Wahrheit

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“Ich muss mal zu Alicia.“, sagte Sirius zu Madame Pomfrey, die den Zauberer an der Tür zum Krankenflügel abgefangen hatte.
“Alicia schläft gerade, komm bitte später wieder.“, meinte diese und wollte dem Jungen schon die Tür vor der Nase zu schlagen.
“Bei Merlin! Ich will ihr doch nur etwas geben.“, rief Sirius genervt und zog die Tür wieder auf.

“Mr Black! Ich bitte sie jetzt zum letzten Mal, später wieder zu kommen!“, rief die Medi Hexe nun streng und schloss die Tür endgültig.

Mit einem störrischen Blick auf die Tür ließ Sirius sich davor nieder, er hatte ja schließlich nichts besseres zu tun.

Irgendwann nahm er sich das Buch, dass er Alicia mitbringen wollte und begann selbst darin zu lesen.

Völlig gefesselt von der Geschichte Quidditchs, bemerkte er gar nicht, wie die Tür zum Krankenflügel aufging.

Erst das erschrockene Quieken der Medihexe ließ ihn aufschauen.
“Mr Black?! Was wollen sie denn hier?“

“Ich warte, bis ich zu Alicia kann.“, meinte der Griffindor unverblümt und stand auf.

“Sie werden wohl nie locker lassen, oder?“,fragte Madame Pomfrey genervt und auf Sirius' entschlossenes Nicken hin, öffnete sie die Tür ganz.

Schnell lief er zu Alicias Bett.
Madame Pomfrey ging aus dem Saal und schloss die Tür hinter sich.

Die Griffindor schlief tief und fest, ihr dunkles Haar war um sie herum gefächert und ließ sie noch blasser wirken, als sie eh schon war.
Sie lag gerade in dem Bett und ihr Mund war leicht geöffnet.

Kurz spielte er mit dem Gedanken, sie aufzuwecken, verwarf ihn dann aber wieder.
Wenn Alicia genauso zickig wie Lily und Marlene war, wenn sie müde war, könnte er sich auch gleich neben ein ausgewachsene Alraune setzen.

Stattdessen legte er Buch und Bohnen auf den Nachttisch neben dem Bett und zauberte schnell ein Stück Pergament her, auf dass er eine Nachricht für Alicia.

A.
Wenn du zum Abendessen nicht in der großen Halle bist, verschieben wir unser Treffen.
-S.

Dann klemmte er die Notiz zwischen die ersten Seiten des Buches und verließ den Krankenflügel wieder.

Ziellos wanderte er durch das Schloss.
Wann war ihm zuletzt so langweilig gewesen? Es musste schon ewig her gewesen sein.

Schließlich lief Sirius wieder zum Griffindorturm, wo er auf die anderen Rumtreiber inklusive Lily und Marlene traf.

“Wo warst du denn die ganze Zeit?“, fragte James seinen besten Freund, während die Gruppe zur großen Halle lief.

“Ich hab Alicia ein Buch gebracht und bin dann im Schloss rumgelaufen.“, antwortete Sirius schulterzuckend.

Remus gesellte sich zu ihnen und sah sie warnend an, “Leute, morgen ist Vollmond.“

Sofort begannen die Rumtreiber ihre Köpfe zusammenstecken und zu tuscheln.

So bemerkten sie auch nicht Alicia, die zwar stolz, aber trotzdem vorsichtig die Gänge zur großen Halle hinabschritt.

Erst Lily sah sie und rannte mit Marlene auf sie zu.
“Wir dachten schon, dir wär sonst was passiert, als wir dich nicht im Krankenflügel besuchen durften!“

Wieder überrumpelt von der Freundlichkeit, konnte Alicia nur nicken.

“Setzt du dich heute zu uns?“, fragte Marlene und hackte sich auf der einen Seite von ihr ein und Lily auf der anderen.

“Wenn ihr unbedingt wollt, dann setze ich mich zu euch.“, meinte Alicia ungewohnt zögerlich.

“Hey, Alicia!“, rief Sirius und rannte gleich zu ihr hin.

Die Tochter des Nicolas Flamel (Rumtreiber  FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt