Was ist dein Problem?!

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Alicia hatte sich die Pläne für die Schlafsäle angesehen und heraus gefunden, dass sie mit Lily Evans und einer gewissen Marlene Mc Kinnon in einem Zimmer schlief.

Ihr Koffer stand schon vor dem einzigen freien Bett, dass noch nicht mit eigenem Krimskrams personalisiert wurde.

Sie fiel einfach ins Bett, nachdem sie sich die Schuhe abgestreift und den Zauberstab auf den Nachttisch gelegt hatte.

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Am nächsten Morgen wurde Alicia von einem leisen Murmeln aufgeweckt.

"Sollten wir sie nicht  wecken?", fragte eine leise, fremde Stimme.

"Nein, wieso sollten wir!?", hörte Alicia die eher bissige Stimme von Lily Evans.

Aber da Alicia jetzt schon wach war, beschloss sie auf zu stehen, bevor eines der Mädchen auf die Idee kam das Bad für eine lange Zeit zu  beschlagnahmen.

Sie schnappte sich ihren Zauberstab und ihre Badtasche, die sich auch in ihrem Koffer befunden hatte, und marschierte in das Bad.

Die empörten Rufe von Lily und dieser Marlene beachtete sie nicht und brachte in Seelenruhe ihr Erscheinungsbild wieder auf Vordermann.

Nach dem sie geduscht hatte zog die Braunhaarige ein ganzes Arsenal an Hygeneprodukten aus der Tasche.

Und das, obwohl sie sich sicher war nie eine Wimperntusche oder Rouge besessen zu haben.

Schulterzuckend kämmte sie sich die Haare und putzte sich die Zähne.

Aber als sie ihre Augenringe sah, war sie sich sicher, dass sie so nicht unter Leute gehen konnte.

Denn ihre Mitschüler sollten die Dynastie der Flamels nicht als bleiche Zombies in Erinnerung haben.

Also bedeckte Alicia ihre Augenringe mit einer Paste mit der Aufschrift Concealer und schon sah sie wie ein ausgeschlafenes junges Mädchen aus.

Wenn man die Weisheit in ihren Augen und ihre stolze und erfahrene Haltung außer Acht lassen würde, könnte man sie glatt für normal halten. Aber das war sie nicht, sie war die Flamel Erbin die ihren Vater suchte.

Sie war so tief in ihren Gedanken versunken, dass sie gar nicht mit bekam, wie Evans und ihre Freundin gegen die Tür hämmerten und sich lautstark beschwerten.

Alicia rollte nur mit den Augen und trug noch Wimperntusche auf.

Danach ließ sie die Kosmetiktasche mit einem Schlenker ihres Zauberstabs aufräumen und öffnete die Tür.

Sogleich fielen die beiden ungeduldigen Mädchen verwundert auf Alicia.

"Wird aber mal Zeit.", murrte die Rothaarige und verfrachtete Alicia mit einem leichten Schupser nach draußen.

Nachdem Alicia ihre Schultasche gepackt und sich über die Schulter gehievt hatte, machte sie sich auf den Weg zur großen Halle.

Ihr begegneten viele Schüler, die sie ganz unverhohlen anstarrten und mit ihren Freunden wild tuschelten.

Alicia machte sich nichts daraus und hoffte einfach, dass die so schnell wie möglich aus Hogwarts verschwinden konnte.

Als sie die große Halle betrat hatte sie das Gefühl, dass plötzlich alle Augen auf sie gerichtet waren.

Sie setzte sich an einen freien Platz, der zu Alicias Leidwesen viel zu nah bei Sirius und seinen Freunden war und stellte die Tasche neben sich auf die Bank.

Mit einem kleinen "Puff" erschien ein Pergament vor der Braunhaarigen, als diese gerade eine Scheibe Toast mit Butter bestrich.

Sie griff es aus der Luft und las den Inhalt. Es war ihr Stundenplan, laut dem sie jetzt eine Doppelstunde Zaubertränke hatte.

Sie schaute in ihre Tasche um zu gucken, ob sie das Buch dabei hatte und atmete erleichtert auf, als sie es fand.

Alicia wollte sich gerade daran machen ihren Toast zu essen, als sie die aufgeregte Stimme von Sirius Black hörte:"... hat laut geschrien und wie ein verschrecktes Reh zu mir geschaut nachdem ich sie aufgeweckt hab!"

Alicia machte große Augen, hatte dieser Black Junge da gerade über ihren Albtraum berichtet?!

Sofort stand sie schwankend vor Wut auf, der könnte was erleben!

"Black!", Zischte die wütende Flamel Erbin, "Was. Ist. Dein. Problem?!"

Black schaute sie überrascht an und fragte verwundert:"Ich hab kein Problem, wieso?"

Alicia sah den jungen Black fassungslos an, wenn er tatsächlich nicht wusste von was sie sprach, war er ein hirnloser Troll!

"Na, die Geschichte von gestern Nacht vielleicht?!", fauchte sie Sirius an.

"Wenn du noch lauter schreist, dann werden alle denken wir wären zusammen im Bett gewesen.", stellte er amüsiert fest und man konnte ein belustigtes Blitzen in seinen Augen entdecken.

"Nur über meine Leiche!", spie Alicia, wenn auch leiser als zuvor, Sirius entgegen und rauschte davon, nachdem sie sich im Laufen ihre Tasche über die Schulter geworfen hatte.

Das letzte was sie hörte war, wie Potter laut lachte.

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Vor lauter Wut hatte Alicia schließlich nicht auf ihren Weg geachtet und hatte sich hoffnungslos verirrt.

Sie war nach einigen Überlegungen zu dem Entschluss gekommen, dass dieses dunkle und trostlose Gemäuer die Kerker sein mussten, die unter anderem das Zaubertrank Klassenzimmer beherbergte.

Die sonst so stolze Flamel Erbin schlich vorsichtig durch die verschlungenen Gänge und hoffte, dass sie nicht zu spät zum Unterricht kommen würde.

Als sie beinahe verzweifelte und einen Patronus zu Dumbledore schicken wollte, lief ihr ein etwas dicklicher Mann entgegen.

Die Brünette sammelte wieder Mut und fragte ihn selbstbewusst:

"Entschuldigungen Sie, Professor? Wissen Sie wo ich das Klassenzimmer für Zaubertränke finde?"

Der Mann, der vermutlich ein Lehrer war, blickte sie überrascht an und lächelte gutmütig als er sie erkannte.

"Aber natürlich. Miss Flamel, Sie waren ja noch nie hier unten. Ich bin Professor Slughorn, der Lehrer für Zaubertränke und zeige Ihnen natürlich auch den Weg."

So hatte sich dieses Problem gelöst und Alicia konnte wieder ihren eigenen Gedanken nach gehen.

Wieso war sie so ausgetickt? Normalerweise war sie die Ruhe selbst!

Sie schnaufte einmal kurz und rannte beinahe in Slughorn hinein, als der vor einer Tür anhielt.

Als sie eintraten, musste Alicia einen fassungslosen Schrei unterdrücken,  weil die Plätze fast alle besetzt waren und man könnte meinen, dass sie Merlin verärgert hatte.

Denn der einzige freie Platz war neben Black.

Wenigstens war er in der vorletzten Reihe, versuchte Alicia sich selbst zu beruhigen.

Aber dass sie jetzt für den Rest ihres Schuljahres neben diesem Neunmalklugen Trottel sitzen musste, ließ sich nicht verdrängen.

Also setzte sie sich stumm hin und schwörte sich, dass wenn ihr Sitznachbar irgendwas dummes machen würde, dass sie ihm einen Fluch aufhetzen würde.




Die Tochter des Nicolas Flamel (Rumtreiber  FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt