A/N: Viel Spass
Jean -Luc gingen, während er sich zum Besprechungsraum begab, einiges Gedanken durch den Kopf.
Auch ob Q nicht doch selbst dahinter steckte.
Doch wieso und warum sollte er ihm eine solch wahnwitzige Geschichte auftischen?
Nein, Q hatte vieles schon getan, aber angelogen hatte er sie nie. Also war jetzt zu klären, warum Guinan verschwunden war oder ob sie es aus freien Stücken getan hatte.
Und wenn nicht? Wer oder vor allem was hat ein Interesse daran sie zu entführen?
Doch ohne weitere Informationen konnte er nur spekulieren.
Als er beim Besprechungsraum ankam,wunderte es ihn einen kurzen Moment, warum sich noch keiner seiner Offiziere vor dem Besprechungsraum befand,denn diese sollte in wenigen Minuten beginnen.
Picard trat ein und war irgendwie wenig überrascht, als das Q mitten auf dem großen Konferenztisch lag. In einer dermaßen obszönen Position, dass es ihm schwer fiel ihn nicht aufzufordern sich ordentlich hinzusetzen.
Aber er wusste auch nur zu gut, dass es sowieso keinen Zweck hatte.
Deswegen fragte er etwas anders,um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Auch um vielleicht an mehr Informationen zu kommen.
„Guinan hat mir begonnen zu erzählen, wie sie Sie zum ersten Mal traf...bevor Sie verschwunden ist. ich würde gerne erfahren wie es weiter ging. Ich gehe davon aus, dass es dort nicht endete. Vielleicht können wir hier Anhaltspunkte finden"
„Das glaube ich weniger, aber um ihre Neugierde zu befriedigen. Ja, es ging weiter... aber nicht nach unserer ersten Begegnung. Q... Nun er war immer jemand, der sich an Regeln halten wollte und er meinte nachdem sie vor uns fortgelaufen war, sie nicht weiter belästigen zu wollen"
„Das klingt nach einem äußert vernünftigem Wesen", konnte sich Picard die kleine Spitze gegen Q nicht verkneifen. „Aber wie ich Sie kenne, haben Sie nicht auf ihn gehört"
Dieser warf ihm einen genervten Blick zu, bevor er fort fuhr.
„Natürlich nicht.... Seine Ansätze... nun... sehen Sie selbst" Damit streckte Q seine Hand aus und abermals hatte Picard das Gefühl ein Teil der Geschichte zu werden.
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Es gab den Blick auf eine junge Guinan frei. Doch das Mädchen schien irgendwie verändert. Sie trug eine Art grauen Überwurf als Tunika und ihre Finger spielte mit der Wasseroberfläche eines kleinen künstlichen Wasserspiels. Guinan befand sich in einer Art Gartenanlage, die mit allerlei Kunstfiguren, Pflanzen und kleinen Wasserspielen dekoriert war.
Sie sah traurig aus.
Ab und an seufzte sie leise. Auf irgendetwas schien Guinan zu warten.
„Guinan?", rief in dieses trostlose Bild eine weibliche Stimme hinein. „Die Chorleiterin möchte mit uns gleich besprechen, was wir heute singen werden."
Ein weiteres jungen Mädchen kam ins Bild. Sie trug ebenfalls einen grauen Überwurf. Und ähnelte auch sonst Guinan.
Sogar die Haare trug sie gleich.
„Wir haben gestern den Dank für die Sonne gesungen, dann wird es heute wie immer der Dank für den Regen sein", gab Guinan gelangweilt zurück.
„Ja, aber trotzdem...."
„Schon gut...ich komme in ein paar Augenblicken", unterbrach Guinan sie und mit einer Geste bedeutete sie ihr sich zu entfernen.
Irritiert sah diese sie an. „Mit dir stimmt etwas nicht"
„Doch es ist alles in bester Ordnung...ich möchte fast sagen, es ist zu viel in Ordnung, dass ich heute auch im Bett hätte bleiben können"
„Wie meinst du das?
„Ronin....du...für dich ist alles hier Erfüllung...aber für mich..."begann Guinan. „Ich spüre seit einiger Zeit...da muss es noch mehr geben..."
„Aber Guinan...was könnte einem glücklicher machen, als unser auserwähltes Leben?"
„Ich weiß es nicht",erwiderte Guinan traurig. „Wenn ich das wusste...."
„Ich glaube, du hast gestern zu viel Jolliwurzel gehabt...ich habe schon davon gehört das manch einer davon seltsam wird" schlussfolgerte Ronin und verschwand dann auch schon wieder.
Guinan sah ihr traurig nach. Erneut seufzte sie.
Wenn es doch so einfach gewesen wäre.
Tatsächlich war sie seit vier langen Jahren hier und zuerst hatte sie gedacht wie Ronin.
Doch jeder Tag, jedes Jahr lief gleich.
Etwas wie Abwechslung oder Überraschung gab es im Tempel nicht. Sie waren völlig abgeschottet, um sich gänzlich ihrer Musik zu widmen. Doch ohne einen Input, verharrte diese immer in der gleichen Form. Und selbst wenn jemand versuchte neue Impulse zu setzen, wurde er freundlich, aber bestimmt zur Ordnung gerufen.
Und so verharrte auch Guinan seit über zwei Jahren in völliger Trostlosigkeit. Immer öfters gingen ihr die Worte des seltsamen Jungen durch den Kopf,den sie kurz vorher getroffen hatte,bevor sie in den Tempel eingetreten war. Er hatte Recht gehabt, es war öde.
Natürlich wusste Guinan, das sie undankbar war.Nur wenige hatten ein solches Leben wie sie. Ohne Sorgen oder Kümmernisse. Aber immer öfters sehnte sie sich genau danach.
Nach dem echten Leben.
Sie ahnte nicht, dass es noch jemanden in ihrer Nähe so erging.
Schließlich stand Guinan auf und folgte Ronin in den Tempel.
So bemerkte sie gar nicht, dass hinter ihr es leicht schimmerte und die beiden Q auftauchten. Beide erschienen auch etwas älter und der Blonde von ihnen hielt den anderen am Ärmel fest. Auch sie trugen die grauen Überwürfe.
„q", flüsterte er leise. „Wir dürfen nicht hier sein"
„Unsinn,ich weiß, dass du sie fast jeden Tag besuchst und guckst was aus ihr geworden ist",erwiderte Q und sah sich um. Doch er konnte das Mädchen nirgends entdecken. Für ihn waren seit der ersten Begegnung nur wenige Tage vergangen.
„Wenn Q das rausbekommt sind wir dran"
„Natürlich seit ihr das", ertönte eine weitere Stimme. Ein rothaariges Mädchen erschien, auch sie trug die Tempelkleidung. Ihre Worte ließen beide merklich zusammen zucken.
„Was suchst du denn hier?",fragte der braunhaarige Q mürrisch,nachdem er sich von seinen Schrecken erholt hatte. Er hatte fast befürchtet ihr Lehrer hätte sie gefunden oder wäre darauf aufmerksam geworden, was sie trieben. Eine furchtbare Vorstellung, war der alte Q ein völliger Spielverderber.
„Ich wollte wissen,wohin ihr zwei ständig verschwindet", gab sie zurück. „Und wer sie ist, die euch beide so fasziniert hat"
„Hat Sie nicht", widersprachen beide Q. Klangen dabei aber nicht sonderlich überzeugend. Tatsächlich war es so, dass der blonde Q, seit dem er Guinan begegnet war, sie oft heimlich beobachtete. Ab und An erdreiste er sich sogar sie im Schlaf anzusprechen.
Sie entsprach einer Sehnsucht,die er nur wage verstand. Auch Guinan lebte in einer Welt, die künstlich war. Ähnlich wie die seine. Sobald man versuchte etwas zu ändern, bekam man mitgeteilt es lieber sein zu lassen. Er hatte sich damit abgefunden und lebte danach,doch seitdem er Guinan getroffen hatte, erschien ihm das ganze nicht mehr so richtig,wie früher. Er begann sich zu fragen, ob das was er sein Leben nannte,wirklich das wahre Dasein war.
Oder ob es nicht noch etwas anderes gab.
Q und Sterbliche...
Interaktionen zwischen ihnen unterlagen strengen Regeln. Es war tatsächlich das erste Mal, dass er sich nicht an sie hielt. Vielleicht lag es an seinem Mündel, dass ihm unterstellt worden war. Q galt als Unruhestifter und Regeln schienen für ihn nur zu existieren um sie zu brechen. Ihr gemeinsamer Lehrer hatte deshalb beschlossen, dass er mit auf ihn aufpassen sollte und den Wert von Regeln lehren sollte. Und um selbst seine Ruhe zu haben.
Leider schien er darin völlig versagt zu haben.
„Und warum seit ihr Zwei jetzt wieder hier?", waren die Worte der Q dazu und unterbrach weitere Gedankengänge.
„Weil....weil..." eine vernünftige Antwort fiel dem blonden Q dazu nicht ein und er stammelte hilflos vor sich hin.
„Sie ist ein Punkt und er wollte mir zeigen, wie so was aussieht", sprang Q ihm zur Seite. Biss sich dann aber selbst auf die Zunge. Genau das wollte er nicht gesagt haben.
„Sie ist ein Schicksalspunkt?" Ehrliches Interesse waberte nun in ihren Worten. „Das muss ich mir ansehen..." Schon machte sie Anstalten Guinan in die Tempelanlage zu folgen.
„Nein....", hielt sie der blonde Q auf. „Das darfst du nicht. Du weißt selber, dass wir keine benutzen dürfen. Sie sind von den alten Q...."
„Kommt schon...interessiert es dich nicht, gegen was sie uns schützen wollten?",versuchte sie die Neugier der beiden anzuregen. „Ich habe selbst noch nie einen gesehen...ich will ihn mir doch nur ansehen"
Sie sah zu dem braunhaarigen Q. „Komm schon...sag nicht es interessiert dich nicht. Ich kenne dich q, sicher hast du dich das selbe gefragt wie ich mich"
Damit hatte sie den braunhaarigen Q. „Schon..."gab er widerstrebend zu.
Jetzt war auch jedem klar, warum er hier erneut aufgetaucht war. Nicht alleine um dem anderen zu helfen.
Nein, er war neugierig darauf, vor was Guinan sie schützen sollte. Doch es gab dahinter noch einen Grund,allerdings hatte er sich den selbst noch nicht eingestanden. Dies sollte erst viel später geschehen.
„Wusste ich es doch q", meinte sie triumphierend.
Der blonde Q allerdings blieb bei seiner Meinung.
„Nein...es hat sicherlich seine Gründe und...".weiter kam er nicht. Keiner der beiden anderen hörte ihm noch zu,denn sie waren schon längst unterwegs zu Guinan.
„Sir?" erklang hinter Picard die tiefe Stimme von Worf und holte ihn damit in die Realität zurück.
Er brauchte einen Moment um die Orientierung wieder zu bekommen. Q war verschwunden und vor ihm stand der Klingone.
„ Ist alles in Ordnung mit Ihnen?", fragte er.
„Ja, Mister Worf. Ich erkläre Ihnen gleich was ich gerade erlebt habe" erklärte Jean-Luc. Er konnte sich langsam ein Bild machen,auch wenn ihm noch viele Teile fehlten.
Jetzt traten auch seine anderen Offiziere ein und die Besprechung konnte stattfinden.
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Star Trek :Schicksal
DobrodružnéGuinan beginnt Picard zu erzählen, wie sie Q kennenlernte. Kurz darauf verschwindet sie. Der Captain macht sich auf die Suche nach ihr.
