war klar das er es diesmal nicht werfen würde, da ich aber nun mal Hunger hatte und eigentlich nichts zu verlieren, ging ich langsam auf ihn zu. "Dir ist aber schon klar das Schattenwölfe gefährlich sein können? Sie sind weder mit einem Hund noch mit einem Wolf zu vergleichen, sie sind keine Haustiere?", die anderen beiden sahen ihn skeptisch an. Marek nickte, "Natürlich, ich bin schließlich mit einem aufgewachsen. Mein Vater hat einmal einen verletzen Schattenwolf gefunden und ihn gesund gepflegt, später ist ihm das Tier nur noch selten von der Seite gewichen. Aber jeder der den Fehler machte ihn für zahm und harmlos zu halten, hat ist bitter bereut". Das ich inzwischen direkt neben ihm stand, bemerkte Marek erst als ich ihm das Stück Fleisch aus der Hand zog. Lächelnd blickte er zu mir, "Siehst du Mädchen, hier ist es doch viel besser als im Gestrüpp". "Habe noch nie einen Schattenwolf aus der Nähe gesehen, ich hatte sie mir nicht ganz so groß vorgestellt, sie ist ja beinahe so groß wie ein Pony", einer der Leutnants rückte ein Stück von mir weg. Ich schnaubte und ließ mich einfach auf den Bauch fallen, die Herren machten einen Wusel um mich den ich nicht verstehen konnte. Ich beschäftigte mich viel lieber mit dem Fleisch, während die drei Männer sich weiter unterhielten.
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Wolfsborn
FantasyWas würdest du tun, wenn du nachdem du im Krieg getötet wurdest, plötzlich als Schattenwolf wiedergeboren wirst? Diese Geschichte handelt von Melissa, der genau das passiert, was wird sie mit ihrem neuen Leben anfangen? Wie wird es weitergehen und w...
